Einsatz an der syrischen Grenze

Derzeit bombardieren die Truppen von Assad und Putin Ost-Ghuta in Syrien. Schon über 350 Tote Zivilisten wurden gezählt. Wir sind nun gerade an der syrischen Grenze in Jordanien, um Flüchtlinge aus Ost-Ghuta zu besuchen. Wir werden ein Hilfsprojekt in den provisorischen Flüchtlingscamps starten, um den Menschen ihr Leid zu lindern.

Nach Aleppo ist Ost-Ghuta die nächste Stadt, die ausgebomt wird. Derzeit sind dort Rebellenmilizen stationiert und haben auf ein Ultimatum der Russen am Mittwoch – die Waffen niederzulegen – nich reagiert. Darunter leiden die syrischen Zivilisten des Vorortes von Damaskus, die unter dem Beschuss sterben. Wer fliehen kann, hat sich in Bewegung gesetzt. Wie auch in den letzten Monaten und Jahren werden sehr viele von ihnen nach Jordanien aufbrechen. Dort hat die Regierung die Grenzen zwar geschlossen, aber viele wandern illegal ein.

In Jordanien sind derzeit 750.000 Flüchtlinge offiziell registriert (bei derzeit 9,5 Millionen Einwohnern). Die absolute Mehrheit stammt aus Syrien, der Rest fast ausschließlich aus dem Irak. Sie flohen vor der Terrorherrschaft des IS und vor dem Krieg in Syrien. Die wenigen Flüchtlingslager in Jordanien sind völlig unterfinanziert und die UN gibt ihr Möglichstes, um zu helfen.

Nicht einmal 20 Prozent der Flüchtlinge leben in diesen Lagern, die Mehrheit ist im Land verstreut. Einige sind in den Städten untergekommen, viele leben in provisorischen Lagern im Niemandsland (militärisches Sperrgebiet an der Grenze) oder auf jordanischer Seite in der Wüste. Die Lebensbedingungen sind katastrophal. Sie haben kaum Schutz vor der Kälte – ganz besonders in der Nacht. Die nächste Stadt ist sehr weit entfernt, es fehlt an Essen, Wasser, Strom, Kleidung und vielem mehr. Es ist kein Wunder, das viele Menschen die gefährliche und harte Weiterreise nach Europa auf sich nehmen.

Wir wollen vor Ort helfen, um den Menschen diese Gefahren zu ersparen. Sie sollen vor Ort das Nötigste erhalten, um Leben zu können.

Sobald wir wieder zurück sind, werden wir ganz konkrete Maßnahmen einleiten, um zu helfen. Das können Essenslieferungen sein, die Versorgung mit Medizin, Decken, Matratzen, Zelten oder Kleidung und ganze Einsatzteams mit Ärzten und Pflegern, die sich um die Flüchtlinge kümmern. Das hängt von unseren finanziellen Möglichkeiten ab.

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