Hunger + Cholera = Tod | LandsAid durchbricht die Gleichung im Jemen

Der Jemen befindet sich momentan in der wohl schlimmsten vorstellbaren Lage. 17 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Nahrung oder Wasser, über 10 Millionen droht der Hungertod. Dazu leidet die Bevölkerung unter der schlimmsten Cholera-Epidemie aller Zeiten. LandsAid lindert durch verschiedene Projekte das Leid der Menschen und konzentriert sich vor allem auf Nahrung und Hygiene, damit die Cholera keine Chance hat!

Aktuelle Situation
Während wir uns in Deutschland auf Ostern vorbereiten, kämpfen Familien im Jemen um das nackte Überleben. Der Krieg hat sich nun auch im Norden weiter ausgedehnt und die Menschen sind nun auch hier auf der Flucht. Ein Ende des Konfliktes ist noch immer nicht in Sicht. Die so dringend benötigten Hilfsgüter kommen nur spärlich ins Land. Die Situation macht die Arbeit für Hilfsorganisationen fast unmöglich. Die Notlage der Jemeniten spitzt sich entsprechend zu. Der Krieg hat die Infrastruktur zerstört, medizinische Versorgung ist kaum vorhanden, Essen und sauberes Wasser sind Mangelware.

Unsere Hilfe
12,5 kg Weizen, 2,5kg Zucker, 2,5 kg Reis und 1L Öl reichen aus, um eine Familie mit 6 bis 9 Menschen eine Woche zu versorgen. Die Nahrung besteht fast ausschließlich aus Kohlenhydraten und Fett, um das Verhungern zu verhindern. An Obst und Gemüse ist derzeit leider nicht zu denken. Wir konnten für 200 Familien und einen Monat genug Essen besorgen. Weitere Lieferungen sind geplant, aber dafür müssen wir zunächst die Mittel (Spenden) einwerben. Sobald es uns möglich ist, werden wir die Familien weiter versorgen können. Eine Woche Nahrung für eine Großfamilie kostet übrigens gerade einmal 20 Euro.
Jetzt gerade bauen wir für eine Schule mit 3.000 Kindern neue Sanitärräume und Wasserstellen. Dadurch verbessern wir die hygienischen Bedingungen maßgeblich und verringern das Ansteckungsrisko für Cholera. Die Kombination aus Mangelernährung und verseuchtem Wasser ist tödlich. Über 40 % der Choleraopfer sind Kinder und Alte, da sie unter dieser Kombination am ehesten leiden. Den Hunger zu bekämpfen und gleichzeitig die hygienischen Bedingungen zu verbessern, ist daher der sinnvollste Ansatz.

Ein Aufruf
Unsere Bemühungen reihen sich in Aktionen und Projekte vieler Hilfsorganisationen und Initiativen ein. Von außen und von innen kämpfen tausende ehrenamtliche Menschen für den Jemen. Tagtäglich gehen Anwohner zu den Menschen, um ihnen unsere Hilfsgüter zu bringen. Sie sind vor Ort und helfen beim Wiederaufbau der Schulen und Krankenhäuser. All diese Menschen versuchen die Lage Jemens zu verbessern. Doch abhängig sind sie – und wir – vom Willen der Staaten, die um die Macht im Jemen kämpfen, von den Vereinten Nationen und schließlich auch von Ihnen. Wir können helfen, wenn Sie uns helfen. Die UN kann Druck aufbauen, wenn Sie über die Situation im Jemen reden, wenn Sie unsere Berichte und Botschaften verbreiten. Dadurch können Sie viele Menschen dazu anregen, sich einzumischen. Momentan schweigen viele Menschen und die Spenden für die vielen Projekte sind zu wenig. Wir bitten Sie daher, sich einzubringen. Reden Sie mit ihren Freunden und Verwandten über die Situation, nutzen sie die sozialen Medien und teilen Sie solche Beiträge. Desto mehr Sie tun, desto eher werden Medien berichten, werden Politiker zum Handeln bewegt, werden Staaten ihre Positionen ändern und werden schließlich Kriege beendet.

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