Tsunami in Japan

TSUNAMI IN JAPAN

UNTERSTÜTZUNG FÜR DIE OPFER DES SCHWEREN ERDBEBENS 2011

Als im März 2011 die Erde in Japan so heftig bebte, wie lange nicht mehr, war das Erdbeben nur der Anfang der Katastrophe. Der nur Minuten später folgende Tsunami richtete eine noch verheerender Wirkung an. 13.000 Menschen wurden getötet oder sind bis heute vermisst. 400.000 Menschen wurden obdachlos und mussten in Notunterkünften Schutz suchen. Die nukleare Katastrophe von Fukushima war nicht die einzige Tragödie, auch wenn die mediale Welt diesen Eindruck vermittelt hat.

Die Präfektur Miyagi war mit am stärksten betroffen. Den Menschen fehlte es am Nötigsten. Ihre Häuser waren zum großen Teil zerstört oder vom Schlamm bedeckt. Die Erlebnisse haben vor allem die Kinder so stark traumatisiert, dass eine professionelle Behandlung zur Verarbeitung der Katastrophe nötig war.

Zusammen mit der Partnerorganisation JEN war LandsAid in der Region aktiv und hat die Menschen unterstützt. Dabei lag der Schwerpunkt auf vier Bereiche: Abtransport von Schlamm und Schlick, Nahrungsmittelversorgung in den Notunterkünften, Bewältigung der Traumata und Bedarfsbestimmung bei den Menschen, die in ihren Häusern geblieben sind.

Schlamm so weit das Auge reicht

Der gewaltige Tsunami hat nicht nur die Straßen, sondern auch viele Häuser kniehoch mit Schlamm bedeckt. In vielen Gebäuden ist der Schlamm eingedrungen. Die Möbel haben sich mit Wasser und Dreck vollgesogen und sind dadurch nahezu unbewegbar geworden.

Ist der Schlamm erst ausgetrocknet,
wird er noch schwerer zu entfernen. Darüber hinaus ist der so entstehende Staub gesundheitsschädlich. Er kann sogar tödliche Folgen haben.

Deswegen war die Beseitigung des Schlamms und die Säuberung der noch intakten Häuser eine Hauptaufgabe von LandsAid. Dadurch konnte ein wichtiger Schritt Richtung Normalität eingeleitet werden. Vor allem den Menschen, die nach den traumatischen Erlebnissen nicht ihr Häuser verlassen wollten, konnte so schnell und zuverlässig geholfen werden.

 
 

Das Nötigste für Körper und Seele

Die LandsAid Teams versorgten die Menschen mit Lebensmitteln, Decken und Hygienepaketen. Darüber hinaus wurden Suppenküchen in den Notunterkünften unterhalten und die Menschen außerhalb der Camps bedarfsgerecht mit Hilfsgütern versorgt.

Neben der Versorgung mit Lebensmitteln war gerade für die Kinder die zügige psychische Aufarbeitung der Erlebnisse enorm wichtig. Sie wurden in den Unterkünften von dafür geschultem Personal betreut und bei intensiveren Bedarf an die zuständigen Stellen verwiesen.

Um auch die Menschen zu unterstützen, die nicht in die Notunterkünfte kommen wollten oder konnten, war ein viertes Team im Außeneinsatz tätig. Die Mitarbeiter suchten die Betroffenen in ihren Häusern auf, stellten den Bedarf fest und versorgten sie mit dem Nötigsten.