Myanmar nach dem Zyklon

MYANMAR NACH DEM ZYKLON NARGIS

NACH WINDGESCHWINDIGKEITEN VON BIS ZU 215 KM/H BLEIBT NUR VERWÜSTUNG

Als der Zyklon Nargis im April 2008 Myanmar erreicht, war er der erste in der Wirbelstrumsaison – und der erste Zyklon in Myanmar seit 2006. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 km/h zog er durch das gesamte Staatsgebiet. Nach Schätzungen der UN haben in diesen Tagen 100.000 Menschen ihr Leben verloren. 2 Millionen Menschen wurden heimatlos. Die Regierung musste in fünf Bezirken den Notstand ausrufen.

Die Behandlung der Verletzten und die Versorgung der Betroffenen mit dem Nötigsten, waren gerade in den ersten Wochen nach der Tragödie sehr wichtig. Ohne sauberes Trinkwasser erhöht sich die Gefahr von Infektionskrankheiten deutlich. Der Ausbruch von Epidemien drohte. Die Blockade von Hilfseinsätzen durch die Militärregierung Myanmars, erschwerte sowohl die Hilfe für die Betroffenen, als auch die Spenden-Akquise in Deutschland.

Zusammen mit Arche Nova e.V. und Apotheker ohne Grenzen e.V. setzte sich LandsAid so schnell wie möglich in Myanmar für Verletzte und Betroffene ein. Dabei stand vor Allem die medizinische Betreuung und die Versorgung mit sauberen Trinkwasser, zur Bekämpfung der Infektionsgefahr, im Fokus.

 
 

Schnelle Hilfe durch lokale Partner

Die Blockade internationaler Hilfe durch die Regierung Myanmars stellte die Helfer vor schier unlösbare Aufgaben. Visa wurden nicht ausgestellt, Hilfsgüter konfisziert und eine überregionale Koordination war schwierig.

Die Lösung des Problems war die Zusammenarbeit mit lokalen Helfern, die sich in ihrer Region auskannten. Durch ein weit verbreitetes Netz wurden der Bedarf und der Transportiert der Hilfsgüter geklärt.

So konnten schnellstmöglich Medikamente und Hilfsgüter im Land sein. Die Teams nahmen vor Ort ihre Arbeit auf und viele Menschen erhielten endlich Hilfe.

Nur 7 Jahre später, die nächste Katastrophe

Der südost-asiatische Staat kam auch in den Jahren nach dem zerstörerischen Zyklon nicht zur Ruhe. Heftige Regenfälle im Jahr 2015 betrafen laut Schätzungen 1,1 Millionen Menschen. 240.000 Menschen wurden obdachlos. Riesige Landwirtschaftsflächen wurden durch Regen und Schlamm vernichtet. Die Ernte wurde verzögert und fiel zum Teil vollständig aus.

Die Verteilung von Saatgut und Feldgeräten war essentiell wichtig für die Wiederherstellung der Nahrungsmittelsicherheit. Die Gefahr einer Hungernot konnte so durch internationale Hilfe gebannt werden. LandsAid war hier vor allem durch Spendenaufrufe für Partnerorganisationen aktiv.