Nahrung für Äthiopien

NAHRUNGSMITTELVERTEILUNG IN ÄTHIOPIEN

40 TONNEN LEBENSMITTEL FÜR FAMILIEN MIT KLEINEN KINDERN IM ORT DOLLO ADO

Die Dürre im Sommer 2011 gehört zu den schlimmsten der letzten Jahrzehnte. Die extreme Trockenheit bedrohte laut UN das Leben von rund 12 Millionen Menschen in Somalia, Kenia und Äthiopien. Ernten fielen aus, die Tiere verendeten. Viele der vom Hunger Ausgezehrten flohen in die Nachbarländer. Vor Allem nach Äthiopien zog es die Hilfesuchenden aus Somalia, täglich wuchs der Strom der Flüchtlinge, die die Grenze überquert haben. Durch die Fußmärsche und die Entbehrungen extrem geschwächt, waren sie besonders anfällig für Krankheiten. Die Menschen brauchten dringend Nahrungsmittel und medizinische Hilfe. Jedes zweite Kind war mangelernährt. Viele starben an den Folgen des Hungers.

Zusammen mit Bild hilft e.V. und Apotheker helfen e.V. versorgte LandsAid über 3.300 zwei- bis sechsjährige und deren Familien mit überlebenswichtigen Nahrungspaketen.

Bedarfsgerechte Verteilung

Im Dezember 2011 hat LandsAid mit lokalen Mitarbeitern und der Hilfsorganisation IAS (International Aid Service) Grundnahrungsmittel an Familien in der Liben Zone (Grenzregion zu Somalia) in Dollo Ado verteilt.

In diesem Teil von Dollo Ado leben sehr viele von der Dürre betroffene Kinder. Im Fokus der Hilfsaktion standen vor allem Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren und deren Angehörige. 

Die Einsatzhelfer gingen zunächst von Haus zu Haus und ermittelten den Bedarf. Anschließend wurden die Grundnahrungsmittel – insgesamt handelte es sich um 40 Tonnen – an die Menschen verteilt, bzw. die Familien konnten sich die zugewiesenen Pakete auch selbst abholen. 

 
 

Gemeinsam mit UNHCR und den lokalen Behörden

Gleich nachdem der LandsAid-Vorstandsvorsitzende Hans Musswessels am 19. August 2011 zur Beurteilung der Situation in Äthiopien eingetroffen war, besuchte er – gemeinsam mit einer erfahrenen LandsAid-Einsatzkraft – ein Meeting des UNHCR (UN-Flüchtlingshochkommissariat) und ARRA (The Administration for Refugee and Returnee Affairs) Äthiopien.

Bei dem Treffen ging es vor allem um die prekäre Situation in dem Flüchtlingscamp in Dolo Ado und die weitern Maßnahmen. Die Zusammenarbeit und Koordination mit den anderen vor Ort aktiven Organisationen ist einer der wichtigsten Aufgaben, um sinnvoll helfen zu können.


Nahrungsmittel für benachteiligte Kinder

Zusammen mit dem Partner IAS war LandsAid auch ein Jahr später noch in Äthiopien aktiv. Bei diesem Projekt wurde eine Schule für körperlich und geistig benachteiligte Kinder mit Nahrungsmitteln unterstützt.

Kinder mit solchen Einschränkungen werden in Äthiopien heute noch als Fluch angesehen und deswegen von ihren Eltern meist versteckt und vernachlässigt. Umso wichtiger ist die Unterstützung der Schulen, die gegen dieses altertümliche Vorurteil kämpfen.

Mit der internationalen Unterstützung konnten 50 Kinder für den Projektzeitraum eine warme Mahlzeit täglich bekommen. Damit wurde auch der Anreiz geschaffen, die Kinder wirklich in die Schule zu schicken und dadurch eine schwere Hürde auf dem Weg zur Bildung abgebaut.