Hilfe für Haiti

HILFE FÜR HAITI

ERDBEBEN, CHOLERA UND HURRIKANS VERWÜSTEN DAS LAND
WIR HELFEN WO ES AM NÖTIGSTEN IST

Seit dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 kommt Haiti nicht zur Ruhe. Unzählige Menschen leben heute noch in provisorischen Zeltstädten und das kleine Land in der Karibik wird immer wieder von schweren Naturkatastrophen heimgesucht. Nicht zuletzt der Hurrikan Matthew, der in den betroffenen Gebieten bis zu 80 Prozent der Gebäude zerstört hat.

Gemeinsam mit unseren verschiedenen Projektpartnern ist LandsAid seit 2010 in Haiti im Einsatz. Mit mobilen Kliniken, einer Prothesenwerkstatt und tatkräftiger Unterstützung des lokalen Gesundheitssystems, bekämpfen wir die Folgen der Naturkatastrophen und helfen bei dem Aufbau einer langfristigen Zukunft. Derzeit unterstützen wir mit Materialien und Einsatzkräften ein Krankenhaus in Port-au-Prince. Im St. Damien Pediatric Hospital haben wir mit Father Rick einen Ansprechpartner, der seit Jahren Arzt und Priester vor Ort ist. Er hat zahlreiche Projekte ins Leben gerufen, um den Menschen vor Ort zu helfen. Wir arbeiten mit Ihm zusammen, damit die Hilfe ankommt.

Aktuelle Unterstützung des St. Damien Hospital

Das Problem

In Haiti steht für 15.000 Menschen nur ein Arzt oder eine Ärztin zur Verfügung. Der akute Mangel an medizinischen Behandlungskapazitäten führt dazu, dass heilbare Krankheiten wie Durchfallerkrankungen und Tuberkulose zu den häufigsten Todesursachen von Kindern zählen. Der lokale Projektträger “Nos Petits Frères et Sœurs” (NPFS) engagiert sich seit 1987 in Haiti und unterhält seit 2006 das Kinderkrankenhaus St. Damien, das diverse medizinische Programme und Stationen umfasst. Die vorhandenen Räumlichkeiten, die personelle sowie technische Ausstattung der Notaufnahme des Kinderkrankenhauses fallen hinter den komplexen medizinischen Anforderungen angesichts der großen Zahl an Notfallpatienten eklatant zurück. Auch kann bei zuletzt 1.800 Notfallbehandlungen pro Jahr das Patientenaufkommen ohne jeweils isolierte Bereiche für medizinische Triage sowie für Erstversorgung inkl. Wiederbelebungsmaßnahmen nicht bewältigt werden.

Die Lösung

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    Umbau des Krankenhauses

    Zunächst wird die Notaufnahme räumlich umgestaltet. Der Eingang wird an eine Außenwand verlegt. Durch diesen gelangen die Patienten direkt in die Notaufnahme. Das bisherige Nadelöhr existiert nicht mehr. Die Mauer zu einem der Innenhöfe des Krankenhauses wird eingerissen, wodurch zusätzlicher Platz in der Notaufnahme geschaffen wird. Er wird unter anderem für separate Bereiche für die Triage und die Erstversorgung bzw. Wiederbelebung genutzt. Durch den Umbau wird die Versorgung schneller und für alle Beteiligten angenehmer.

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    Erweiterung der Ausstattung und des Personals

    Parallel dazu investiert das Projekt in die dringend benötigte Ausstattung. Infusionspumpen, Monitore und eventuell auch ein Ultraschallgerät werden vor Ort oder in den USA beschafft. So werden kurze Transportwege sichergestellt. Außerdem investieren wir in die Fortbildung der Mitarbeiter. Ihre Fähigkeit zur Triage und zur systematischen Versorgung der Patienten soll verbessert werden. Hierzu werden zwei spezialisierte Pflegekräfte– wahrscheinlich aus dem Ausland – eingestellt. Sie unterstützen die Mitarbeiter der Notaufnahme für ein Jahr (2018). Dabei geben sie Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten an die Kollegen weiter. Im Anschluss stockt das Krankenhaus auf eigene Kosten das Personal der Notaufnahme um bis zu zwei zusätzliche einheimische Kräfte auf.

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    Schulung der Mitarbeiter

    LandsAid organisiert ein Team aus 3 medizinischen Fachkräften, die zwei Wochen lang die Kollegen aus der Notaufnahme des St. Damien Krankenhauses schulen. Hierbei arbeitet LandsAid mit dem St. Damien Pediatric Collaborative zusammen. Dieser Zusammenschluss verschiedener pädiatrischer Kliniken in den USA unterstützt über das St. Damien Krankenhaus die Entwicklung der Pädiatrie in Haiti.

