Jemen_Interview mit einer Siebenjährigen

Fatima träumt davon, Lehrerin zu werden

Fatima, ein siebenjähriges jemenitisches Mädchen, lebt mit ihrer achtköpfigen Familie in Sanaa, der Hauptstadt des Jemen. Ihre Familie ist wegen der massiven Kämpfe in ihrem Dorf in Hajjah vor zwei Jahren hierher vertrieben worden. Seit 2016 tobt hier der Krieg.

Die Zustände sind katastrophal – es fehlt an allem: Nahrung, Zugang zu sauberem Wasser, Bildung und Sicherheit. Fatima und ihre Geschwister gehen nicht zur Schule. Ihre Familie kann sich Schulbildung, wie viele andere vertriebene Familien, nicht leisten. Stattdessen arbeitet Fatima zusammen mit ihrem Vater und wäscht Autos in den Straßen von Sanaa. In seinem alten Leben in Hajah war ihr Vater in der Landwirtschaft tätig – wie die meisten Menschen in ländlichen Gebieten im Jemen. Nun verdient er als Autowäscher für acht Stunden Arbeit vier US-Dollar. Seine Tochter arbeitet genauso viel und erhält dafür etwa zwei US-Dollar. Aber Fatima wünscht sich nichts mehr, als – wie andere Kinder auf der Welt auch – zur Schule zu gehen. Sie träumt sogar davon, Lehrerin zu werden!
Durch unsere verschiedenen Projekte im Jemen unterstützen wir die Menschen, die noch nicht in die Hauptstadt Sanaa geflohen sind, sondern in ihren Dörfern ausharren und hier um ihr Überleben kämpfen, aber auch die bereits nach Sanaa geflüchteten Familien – wie die von Fatima.

kurzes Interview mit Fatima

Hier das Interview im Wortlaut. Es wurde von unserem lokalen Partner in Sanaa geführt. Die Beiden waren gerade bei der Arbeit. Wir sind ihnen sehr dankbar, dass sie sich kurz für uns Zeit genommen haben.


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