Vierlingsgeburt im Kongo

Das sieht man auch nicht aller Tage… In Bukavu (Kongo) haben unsere Helfer bei einer Geburt assistiert und überraschend Vierlinge zur Welt gebracht. Weder die Mutter noch die Ärzte waren darauf vorbereitet.

Am 11. Mai 2016 erblickten Ursula, Frank, Julia und Sophia das Licht der Welt. Die Kinder wurden nach unserem LandsAid-Team benannt, die bei der Geburt assistierten. Helfer, Mutter und Ärzte waren überrascht, sonst wäre ein Kaiserschnitt die richtige Wahl gewesen. So brachte die Mutter ein Kind nach dem anderen auf natürlichem Weg zur Welt. Die Vier waren etwas schwach und sehr leicht, aber es ging ihnen gut.

In Decken gehüllt versuchten die Helfer die Kleinen genügend Energie zu geben, um für die Welt stark genug zu werden. Leider hat ein Kleines die ersten Tage nicht überstanden. Es ist noch nicht ganz klar, warum es gestorben ist, aber sehr wahrscheinlich hat die Sauerstoffzufuhr während der Geburt nicht ausgereicht. Deshalb wird ein Kaiserschnitt bevorzugt genutzt.

Hätten die Ärzte vor der Geburt mehr über die Schwangere gewusst, wäre das sicher zu verhindern gewesen. Doch die Begleitung einer werdenden Mutter – so wie wir das hier von Hebammen kennen – ist in Afrika nicht selbstverständlich.

Die anderen drei Kleinen haben die ersten Tage gut überstanden. Unser Team hat der Mutter noch beigebracht, wie die Kinder mit Körperwärme besser geschützt werden können. Die Kängurutechnik ist hierbei recht simpel: Man nutzt ein Tragetuch, um das Kind nah am Körper zu halten. Leider gibt es in der Klinik in Bukavu keine andere Möglichkeit, die Kinder warn zu halten. Eine Früchenstation gibt es nicht, aber wir suchen derzeit eine andere Möglichkeit, um schwachen Kindern nach der Geburt helfen zu können.

Kleine Ergänzung (16. August 2017): Mutter und Kinder haben gesund das Krankenhaus verlassen.

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