Hungertod erwartet – wir kämpfen für den Jemen

10.000 Euro verwendet LandsAid e.V. ab sofort, um Kinder und Familien in Sanaa mit Lebensmittel zu versorgen. Laut jüngster Meldung der UN erwartet das Land die größte Hungersnot, die die Welt seit vielen Jahrzehnten gesehen hat. Millionen Tote werden erwartet. Wir tun unser Möglichstes, um das zu verhindern.

Vor allem Essen brauchen die Familien nun dringend im Land. Schon in der Vergangenheit waren die Lebensmittel knapp, da durch den Krieg und die Abschirmung des Landes durch Saudi-Arabien und seiner Allianz, die komplette Infrastruktur zusammengebrochen ist. Die Kosten für Lebensmittel waren bereits sehr hoch und die ärmsten Familien litten darunter.

Doch nun hat die Allianz um Saudi-Arabien eine Blockade aller Häfen und Flughäfen verhangen, die am 22.11.17 nur zum Teil wieder aufgehoben wurde. Hilfslieferungen kommen nur begrenzt ins Land. Dementsprechend erwartet die UN Millionen Tote und die Lebensmittelpreise rasen in die Höhe.

Wir versuchen nun – wie andere Organisationen auch – das Schlimmste zu verhindern. Da wir nicht ins Land gelassen werden, unterstützen wir so gut es geht unseren Partner in der Hauptstadt Sanaa. Die ehrenamtlichen Helfer verteilen für uns Lebensmittel in den schwierigsten Gebieten. Sie kaufen, dort wo es möglich ist, die Lebensmittel ein und verteilen diese unter den hilfsbedürftigsten Familien. In einer ersten Hilfsphase sind es 250 Familien, denen so geholfen werden kann. 20 Euro kostet ungefähr die Versorgung einer typisch jemenitischen Familie mit ca. 6 Personen für eine Woche.

Mit 10.000 Euro können wir ein paar Wochen helfen.

Wir benötigen natürlich für eine längerfristige Hilfe mehr Geld. Deshalb sammeln wir aktuell konzentriert für dieses Essensprojekt Spenden. Das Ziel ist es solange zu helfen, bis wieder Lebensmittellieferungen ungehindert ins Land kommen und die Preise sinken. Erst dann können sich wieder mehr Menschen Essen selbst leisten.

Uns Helfern wird die Arbeit im Jemen stark erschwert. Auch ohne Blockade ist es sehr schwierig in das Land reisen zu können, um vor Ort zu helfen. Wir appellieren daher an die UN sich weiter für die Hilfsorganisationen einzusetzen und uns die Arbeit vor Ort zu ermöglichen. Wir brauchen uneingeschränkten Zugang – personell und in Bezug auf die Lieferungen von Hilfsgütern.

Ein Ende des Konfliktes ist leider nicht in Sicht. Die größte humanitäre Katastrophe der Welt (seit Jahrzehnten) wird wohl noch schlimmer. Mit dem Hunger und der fehlenden Infrastruktur (Wasser, Müllabfuhr, medizinische Versorgung) wird die Cholera sich noch schneller ausbreiten können. Durch Hunger geschwächte Menschen sterben zuerst. Ohnehin trifft es die Wehrlosen – 40 % der Choleratoten sind Kinder und Alte.

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