Hilfe für Erdbeben-Opfer in Afghanistan

Nach dem Erdbeben in Afghanistan


Gemeinsam mit „Pakistan Relief“ unterstützen wir vom Erdbeben betroffene Familien in Afghanistan

Nach dem verheerenden Erdbeben, das am 21. Juni das Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan erschüttert hat, setzen wir uns gemeinsam mit unserer pakistanischen Partnerorganisation Pakistan Relief für die schwer von der Katastrophe betroffenen und obdachlos gewordenen Menschen in der Region Khost ein und unterstützen hier insgesamt 300 Familien mit dringend benötigten Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln und Decken.

Mehr als 1.000 Menschen hat das Erdbeben der Stärke 5,9 das Leben gekostet, rund 3.700 weitere wurden verletzt. Wichtige Infrastruktur in den betroffenen Gebieten ist weitreichend beschädigt oder ganz zerstört, darunter 4.500 Häuser, mindestens sieben Schulen sowie Gesundheitseinrichtungen und Wasserversorgungsnetze. Zahlreiche Menschen sind von heute auf morgen obdachlos geworden. Gleichzeitig erschweren die dürftigen Straßenverhältnisse und Schäden an Kommunikationsnetzen in der Region die Durchführung von Rettungsaktionen und Hilfslieferungen.

Dramatische Gesamtlage

Die Katastrophe trifft ein Land, in dem die große Mehrheit der Menschen ohnehin nicht mehr weiß, wie sie sich ernähren soll. Das Beben verschärft in Afghanistan die humanitäre Lage, die wegen des Abzugs der westlichen Truppen und der Machtübernahme der Taliban im August letzten Jahres bereits vorher katastrophal war – die Gesamtlage ist dramatisch. Das Land kann die Auswirkungen mit eigenen Kräften kaum bewältigen. Das gilt sowohl für die unmittelbare Katastrophenhilfe als auch für die Versorgung der Menschen, aber noch viel mehr für den Wiederaufbau. Externe Hilfe von verschiedenen Seiten ist daher wichtig und sinnvoll.

Mit den „Hilfskits“, die durch unseren Projektpartner vor Ort verteilt werden – sie enthalten unter anderem Weizen, Reis, Linsen, Öl, Zucker, Milchpulver, Suppe, Seife und eine Decke – können die begünstigten Familien sich für rund einen Monat versorgen. In den hügeligen Gebieten Afghanistans bleiben die Nächte im Sommer kalt und in etwa einem Monat wird es noch kälter werden, daher sind auch Decken ins Hilfsprogramm aufgenommen worden.

Die Hilfsgüter werden über den Projektpartner in Pakistan eingekauft, im Anschluss direkt in die afghanische Provinz Khost verbracht und dort – gemeinsam mit einem weiteren Partner, der Organisation Afghan Youth Forum, sowie dem UNHCR in Kabul – verteilt. Diese Zusammenarbeit ist enorm wichtig – auch, um zu gewährleisten, dass es bei der Verteilung von Sachgütern an die Erdbebenopfer nicht zu doppelten Verteilungen kommt.

Fotos ©HADAAF/Johanniter

ALTRUJA-PAGE-FQRW

Helfen Sie den Menschen in Afghanistan!

Das Erdbeben trifft ein Land mit rund 38 Millionen Einwohnern, von denen viele Million bereits in tiefer Armut leben. Mehr als eine Million Kinder sind von schwerer Unterernährung bedroht. Durch dass Erdbeben verschärft sich die Lage.

Helfen Sie den Menschen dort mit Ihrer Spende!