Vorsorge in Südafrika

VORSORGE FÜR DIE NÄCHSTE GENERATION

MIT SCHULUNGEN IN KAPSTADT UND JOHANNISBURG WURDEN PÄDAGOGEN VORBEREITET

Südafrika wird immer wieder von den verschiedensten Krisen heimgesucht. Ob Naturkatastrophe oder politischer Konflikt, jede Tragödie hinterließ in den letzten Jahre ihre Spuren. Besonders die ärmlichen Townships vor Kapstadt oder Johannisburg waren betroffen. Die fehlende Infrastruktur und mangelhafte Gesundheitsversorgung erschwert eine zügige Nothilfe zusätzlich.

Gerade für das Wohlergehen der jüngsten Mitglieder der Gesellschaft ist eine zügige Betreuung aber unumgänglich, um die körperlichen und seelischen Folgen zu bewältigen. Deswegen sind geschulte, lokale Helfer ein wichtiger Bestandteil der umfassenden Katastrophenvorsorge.

Gemeinsam mit den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners, dem langjährigen Partner in Vorsorgefragen, hat LandsAid deswegen Seminare in Kapstadt und Johannisburg durchgeführt. Ziel war es vor allem Pädagogen und Sozialarbeiter zu erreichen, die regelmäßig mit Kindern in den Townships zu tun haben. Sie können so in einem Krisenfall viele junge Menschen schnell und professionell versorgen.

 
 

Bewährt und Umfassend

Das Konzept, das schon bei den Seminaren in Südamerika angewandt wurde, kam auch hier wieder zum Einsatz. Durch die guten Erfahrungen bestärkt, wurde auch wieder der Kontakt zu den Freunden der Erziehungskunst gesucht. So konnte deutlich umfassender gearbeitet werden.

LandsAid übernahm hierbei den medizinischen Teil der Vorsorge. Mit Workshops und praktischen Übungen wurden Grundkenntnisse der medizinischen Versorgung vermittelt. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf der Arbeit unter erschwerten Bedingungen – beispielsweise ohne Zugang zu vielen Medikamenten.

Den Themenbereich der therapeutischen Versorgung nach einer Katastrophe übernahm der Projektpartner. Die Grundlagen der Notfallpädagogik wurden ebenfalls theoretisch und praktisch vermittelt.

“Wir müssen im Katastrophenfall schnell reagieren können, denn das erste Zeitfenster nach Katastrophen, in dem die Entwicklung von Traumata verhindert oder geschwächt werden kann, ist relativ kurz“Malte Landgraff, Koordinator Notfallpädagogik