Start-ups in Ecuador

START UPs IN ECUADOR

NACHHALTIGER WIEDERAUFBAU DURCH UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Das verheerende Erdbeben, das am 16. April 2016 mit einer Stärke von 7,8 gemessen wurde, verwüstete einen 100 Kilometer langen Küstenstreifen und hinterließ 570 Tote. Tausende Menschen wurden verletzt, viele Häuser zerstört. Deshalb hat LandsAid im April und Mai 2016 Assessments in den Regionen Esmeraldas und Manabi durchgeführt. Dabei geht es immer darum, sorgfältig den tatsächlichen Bedarf an Hilfe und Hilfsgütern in der Bevölkerung zu ermitteln.

LandsAid war anschließend vor Ort, um die Menschen zunächst mit den Nötigsten zu versorgen und den Wiederaufbau vorzubereiten. Dabei fokussierten die Helfer sich bei der Soforthilfe lokal auf die kleine Pazifikinsel Muisne. Viele Häuser wurden hier komplett zerstört. Die Teams von LandsAid versorgten vorwiegend Familien mit behinderten Kindern und junge Mütter mit Kleinkindern. Sie benötigten zunächst die wichtigsten alltäglichen Dinge: Wasser, Grundnahrungsmittel, Wassertanks, Zelte, Bastmatten, Matratzen, Moskitonetze, Plastikfolien, Milchpulver und Windeln für Babys.

Seit Januar 2017 baut LandsAid Muisne nun wieder mit auf und unterstützt hierbei die einheimische Wirtschaft. Kleinstunternehmen erhalten nach Prüfung ihrer Start-up – Idee Minikredite, um Anschaffungen oder Dienstleistungen in der Gründungsphase zu finanzieren.

 
 

Anpacken und loslegen

In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsfakultät der Universität PUCE gibt LandsAid den zukünftigen Unternehmern zunächst eine 80-Stunden-Schulung. Hier prüft die Universität die persönliche Motivation und die wirtschaftlichen Grundkenntnisse der Teilnehmer und hilft ihnen bei der Business-Planung sowie der Buchhaltung. Auch wird der tatsächliche Förderbedarf festgestellt.

Anschließend werden aus Ideen neue Unternehmen, die in der Region die Wirtschaft stärken und die Folgen der Erdbebenkatastrophe bekämpfen.

Helfen Sie uns beim Wiederaufbau


Das Nötigste haben Sie schon von uns erhalten, die direkten Folgen des Erdbebens bekommen die Menschen langsam in den Griff. Der Wiederaufbau steht jedoch noch am Anfang.Ursula Neideck, Projektleiterin bei LandsAid
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Die Katastrophe – April 2016

 
 

Bedürfnisse klären – Soforthilfe leisten – Wiederaufbau beginnen

Schon im April 2016 hat LandsAid in der betroffenen Region Assessments durchgeführt, um sehr genau zu ermitteln, wo welche Hilfe gebraucht wird. Ab Ende April war die Projektkoordinatorin dann vor Ort, um den Einsatz zu beginnen.

Die Hilfe konzentrierte sich auf die kleine Pazifikinsel Muisne, die besonders schwer von der Katastrophe betroffen war. Die 6.500 Bewohner lebten größtenteils vom Fischfang und der Landwirtschaft und waren deswegen durch das Beben direkt in ihrer Existenz bedroht.

Laut der ersten Helfer war die Lage auf der Insel schrecklich. Durch die Häufigkeit der Nachbeben waren die Menschen so verängstigt, dass sie auf der Straße geschlafen haben. Die Schulen blieben oft geschlossen und die Menschen waren oft absolut hoffnungslos.

Der Wiederaufbau, sicher vor Erdbeben

Die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen hat es ermöglicht, dass zwei Gemeindemitglieder zu Fachleuten im erdbebensicheren Bauen mit Bambus ausgebildet wurden. Die dazugehörige mehrwöchige Schulung der Gemeinschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) haben zwei Bewohner von Muisne erfolgreich absolviert. Sie konnten somit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den Wiederaufbau nachhaltiger und sicherer zu gestalten. Die enge Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung und dem Rathaus auf Muisne sind zusammen mit dem jetzt vorhandenen Know-how eine gute Voraussetzung für einen erfolgreichen und schnellen Wiederaufbau.