Ecuador: Nothilfe nach den Erdbeben

"Die Menschen brauchen weiter Hilfe!"

Die Lage in Ecuador ist immer noch ernst. Das verheerenden Erdbeben, das am 16. April 2016, mit einer StĂ€rke von 7,8 einen rund 100 Kilometer langen KĂŒstenstreifen verwĂŒstete, hinterließ 570 Tote. Tausende Menschen wurden verletzt, viele HĂ€user sind zerstört.

Doch die Gefahr ist nicht vorĂŒber: Hunderte Nachbeben mit StĂ€rken bis zu 6,2 wurden gemessen. Und die Erde bebt immer noch. Viele aus der betroffenen Bevölkerung traut sich wegen der Beben nicht in die HĂ€user.

HilfsgĂŒter fĂŒr die BedĂŒrftigsten

Deshalb hat LandsAid im April und Mai 2016 Assessments in den Regionen Esmeraldas und Manabi durchgefĂŒhrt. Dabei geht es immer darum, sorgfĂ€ltig den tatsĂ€chlichen Bedarf an Hilfe und HilfsgĂŒtern in der Bevölkerung zu ermitteln.

Seit 24. April war unsere Koordinatorin Sonja Henne (Bild rechts) vor Ort, um die Menschen zunÀchst mit den Nötigsten zu versorgen und den Wiederaufbau vorzubereiten.

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Einsatz auf der Pazifikinsel Muisne

Völlig zerstörte FischerhÀuser auf der Insel Muisne. Ca. 6.500 Menschen wohnen dort, die Bevölkerung ist sehr arm. Es gibt acht Schulen. Die Menschen leben von Fischfang und Landwirtschaft.

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"Die Stimmung ist immer noch sehr verzweifelt"

Schulung in nachhaltigem Bauen

LandsAid focussiert sich bei der Soforthilfe lokal auf die kleine Pazifikinsel Muisne. Viele HĂ€user hier wurden komplett zerstört. Die Mitarbeiter vor Ort beschreiben die Lage als schrecklich: Immer noch kampieren die Menschen aus Angst vor neuen Beben draußen, regelmĂ€ĂŸig werden die Schulen geschlossen, Einwohner werden evakuiert und sie wissen nicht, wie es weiter gehen soll.

„Ich habe die Insel verlassen. Mein Mann und meine Kinder sind noch dort. Er will unser Haus nicht allein lassen,“ sagt Frau Vega, Gemeindemitarbeiterin, bei einem Telefonat.

LandsAid-Koordinatorin Sonja Henne versorgte vorwiegend Familien mit behinderten Kindern und junge MĂŒtter mit Kleinkindern mit den wichtigsten alltĂ€glichen Dingen: Wasser, Grundnahrungsmittel, Wassertanks, Zelte, Bastmatten, Matratzen, Moskitonetze, Plastikfolien, Milchpulver und Windeln fĂŒr Babys,  Kerzen, Seife...


Wichtige
Schulungen fĂŒr erdbebensicheres Bauen und Wiederaufbau

Außerdem wurde zwei Gemeindemitgliedern ermöglicht, eine Schulung der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zu erdbebensicherem  Bauen mit Bambus zu besuchen. Sie fand Ende Juni bis Anfang Juli 2016 statt.

Im nÀchsten Schritt geht es darum, möglichst schnell den Wiederaufbau zu beginnen. Intensive Kontakte mit den Verantwortlichen im Rathauses in Muisne und zu Partnerorganisationen bestehen bereits.

„Die Menschen brauchen dringend unsere UnterstĂŒtzung, damit sie den Schrecken verarbeiten und möglichst schnell mit dem Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen beginnen können. DafĂŒr brauchen wir weiterhin Spenden", sagt LandsAid-Projektleiterin Charlotte Sielicki.

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Der Einsatz wird gefördert von
"Aktion Deutschland Hilft"
Stichwort „Ecuador“
IBAN: DE29370205000008322501
BIC: BFSWDE33XXX
Spendenhotline: 0900 55 102030
oder
Online:  www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

LandsAid e. V. bittet um Ihre Spende
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Spendenkonto:
Sparkasse Landsberg-Dießen
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