Mit Father Rick hat das St. Damien Hospital einen lebenden Heiligen als Unterstützer. Er tut so viel für Port-au-Prince. Ich bin froh Ihm helfen zu können.Gaby Breuckmann, Vorstandsmitglied LandsAid e.V.
 
 

Eins der schlimmsten Erdbeben seit Jahrzehnten

Die direkten Folgen des Erdbebens im Januar 2010 waren verheerend: Unzählige Verletzte, 316.000 Tote und eine zerstörte Infrastruktur waren das traurige Ergebnis.

Mit bis zu vier Teams gleichzeitig war LandsAid direkt nach dem Erdbeben in Haiti aktiv und hat in mobilen Kliniken bis zu 600 Patienten täglich versorgt. Die Versorgung der Verletzten des Bebens war dabei nur ein Teil. Da das lokale Gesundheitssystem quasi vollständig zusammengebrochen war, mussten auch diese Patienten aufgefangen werden.

Mit Unterstützung von internationalen Hilfskräften konnte LandsAid im Jahr 2010 knapp 24.000 Menschen behandeln.

Helfen Sie den Kindern des St. Damien Hospital

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Historie

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    Frühjahr 2010

    Erdbeben in der Nähe von Port-au-Prince, Versorgung von knapp 24.000 Patienten in insgesamt fünf Kliniken.

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    Herbst 2010

    Aufbau eines Prothesenprojekts mit angeschlossener Werkstatt zur Herstellung von Prothesen. Alleine in Port-au-Prince benötigten 3.000 bis 4.000 Menschen speziell angefertigte Beinprothesen.

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    Herbst 2010

    Erster Cholera Ausbruch, finanzielle und personelle Unterstützung des Partnerkrankenhauses in Port-au-Prince

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    Winter 2012

    Nach einsetzender Regenzeit und dem Hurrikan Sandy ist eine erneute Cholera Welle ausgebrochen. Das Krankenhaus in der Hauptstadt wurde erneut von LandsAid Mitarbeitern unterstützt.

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    Herbst 2016

    Hurrikan Matthew richtete katastrophale Zerstörung an. Erneut sind Infrastruktur und Gesundheitssystem zusammen gebrochen. Eine dritte Cholera Epedimie droht. LandsAid unterstütze wiederum den Aufbau von mobilen Kliniken über Partnerorganisationen.

Helfen wo sonst Niemand hilft

Die mobile Klinik in der Zeltstadt Tabarre ist zwar erst später eröffnet worden, hat aber dafür eine besondere Rolle unter den von LandsAid betreuten Kliniken. Sie ist die einzige Klinik in Tabarre für knapp 6.000 Menschen. Durch die Unterstützung von Operation Blessing konnte dem gesamten Camp sauberes Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden.

Auch hier hat sich wieder gezeigt, dass neben der akuten Behandlung auch die Ausbildung und die Koordination mit anderen Organisationen elementar wichtig ist. Es wurden lokale Helfer ausgebildet, um die Menschen über Hygiene aufzuklären und den Bedarf an medizinischer Versorgung zu erfassen. So konnte der Ausbreitung von Infektionskrankheiten entgegengewirkt werden.

Durch die regelmäßige Kommunikation mit der WHO, war es möglich einen gezielten Gesundheitsplan für dieses Camp zu erstellen und die Klinik von LandsAid durch eine bedarfsgerechte Medikamentenspende auszustatten.

Die Katastrophe nach der Katastrophe

Das zusammengebrochene Gesundheitssystem, die Unterbringung vieler Menschen auf engem Raum und die oft katastrophalen Hygienebedingungen in den Flüchtlingscamps, haben im Herbst 2010 zum ersten und leider nicht letzten Ausbruch von Cholera geführt.

Zur Unterstützung des lokalen Gesundheitssystems wurde der Einsatz der LandsAid Teams verlängert. Hauptsächlich wurde ein Partner-Krankenhaus von nph Deutschland e.V. in Port-au-Prince unterstützt. Bei einem erneuten Ausbruch von Cholera 2012 wurde das Partnerkrankenhaus wiederum erst personell und dann finanziell unterstützt.

Der Hurrikan Sandy verschlimmerte die Lage noch mal erheblich, so dass bis Ende 2012 knapp 600.000 Menschen an Cholera erkrankten. Ohne die Unterstützung internationaler Hilfsorganisationen gäb es keine Möglichkeit all diese Patienten zu behandeln.