Helfen trotz Bomben im Jemen

JEMEN – EIN AUSGEZEHRTES LAND

CHOLERA UND HUNGERSNOT ALS RESULTAT DES KRIEGES – LANDSAID HILFT

Seit 2015 fallen die Bomben auf die Stadt Sanaa im Jemen. Durch den Konflikt der Houthi mit der jemenitischen Regierung – unterstützt durch eine Allianz unter der Führung Saudi-Arabiens – liegt das Land in Trümmern. Die UN spricht mittlerweile von der weltweit größten humanitären Katastrophe. Die schlimmste Hungersnot seit Jahrezehnten wird erwartet. Derzeit blockiert die Allianz jegliche Hilfslieferung und keine Helfer werden mehr ins Land gelassen. Infolge dessen rechnet die UN mit Millionen Toten in den nächsten Wochen. Wir stehen stündlich in Kontakt mit unserem Partner vor Ort.

In Sanaa, also der Hauptstadt, die regelmäßig bombardiert wird, gibt die HND (Human Needs Development) mit vielen ehrenamtlichen Helfern ihr Bestes, um Cholera und Hunger zu bekämpfen. Sie versuchen für uns das Schlimmste zu verhindern. Sobald es einen Weg in das Land gibt, senden wir ein eigenes, medizinisches Team. Solange das nicht geht, werden wir die Gelder sammeln, die unser Partner nicht hat.

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Wir finanzieren Lebensmittel und Cholera-Kits, um den Menschen in diesem Land beim Durchhalten zu helfen. Das wird immer schwieriger, weil die Lebensmittel aufgrund der Blockade immer knapper und teurer werden. Helfen Sie uns also so gut sie können, um die Menschen im Jemen vor dem Tod zu retten. Derzeit ist es so dramatisch, wie hier beschrieben und die Situation wird sich in naher Zukunft leider nicht ändern.


So werden die Spenden verwendet

HINTERGRUND


Seit 2015 befindet sich das Land in einem Krieg. Die Huthis beanspruchten seit 2004 mehr Macht im Jemen. Sie sind eine schiitische Gruppierung, die sich gegen die jemenitische Regierung unter Abed Rabbo Mansur Hadi auflehnte. Seit 2015 erkämpften sie sich die ehemalige Hauptstadt Sanaa und 9 von 21 Provinzen des Landes. Hadi musste fliehen und ernannte die Hafenstadt Aden zur neuen Hauptstadt. Als auch dort die Huthi – Milizen angriffen, floh Hadi nach Saudi-Arabien. Unter der Führung Saudi-Arabiens bildete sich 2015 eine Allianz, die nun gegen die Huthis Krieg führte. Sie stationierte Truppen in Aden und führt seitdem von dort aus vor allem Luftangriffe auf Huthi-Stellungen. Besonders intensiv wurde hierbei auch Sanaa bombardiert. Ziel sei vor allem die Vernichtung möglicher ballistischer Raketen, mit dem die Huthis Städte in Saudi-Arabien angreifen sollen.

Der Erfolg einer solchen Maßnahme wird jedoch von vielen Institutionen und Organisationen bezweifelt. Stattdessen wird jedoch massiv die Bevölkerung in Mitleidenschaft gezogen. Viele Krankenhäuser wurden beispielsweise Opfer der Luftangriffe. 10.000 Zivilisten starben durch den Konflikt. Noch mehr Opfer wird jedoch die Blockade der Allianz fordern. Lebensmittel, Hilfsgüter oder auch Benzin können nur bedingt bis überhaupt nicht in das Landesinnere geliefert werden.

Die Huthis haben zudem keine finanziellen Mittel, um die Infrastruktur des Landes aufrecht zu halten. Es gibt kaum ärztliche Versorgung, der Müll liegt auf den Straßen und verunreinigt das Trinkwasser, Lebensmittel werden immer knapper und all das führte zu einer Cholera-Epidemie, die tausende Opfer schon gefordert hat. Vor allem unterernährte Kinder, Kranke und Alte sterben vermehrt an Cholera.

Die Grenzen im Konflikt zwischen den Huthis und der Allianz unter Saudi Arabien bewegen sich derzeit kaum. Die Allianz hält Sanaa und die Gebiete der Huthis weiter im Würgegriff, um eine Einflussnahme des Irans im Jemen zu verhindern. Das Land ist völlig destabilisiert und internationale Hilfe ist nur bedingt möglich. Es muss schnell eine Lösung gefunden werden. Nur ein Waffenstillstand und eine Öffnung des Landes für die Hilfe kann die Menschen noch retten. Je länger der Konflikt militärisch andauert, desto größer wird das Ausmaß der Katastrophe werden.