Mehr Raum für Empowerment-Projekt für syrische Frauen

Ärztin Sabine Hartmann aus Dresden reist für uns nach Izmir und besucht das Empowerment-Projekt unter geflüchteten syrischen Frauen

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Am Samstag, den 02. April durfte unser Projekt in Izmir seinen ersten Geburtstag feiern. Unsere Partnerorganisation 3 Musketiere Reutlingen e.V. hat das Projekt mit der lokalen NGO KEP vor genau einem Jahr implementiert. Sechs Monate lang werden dort die syrischen Frauen im Textilbereich ausgebildet und erhalten im Anschluss die Möglichkeit, an einem Partnerprogramm zur beruflichen Eingliederung teilzunehmen.

Sabine Hartmann war für uns als „Botschafterin“ vor Ort, um sich einen Überblick zu verschaffen und die aktuelle Entwicklung zu eruieren – und zeigte sich nach ihrer Rückkehr sehr beeindruckt:

Das Projekt bietet auf verschiedenen Ebenen große Chancen für die geflüchteten Frauen. Zum einen werden sie im Textilen Handwerk ausgebildet und erhalten damit eine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, zum anderen erlernen sie die türkische Sprache, die enorm wichtig ist für die Integration und das Miteinander, denn auch türkische Frauen sind hier beschäftigt.

Und, als dritte Komponente, werden sie im Empowerment-Bereich in speziellen Workshops gestärkt in ihrer Position als Frau, in ihrem Selbstwert und somit in ihrer Motivation, das Erlernte umzusetzen und damit Geld zu verdienen. So können sie selbstständig und unabhängig von der Hilfe anderer werden und sich und ihren Kindern ein neues Leben bieten.

Bisher läuft das Empowerment-Projekt in kleinem Rahmen äußerst erfolgreich: Fünf der Frauen aus dem vorigen Programm nehmen heute am beruflichen Partnerprogramm teil. Allerdings übersteigt die Nachfrage bei weitem die Kapazitäten. Pro Halbjahr und Kurs gebe es nur sechs Plätze – denen 200 Bewerberinnen gegenüberstehen. Die Nachricht über das Projekt verbreitet sich rasend schnell, etwa über die sozialen Medien. Um noch mehr geflüchtete Frauen in den Kursen unterbringen zu können, ist nun die Entscheidung gefallen, das Projekt auszuweiten. Dafür sind jedoch zusätzliche Räumlichkeiten erforderlich. Nun konnte vor ein paar Tagen ein weiteres Haus nebenan angemietet werden.  Dahin soll nun die Produktionsstätte verlagert werden.

Zugehörige Beiträge

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Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der nationale Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). Bereits seit 1980 unterstützt sie dessen Hilfsprogramme für Flüchtlinge in aller Welt. In ihrer Spendenverwendung handelt sie stets seriös und effizient. Dies wird ihr mit dem Spendensiegel vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bescheinigt.

„Noch vor kurzem mussten die Frauen in unserem Programm vor Krieg, Terror und Gewalt fliehen und suchten ein neues Leben in der Türkei“, berichtet Sabine Hartmann „Hoffnung und eine Perspektive fanden sie in unserem KEP-Projekt. Leider sind es bisher aber nicht allzu viele Frauen, denen eine solche Möglichkeit zuteilwird. Jede Hilfe ist daher wichtig, damit unser Projekt weiter aufgebaut werden kann und wir noch mehr geflüchteten Frauen eine Chance bieten können.“

Denn im Gegensatz zu den tausenden Geflüchteten aus der Ukraine, denen gerade eine enorme Solidarität und Unterstützung zu Teil wird, müssen andere Geflüchtete seit Langem um Unterstützung kämpfen. Für einen Großteil von ihnen hat sich die Situation seit Jahren nicht verbessert. Wir sind unendlich dankbar, dass sich für tausende Menschen aus der Ukraine quasi über Nacht alle Grenzen geöffnet haben, aber wir dürfen diejenigen nicht vergessen, die seit Jahren unter katastrophalen Bedingungen ausharren müssen

Das Projekt wird auch gefördert von Aktion Deutschland Hilft (ADH). LandsAid ist seit 2012 Mitglied in dem Bündnis der Hilfsorganisationen.

Derzeit leben in der Türkei über 3,6 Millionen syrische Flüchtlinge, fast 150.000 davon in und um Izmir. Sie versuchen, sich in ein Land zu integrieren, das bereits mit sozioökonomischen Belastungen und politischen Spannungen zu kämpfen hat. Es ist schwer für sie, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Viele von ihnen haben auf der Flucht ihren Ehemann, ihre Familie und ihr gesamtes soziales Unterstützungsnetzwerk verloren und sind nun mit der Versorgung ihrer Familien auf sich allein gestellt. Während sich die Frauen früher oft vor allem um den Haushalt und die Kinder gekümmert haben, müssen sie sich jetzt um alle Belange ihrer Familien kümmern, einschließlich der finanziellen Unterstützung. Fast 90 Prozent der syrischen Frauen in der Türkei sind jedoch arbeitslos. Es besteht daher ein großer Bedarf an Bildungs- und Empowerment-Zentren, die Ausbildungen und Workshops anbieten, um diese Frauen dabei zu unterstützen, Teil des Arbeitsmarktes zu werden.

Etwa 75 Prozent aller in der Türkei lebenden syrischen Geflüchteten sind Frauen und Kinder. Viele der Frauen haben ihren Ehemann im Krieg verloren und sind nun alleine mit ihren Kindern. Ohne Ausbildung oder Beruf ist es extrem schwer für sie, Fuß zu fassen und für die Versorgung ihrer Familien aufzukommen. Arbeitslosigkeit und finanzielle Nöte führen zudem oft in soziale Isolation. Das Empowerment-Projekt schafft eine interkulturelle Plattform, über die die geflüchteten Frauen ihr Selbstbewusstsein stärken und Eigenverantwortlichkeit erlangen können. Sie sollen selbstständig und unabhängig von der Hilfe anderer werden, um sich und ihren Familien ein neues Leben bieten zu können.

Ihr Ansprechpartner

Kathrin Müller

  • +49 8191 4287 832

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O-Töne zweier Spender

(Stephanie J., spendete 100€ für Haiti)
„Die Mitarbeiter von LandsAid e.V. konnte ich in Seminare für die Ausbildung für humanitäre Einsatzkräfte erleben und dadurch einen Einblick in die Projektarbeit gewinnen und das Herzblut, in das die Menschen hineinstecken. LandsAid ist eine Organisation, die wirklich lohnenswert ist und jedweder Unterstützung bedarf. Diese Menschen leisten eine großartige und ehrliche Arbeit, die auch sehr gut transparent gemacht wird! Auch in Newsletter werden die Menschenschicksale und die Arbeit des medizinischen Teams auf eine humane und liebevolle Art erzählt.“

(Iris M., spendete 50€ für Haiti)
Bei Seminaren für Einsatzkräfte habe ich Lands Aid als seriöse und vor allem sehr kompetente Organisation kennen gelernt. In Zusammenarbeit mit Apotheker ohne Grenzen, bei der ich Mitglied bin, wurden sehr erfolgreiche Projekte durchgeführt. Da ich Dr. Hettel beruflich kenne, habe ich volles Vertrauen in das Gelingen dieses Projekts. Hier kommt die Spende 1 : 1 an.

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2022-09-25T05:54:06+00:00
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