Dr. Schmedes – Hilfskorridor: Hannover – Bayern – Ukraine

Hilfskorridor: Hannover – Bayern – Ukraine

Die Ärztin Dr. Barbara Schmedes aus Hannover hat eine große Hilfsaktion für die Ukraine ins Leben gerufen. Wir sorgen dafür, dass ihre Hilfe ankommt.

Die Ärztin für Allgemein- und Palliativmedizin Dr. Barbara Schmedes aus Hannover (List) wollte gemeinsam mit ihrem Praxisteam sowie ihren Patientinnen und Patienten den Leidtragenden des Ukraine-Krieges helfen – und hat dafür eine groß angelegte Spendenaktion ins Leben gerufen. Mit den gesammelten Spendengeldern finanzierte sie medizinische Hilfsgüter, Medikamente und Verbandsmaterial und stellte uns all das zur Verfügung. Im Rahmen unseres Ukraine-Einsatzes haben wir das Material, zusammen mit anderen bedarfsgerechten Hilfsgütern und Medikamenten, in einem 40-Tonner an die polnisch-ukrainische Grenze befördert.

„Ich muss etwas tun“

Angefangen hatte alles damit, dass ein Patient kurz nach Ausbruch des Krieges plötzlich zu ihr ins Behandlungszimmer gestürmt war und seinen dringenden Wunsch, den Menschen in der Ukraine zu helfen, kundgetan hat: „Ich muss irgendetwas tun – habt ihr Verbandsmaterial?“, war seine spontane Frage gewesen. Schmedes hatte zunächst einmal abgewiegelt: Man müsse das alles erst einmal koordinieren. Doch das Thema hat sie schließlich selbst nicht mehr losgelassen.

Die folgenden beiden Nächte verbrachte sie damit nachzudenken, wie Hilfe sinnvoll geleistet werden könnte. Die ersten Ideen wurden geboren: Medizinische Bedarfsartikel für ganz alltägliche Situationen wollte sie zur Verfügung stellen, gegen Fieber, Bauch- oder Ohrenschmerzen.

Wie aber kam eine Ärztin aus Niedersachsen zu einer Zusammenarbeit mit einer Hilfsorganisation aus Bayern? „Wie der Zufall es so wollte, hatte ich einen Artikel im Deutschen Ärzteblatt gelesen“, erzählte Frau Dr. Schmedes auf unsere Nachfrage. Er handelte von unserer Einsatzkraft Gunver Werringloer, einer Ärztin aus Herrenberg, die mit unserem Team direkt nach Ausbruch des Krieges in Radymno an der polnisch-ukrainischen Grenze war. Sie berichtete in dem Artikel über die Situation vor Ort und unsere Hilfsmaßnahmen.

Sinnvolle Hilfe

Das entsprach genau den Vorstellungen einer sinnvollen Hilfe, die auch Frau Schmedes hatte. Dann ging alles ganz schnell: Die Ärztin eröffnete ein Spendenkonto, das sich schnell immer weiter füllte – bis auf die enorme Summe von mehr als 20.000 Euro. Allein 10.000 Euro davon waren von einem bekannten Wundmanager aus Hannover gespendet worden, der anonym bleiben möchte. 10.000 Euro davon investierte die Ärztin in Medikamente wie Antibiotika, Schmerzmittel, Medikamente gegen Übelkeit, Ohren- und Augentropfen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Apotheke „Zur Kugel in der List“ erklärten sich spontan bereit, diese Menge an Medikamenten zu bestellen – und die angelieferte Ware auch gleich in rund 15 beschriftete Kartons zu verpacken. Über private Kontakte organisierte Frau Schmedes einen Transporter samt Fahrer, der das medizinische Material dann nach Bayern fuhr und uns übergab. Der auf dem extra eingerichteten Spendenkonto verbliebene Restbetrag ging auf unser Spendenkonto.

Wir freuen uns sehr über dieses großartige Engagement. Danke, Frau Dr. Schmedes und Danke an alle, die diese Initiative unterstützt haben und unterstützen!

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