Das Virus hat desaströse Folgen für unser Land – Corona im Kongo

„Das Virus hat desaströse Folgen für unser Land “

Das Coronavirus breitet sich auch in der DR Kongo immer weiter aus. Die Menschen müssen nun an zwei Fronten kämpfen: Gegen das Ebola- und gegen das Coronavirus.

Zwillingsgeburt Chahi-Krankenhaus

Eine große Herausforderung in diesem konfliktreichen Land. Das Gesundheitssystem wäre bei einem rasanten Anstieg von Corona-Patienten völlig überfordert. Eine schnelle und großflächige Ausbreitung des Virus wäre für die Menschen eine Katastrophe und würde für viele den Tod bedeuten. Gemeinsam mit unserem lokalen Partner, dem Chahi-Krankenhaus in Bukavu, haben wir in der Provinz Süd-Kivu im Osten des Kongos bereits ein Ebola-Präventionsprojekt realisiert, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses zu schützen, die Bevölkerung über Ebola aufzuklären und so die Epidemie letztendlich einzudämmen. Die Menschen haben durch die Ebola-Epidemie vieles dazugelernt, um eine Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern. Aber kommt ihnen diese Erfahrung nun zugute?

Das Leben der Menschen in der DR Kongo wird seit Jahrzehnten von Gewalt geprägt. Zurzeit kommt es besonders im Osten des Landes häufig zu Auseinandersetzungen. Der Staat ist geschwächt, die Arbeitslosigkeit ist hoch, Unter- und Mangelernährung sind weit verbreitet.

Süd-Kivu ist eine der heftig umkämpften Regionen. Wir unterstützen das Chahi-Krankenhaus sowie mehrere Gesundheitsstationen im Umland mit mehreren Projekten – etwa zur Verbesserung der Ernährungssicherheit oder zur Stabilisierung des Gesundheitszustands der Bevölkerung in der Konfliktregion. Nicht nur die Behandlung der Menschen in der Region wurde sichergestellt, es wurden auch Angebote zur Familienplanung geschaffen. Denn die hohe Geburtenrate ist eine Belastung für die ganze Gesellschaft.

Das Klinikpersonal arbeitet teils ehrenamtlich, da für viele Patienten eine medizinische Behandlung nicht zu bezahlen ist. Als Binnenvertriebene haben sie alles zurückgelassen, ihre Lebensgrundlage verloren. Die Armut ist groß.

Zur derzeitigen Corona-Krise im Kongo ein Interview mit Florent Mbale, Verwaltungschef des Chahi-Krankenhauses:


Corona trifft alle Bereiche des Lebens im Kongo

Wenn die Armut zunimmt, gehen weniger Frauen für Geburten ins Krankenhaus, werden Kinder nicht gegen die Masern geimpft und sinkt die Hygiene in der Bevölkerung. Dazu kommen Gewalt gegen Kinder und sexueller Missbrauch.

Die Mitarbeiter unseres Krankenhauses in Bukavu versuchen, die Folgen der Corona-Pandemie und vor allem die Eindämmung des Virus zu meistern. Doch sie werden von ihrer instabilen Regierung nicht unterstützt. Helfen Sie uns, unser Krankenhaus nicht im Stich zu lassen.

ALTRUJA-PAGE-ZITD

Schreibe einen Kommentar