Sierra Leone: Die Folgen der Ebolakrise reduzieren

Seit dem Ausbruch von Ebola sind alleine in Sierra Leone ├╝ber 11.000 Personen an dem Virus erkrankt (Quelle: WHO, 2015). Dabei werden Erkrankte zwar, sobald Symptome auftreten, unverz├╝glich unter Quarant├Ąne gestellt. Doch danach klafft eine L├╝cke: Oftmals werden die Betroffenen nicht weiter versorgt.

Dabei stellt die offene Diskriminierung und Stigmatisierung der ├ťberlebenden ein gro├čes Problem dar: Oft werden sie aus der Gesellschaft ausgesto├čen. Und das, nachdem sie w├Ąhrend der Quarant├Ąne komplett von der Au├čenwelt abgeschnitten waren und deshalb nicht arbeiten und kein Einkommen generieren konnten.

So hinterl├Ąsst die weltweit beachtete Ebola-Krise nicht nur eine medizinische und wirtschaftliche Katastrophe, sondern auch langfristige, psychologische Traumata, mit denen nun umgegangen werden muss.

"Die Betreuung von ├ťberlebenden und die Vorbeugung in den betroffenen L├Ąndern ist unsere wichtigste Aufgabe"

"Um die Betroffen wieder in die Gesellschaft zur├╝ckzuf├╝hren, braucht es Aufkl├Ąrung und Betreuung. Auch m├╝ssen wir daf├╝r sorgen, eine weitere Ausbreitung der gef├Ąhrlichen Ebola-Viren in Afrika einzud├Ąmmern und zu verhindern", ist die ├ťberzeugung von LandsAid Vorstand Hans Mu├čwessels. "Deshalb legen wir unsere Kr├Ąfte auf die Pr├Ąvention in den betroffenen L├Ąndern."

In Sierra Leone leiden etwa 12.900 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Ebola ├ťberlebende, direkt unter erh├Âhter Stigmatisierung, Diskriminierung und Ablehnung. Zusammen mit ihren Familienmitgliedern und Communities sind es rund 150.000 betroffene Personen.

'Gemeinsam helfen' - Kooperationen machen stark

Um ein m├Âglichst umfassendes Hilfspaket zu schn├╝ren, hat sich LandsAid vor Ort mit drei Partner zusammengeschlossen: mit den Hilfsorganisationen Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V., TERRA TECH e.V. und dem Kinderhilfswerk Global-Care. Projektgebiet sind der Western Rural District und Port Loko.

Die Aufgaben:

  • LandsAid fokussiert sich auf Schulungen von Gesundheitshelfern, die nach der Ausbildung auf Gemeindeebene Neuinfektionen aufdecken und Post-Quarant├Ąne-Haushalte weiter betreuen k├Ânnen. Die ausgebildeten Helfer sollen dazu beitragen, Stigmatisierung und Diskriminierung zu beseitigen und au├čerdem Kontrollen zur Einhaltung von Hygienevorschriften durchf├╝hren.

  • Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners konzentrieren sich vor allem auf die Arbeit mit traumatisierten Menschen: Die Notfallp├Ądagogik soll psycho-traumatisierte Kinder und Jugendliche in Kriegs- und Katastrophengebieten darin unterst├╝tzen, mit dem Erlebten besser umzugehen. Dazu wird ein Aufkl├Ąrungsfilm produziert, der sich mit der Psychoedukation von Lehrern und Eltern sowie mit konkreten Handlungsm├Âglichkeiten f├╝r den Alltag und die Schule besch├Ąftigt.

  • TERRA TECH fokussiert sich auf die Ausbildung von ├ťberlebenden zur Wiedererlernung der wirschaftlichen Selbstst├Ąndigkeit und in Bew├Ąltigungsmechanismen. Dazu finden unter anderem Fortbildungen in allgemeinen Finanzfragen und speziell Mikrofinanzmanagement statt. Au├čerdem bietet TerraTech landwirtschaftliche Schulungen zur Steigerung des Einkommens an.

  • Das Kinderhilfswerk Global-Care unterst├╝tzt vor allem Ebola-Waisen und verwundbare Kinder sowie deren Pflege-/Bezugsperson mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Hygienartikeln.

"'Gemeinsam helfen' ist das Motto von LandsAid", sagt Hans Mu├čwessels, "Das sind nicht nur Worte, das ist eine Philosophie, die wir leben. Denn nur mit gemeinsamen Kr├Ąften k├Ânnen wir so eine gro├če Krise ├╝berwinden und meistern."

 
Der UN-Sicherheitsrat wertete den Ausbruch von Ebola als Gefahr f├╝r den Weltfrieden. Damit wir gezielt und langfristig helfen k├Ânnen, sind wir auf Spenden angewiesen. Bitte unterst├╝tzen Sie uns, solche Gefahr f├╝r uns alle einzud├Ąmmen
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Impressionen aus Freetown, Sierra Leone

Lesen Sie dazu ein Interview mit unserer Projektleiterin Charlotte Sielicki mit Aktion-Deutschland-hilft!


 

Das Projekt wird gef├Ârdert von Aktion Deutschland Hilft, Bild hilft e.V. - "Ein Herz f├╝r Kinder" und dem Bundesministerium f├╝r Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

 

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