Flut durch Regen in Nepal

Lang anhaltender Monsun-Regen verursacht humanitäre Katastrophe

Am 13. August 2017 um 17:30 Uhr erfasste das Wasser tausende Menschen im Distrikt Banke (Nepal). 7 Tote wurden allein dort gezählt, darunter 3 Kinder. Es ist nur einer von vielen Orten, die zu dieser Zeit überschwemmt wurden. Insgesamt forderten die Überschwemmungen in Nepal, Bangladesch und Indien schon 2.100 Todesopfer. Hunderttausende Familien haben ihre Häuser verloren und warten zum Teil noch auf Rettung.

Jetzt schon reden die örtlichen Behörden in den betroffenen Gebieten von Nepal von einer der schlimmsten Überschwemmungen seit langer Zeit. Allein in Nepal sind 80 Menschen ums Leben gekommen. Die lang anhaltenden Regenfälle haben Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst, die viele Hektar Land – gerade in den Himalaya-Regionen – unbetretbar gemacht haben. Fast 48.000 Häuser wurden hierbei völlig überschwemmt. Die Menschen konnten sich bisher kaum in Sicherheit bringen. Viele werden vermisst.

In Banke sprechen unsere Kooperationspartner INF (International Nepal Fellowship) von einer unüberschaubaren Situation. Dort weiß man derzeit von 6.747 Häusern, die zerstört wurden. Es sind aber noch lange keine abschließenden Zahlen bekannt. Hilfe ist derzeit nur schwer möglich, die Strassen sind völlig zerstört. Auch die Telekommunikation ist noch nicht wieder hergestellt. Hilfsgüter können derzeit nur per Helicopter geliefert werden. Die Behörden konzentrieren sich auf die Rettungsarbeiten und Hilfsorganisationen wurden um schnelle Hilfe gebeten.

Gesundheitliche Folgen zeichnen sich jetzt schon ab!

Die Versorgung mit sauberen Trinkwasser wird eine der größten Herausforderungen. Die Flut hat alle öffentlichen Quellen der betroffenen Regionen erfasst. Die Menschen werden daher verunreinigtes Wasser zu sich nehmen. Auch haben die Menschen keinen Zugang zu Toiletten, was die Verunreinigung des Wassers und die Verbreitung von Krankheiten fördern wird. Schließlich werden Moskitostiche die Verbreitung von Malaria begünstigen. Die Menschen können sich nicht mehr adäquat schützen.

Besonders gefährdet sind natürlich Schwangere, kranke und alte Menschen. Sie müssen schnell in sichere Unterkünfte gebracht werden. Hierauf legt die Regierung einen Schwerpunkt, hat jedoch durch die zerstörte Infrastruktur Probleme den Menschen zu helfen.

Hilfe ist angelaufen

INF koordiniert in den betroffenen Regionen die Soforthilfe und wir haben in einer ersten Maßnahme 15.000 Euro von unseren Notfallgeldern bereitgestellt. Hiervon wurden bereits 2 Tage nach der Katastrophe Lebensmittel, Decken, Moskitonetze und Zelten gekauft, womit die Menschen eine erste Grundversorgung erhalten. Im Lauf der kommenden Tage wird über weitere Maßnahmen gesprochen, die wir mit unserem Partner vor Ort umsetzen können.


Unser Ziel ist es deutlich mehr Menschen helfen zu können. Hierfür brauchen wir Ihre Unterstützung.Hans Musswessels, Vorsitzender LandsAid e.V.

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