AKTUELLES
Die Umsetzung des Projekts wurde bis auf Weiteres ausgesetzt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von ADRA.

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Liberia: Gemeinsam gegen Ebola

Bilder: ADRA

LandsAid und Mitgliedorganisationen von Aktion Deutschland Hilft starten Hilfsprojekt

Die von Ebola betroffene Bev├Âlkerung in Liberia braucht Hilfe. Deshalb haben sich neun Mitgliedorganisationen von Aktion Deutschland Hilft zusammengetan und starten ein gemeinsames Projekt in Liberia.

Gemeinsam mit ADRA, action medeor, Arbeiter-Samariter-Bund, CARE Deutschland-Luxemburg, Islamic Relief Deutschland, Johanniter Auslandshilfe, Malteser International und World Vision Deutschland unterst├╝tzt LandsAid in Kooperation mit einem lokalen Partner das umfassende Hilfsprojekt, das im Februar 2015 gestartet ist.

Die beteiligten B├╝ndnismitglieder bringen ihre vielf├Ąltigen Arbeitsschwerpunkte und langj├Ąhrigen Projekt-Erfahrungen mit ein. So soll mit einer Vielzahl von Hilfsma├čnahmen in den Bereichen Aufkl├Ąrung, Bildung, Medizin und G├╝terverteilung die Grundversorgung der Bev├Âlkerung gest├Ąrkt und ein erneuter Ausbruch der Ebola-Epidemie verhindert werden.

Die Lage in entlegenen Gebieten

Knapp ein Jahr nach Ausbruch der Epidemie in Westafrika mit mehr als 24.000 Infizierten und ├╝ber 10.000 Toten ist die Zahl der Neuinfektionen erstmals leicht r├╝ckl├Ąufig. Das ist die gute Nachricht. Von einer Entwarnung kann aber nicht gesprochen werden: Besonders die Lage in entlegenen und dicht besiedelten Regionen bleibt un├╝bersichtlich. In der ersten M├Ąrzwoche 2015 sind beispielsweise 55 neue F├Ąlle in Sierra Leone gemeldet worden. Ein wirksamer Impfstoff konnte bisher nicht gefunden werden.

Viele Einwohner mussten wegen Zwangsevakuierungen ihre L├Ąndereien aufgeben und wegen der Ansteckungsgefahr all ihr Hab und Gut vernichten. Die Nahrungsmittelproduktion kam so in manchen Gebieten fast vollst├Ąndig zum Erliegen, viele Menschen stehen vor dem Ruin. Reduzierte Importe, die Schlie├čung von M├Ąrkten und steigende Lebensmittelpreise versch├Ąrfen das Problem einer angemessenen Versorgung der Bev├Âlkerung. Zus├Ątzlich erschwert wird der Hilfseinsatz durch die Anfang April begonnene Regenzeit, die viele Stra├čen unbefahrbar macht.

Versch├Ąrfte Situation: Unterversorgung der Bev├Âlkerung

W├Ąhrend in Guinea Schulen und Universit├Ąten nach sieben Monaten wieder ge├Âffnet werden konnten, sind sie in Sierra Leone weiterhin geschlossen. In Liberia wurde der Schulbetrieb nach der Quarant├Ąne-Pause erstmals im Mai wieder aufgenommen.

In den Bezirken Margibi County und im Bong County verteilte die Hilfsgemeinschaft daher Schulrucks├Ącke mit Heften, Bl├Âcken, Stiften und Geometriesets an den Schulen. Au├čerdem wurden dringend ben├Âtigte Waschgelegenheiten mit Seife aufgestellt und die Sch├╝ler ├╝ber die Infektionswege von Ebola informiert, um insgesamt mehr Hygiene zu gew├Ąhrleisten und eine Ansteckungsgefahr f├╝r die Sch├╝ler zu verringern.

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Langzeitfolgen behandeln und neuen Ausbruch verhindern

Im Mittelpunkt des Gemeinschaftsprojektes der Mitgliedsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft stehen gro├čangelegte Informationskampagnen, um das weiterhin bestehende Misstrauen gegen Gesundheitszentren und Helfer abzubauen und eine weitere Verbreitung von Ebola einzud├Ąmmen. Diese Kampagnen haben sich als sehr effektiv erwiesen und werden mit audio-visueller Technik durchgef├╝hrt.

Mit Hilfe von Videoclips, Bildern und Vortr├Ągen erhalten die Menschen sehr anschauliche Informationen. In einer offenen Aussprache wird das Gelernte noch vertieft. Einheimische, die die Seuche ├╝berlebt haben, berichten ├╝ber ihre Erfahrungen, das hilft Vorurteile ab- und Vertrauen aufzubauen. ├ťber Radio, Telefonhotlines, Plakate und Informationsbrosch├╝ren wird die Bev├Âlkerung ├╝ber Anzeichen der Erkrankung sowie Vorsorgema├čnahmen unterrichtet.

Ausbildung lokaler Fachkr├Ąfte und Hygiene sichern nachhaltigen Schutz

Durch die hohe Zahl infizierter Ärzte und Krankenpfleger vor allem zu Beginn der Seuche und die damit verbundene Weigerung einiger zu arbeiten, muss ein hoher Ausfall geschulten Personals kompensiert werden.

Daher ist die Ausbildung lokaler Gesundheitsberater durch Sanit├Ąr- und Hygieneschulungen unerl├Ąsslich. Auch die Ausr├╝stung der Gesundheitseinrichtungen zum Schutz der Mitarbeiter durch Atemschutzmasken, Schutzkleidung und Desinfektionsmaterial ist wichtiger Bestandteil der gemeinschaftlichen Ma├čnahmen.

Informationsarbeit im Fokus

Um ein Wiederaufflammen der Seuche zu vermeiden, werden Handwaschstationen an stark frequentierten Orten errichtet. Zudem sollen Dekontaminierungszentren errichtet und H├Ąuser von Betroffenen desinfiziert werden. Opfer der Seuche m├╝ssen sofort beerdigt werden, ein traumatisches Erlebnis f├╝r die Angeh├Ârigen, die keine traditionellen Waschungen und Bestattungen durchf├╝hren d├╝rfen.

Einige haben ganze Familien durch die Krankheit verloren, viele Kinder sind verwaist. Die psychosoziale Unterst├╝tzung der ├ťberlebenden ist daher essentiell und soll auch vor Stigmatisierung und Diskriminierung nach einer ├╝berstandenen Infektion sch├╝tzen.

Grundversorgung f├╝r die ├ťberlebenden

Da auch das pers├Ânliche Hab und Gut von Familien Betroffener aus Hygienegr├╝nden vernichtet werden muss, werden Hilfspakete mit Moskitonetzen, Schlafmatten, Hygieneartikeln, Bettzeug und Desinfektionsmitteln als Ersatz verteilt. F├╝r Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler werden Schulmaterialien bereitgestellt. Landwirte werden mit Saatgut versorgt, um die Nahrungsmittelversorgung langfristig wiederherzustellen.

Das Projekt wird gef├Ârdert von Aktion Deutschland Hilft.