Pakistan, Hilfe in 3 Schritten

DAS 3-SÄULEN-PROGRAMM FÜR PAKISTAN

ZÜGIG HELFEN – AUF DIE NÄCHSTE KATASTROPHE VORBEREITEN

Schon seit 2007 kommt Pakistan nicht mehr zur Ruhe. Immer wiederkehrende Überschwemmungen, politische Unruhen und Terroranschläge halten das Land und seine Bewohner in Atem. Besonders die abgelegenen Regionen sind durch die Naturkatastrophen oft von der Infrastruktur abgeschnitten und auf sich alleine gestellt. Hier drohten in der Vergangenheit immer wieder hohe Todeszahlen und Krankheitsepidemien.

Die stets kritische Sicherheitslage und die Gefahr von Anschlägen aus dem In- und dem Ausland, erschwerten die Nothilfe signifikant. Eine langfristige Planung war kaum möglich, die Einsatzorte mussten spontan gewechselt werden und große Informationskampagnen konnten nicht durchgeführt werden.

Zusammen mit der langjährigen lokalen Partnerorganisation Pakistan Relief hat LandsAid seit 2007 einen 3-Säulen Plan verfolgt, um den Betroffenen langfristig helfen zu können. Die medizinische Erstversorgung, die Ausstattung mit Hilfsgütern und die Schulung von lokalen Helfern standen dabei im Mittelpunkt.

 
 

Fehlende Infrastruktur,
mangelnde Sicherheit

Durch die immer wiederkehrenden Überschwemmungen wurde die Infrastruktur extremen Bedingungen ausgesetzt. Die in abgelegenen Gebieten eh schon schlechte Infrastruktur wurde aufgeweicht oder überschüttet.
Während der Überschwemmung waren die Straßen natürlich überhaupt nicht nutzbar.

Die lokale Bevölkerung half sich oft mit selbstgebauten Flößen aus Holz. In Anbetracht der Tatsache, dass bis zu 95% der Menschen nicht schwimmen konnten, eine gefährliche Transportmöglichkeit.
Deswegen hat LandsAid eine erfolgreiche Spendenaktion für ein Rettungsboot gestartet. Dieses konnte über Pakistan Relief angeschafft und im Einsatz genutzt werden.

Die oft kritische Sicherheitslage erschwerte die Hilfsaktionen zusätzlich. Meistens wurde der Verteilungsort von Hilfsgütern erst am selben Tag bekannt gegeben. Es gab keine großen Informationskampagnen, die Menschen wurde nur über die lokalen Strukturen informiert. Trotzdem konnten alle geplanten Aktionen erfolgreich durchgeführt werden und die Menschen mit dem nötigsten versorgt werden.

Fakten

  • Connector.

    1.626 Menschen

    konnten alleine 2010 von den medizinischen Teams von LandsAid versorgt werden.

  • Connector.

    3.000 Familien

    und damit knapp 20.000 Menschen konnten mit Hygienepacks und sauberem Trinkwasser versorgt werden.

  • Connector.

    7.800 Familien

    konnten im Jahr 2013 mit Wasserkanistern, Moskitonetzen und warmen Decken für den Winter ausgestattet werden.

  • Connector.

    2.749 Patienten

    wurden im Jahr 2013 in den mobilen Kliniken, betrieben von LandsAid, versorgt.

  • Connector.

    460 lokale Helfer

    wurden in den Bereichen Erste Hilfe und Katastrophenvorsorge geschult.

Der vielleicht wichtigste Schritt

Um nicht immer der Katastrophe hinterherlaufen zu müssen, hat LandsAid – zusammen mit den lokalen Partnern – angefangen, lokale Helfer zu schulen. Das Ziel war es ein möglichst weitreichendes Netz an Menschen, die im Katastrophenfall sowohl Erste Hilfe leisten können, aber auch die Koordination vor Ort übernehmen.

Dafür wurden die Helfer in Bereichen der Ersten Hilfe, der Hygiene und der Katastrophenvorsorge unterrichtet. Vor Allem an Lehrer richteten sich die Kurse, da sie über ihre Schüler einen Multiplikatoreneffekt bewirken konnten. Eine viel größere Zahl an Menschen konnte so erreicht werden.

Die ersten Stunden nach einer Naturkatastrophe sind die entscheidenden für viele Menschen. Durch die fehlende Infrastruktur kann Hilfe aber oft erst nach Tagen oder sogar Wochen eintreffen. Die Chance, Menschenleben zu retten und weiter Folgen der Tragödie zu verhindern, steigt also deutlich, wenn die lokale Bevölkerung darauf vorbereitet ist. So konnte LandsAid einen Teil dazu beitragen, dass die Bevölkerung in Pakistan nicht mehr so stark von internationaler Hilfe abhängig ist.