Erste Ernte in Ahero (Kenia)

Erste Ernte in Ahero – Schulspeisenprojekt trägt Früchte

Nachhaltigkeit und Eigenständigkeit sind Grundpfeiler unserer Entwicklungsprojekte. Das Ressource Center in Ahero (Kenia) ist hierfür ein Musterbeispiel. Die Initiative, mit der wir hier zusammenarbeiten, wird bald unabhängig von externer Hilfe sein.

Reis, Öl und Zucker… das sind die Lebensmittel, die in akuter Hungersnot helfen. Es sind Kohlenhydrate, die schnell und viel Energie für den Körper liefern. In vielen Fällen konzentrieren wir uns darauf, zunächst mit diesen Lebensmitteln zu helfen. Doch nachhaltig ist das nicht, denn es fehlen Vitamine, die für einen gesunden Menschen dringend nötig sind. Ohne sie drohen Krankheiten, die den Körper wieder schwächen.

In Kisumu (Kenia) unterstützen wir ein Schulspeisenprojekt, das zunächst auch nur die Kohlenhydrate zur Verfügung stellte. Wir kauften diese Produkte für die Initiative ein, damit sie die Kinder versorgen kann. Doch dabei blieb es nicht. Sie fingen an in Ahero (in der Nähe von Kisumu) ein Ressource Center zu bauen, um selbst Lebensmittel herzustellen. Gemüse ist in Kenia aufgrund der Dürre und Nahrungsmittelknappheit sehr begehrt. Die Initiative stellt das Gemüse her und verkauft es zunächst, um die deutlich billigeren Kohlenhydrate in großer Anzahl bereitstellen zu können. Das hilft erst einmal, mehr Kinder zu versorgen und von unserer Hilfe unabhängig zu werden.

Das Center wird jedoch auch mit unserer Hilfe erweitert und vergrößert. Immer mehr Flächen sollen den Gemüseanbau ermöglichen. Auch ein zweites Center kommt hinzu, um noch mehr Ertrag zu ermöglichen. Schließlich werden die Kinder dann auch Gemüse auf dem Speiseplan vorfinden.

Das Projekt hat Vorbildcharakter und zeigt, was vor Ort möglich ist. Unsere Hilfe sollte sich nicht darauf konzentrieren, nur Essen, Kleidung, Medizin, Unterkünfte, etc. zur Verfügung zu stellen, sondern Perspektiven zu schaffen.

In Ahero ist uns das gelungen.

Der Klimawandel hat bereits massiven Einfluss auf viele Regionen dieser Welt. Die verlängerten Dürreperioden und die extremen Regenfälle in der Monsunzeit sind in Ostafrika ohne Zweifel Auswirkungen einer fatalen Energiepolitik der letzten Jahrzehnte. Die Menschen in Afrika haben unter unser aller Fehler zu Leiden und sehen oft nur die Flucht in andere Länder als Ausweg. Mit zunehmender Wasser- und Nahrungsknappheit werden sich immer mehr Menschen auf den Weg machen.

Wir können jedoch vor Ort helfen. Es gibt Antworten und Auswege aus der Hungersnot, doch dafür müssen wir die Menschen vor Ort stärken. Ahero ist hier ein Beispiel, das wir in der Zusammenarbeit mit Initiativen und Vereinen in Ostafrika anbringen werden, um die Selbstversorgung wieder zu ermöglichen. Selbst für Wasserarme Regionen gibt es Möglichkeiten, eigene Landwirtschaft zu betreiben. Mit eurer Unterstützung können wir unsere Ideen zu Projekten machen.

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