Jemen – Hilfe durch Verteilung von warmer Kleidung

Hilfe durch Kleidung für Familien im Jemen erfolgreich

Die Bevölkerung im Jemen leidet unter dem jahrelangen Bürgerkrieg. Wir leisten Hilfe durch die Verteilung von Kleidung an Flüchtlinge.

„Die Familien waren so glücklich, die Winterpakete zu erhalten!“ berichtet Adel Hashem, Geschäftsführer von Human Needs Development , unserer Partnerorganisation im Jemen. „Als sie erfahren haben, dass wir Ihnen mit warmer Kleidung durch den Winter helfen wollen, haben sie sich so gefreut.“ Hashem berichtet hier beispielhaft von zwei Familien – zwei Familien von 500, die wir mit unserer ersten Verteilungsaktion erreicht haben.

Geflüchtete im Jemen leiden unter der Kälte

Mit Unterstützung unseres Partners und vieler ehrenamtlicher Helfer haben wir Pakete mit wärmender Kleidung – Jacken, Handschuhe, Thermalunterwäsche – an besonders bedürftige Familien in Dhamar und Sanaa verteilt.

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Zuvor hatten diese Familien nichts, um sich vor den winterlichen Temperaturen zu schützen. Sie verfügen auch nicht über die entsprechenden finanziellen Mittel, um sich warme Kleidung leisten zu können. „Viele Menschen hier haben keinerlei Einkommen,“ sagt Adel. „Daher tragen sie sommers wie winters oft die gleiche Kleidung, meist leichte Sommerbekleidung.“ Das sei billiger. „Warme Winterkleidung ist halt zu teuer.“

Aber auch im Jemen kann es im Winter sehr kalt werden. Viel zu kalt, um in leichter Kleidung und offenen Schuhen oder gar barfuß draußen umherzulaufen. Besonders in der Umgebung von Dhamar, der kältesten Region im ganzen Jemen, leiden die Geflüchteten unter den niedrigen Temperaturen.

Warme Kleidung für 500 vor dem Krieg geflüchtete Familien

Am 6. Januar fand die Verteilung von Winterbekleidung in Dhamar statt, am 20. Januar in Sanaa. Mit dieser ersten Verteilungsaktion haben wir 500 Familien erreicht – 250 in jeder der beiden Städte. Das sind insgesamt 2.814 Personen. In einer zweiten Verteilungsaktion sollen zudem 1.000 Kinder in Sanaa und Dhamar mit warmer Kleidung ausgestattet werden.

Die meisten Familien und Kinder, denen wir hier helfen, sind Binnenflüchtlinge, die vor den Kriegshandlungen in der Küstenstadt Hodeidah fliehen mussten. Sie wurden vertrieben, haben keine Arbeit, kein Geld, zu wenig zu essen – und müssen sich nun auch noch mit der Corona -Pandemie und der winterlichen Kälte auseinandersetzen.

Von 60 Euro im Monat leben

Die Familie Fatima Mohammed Ali zählt sieben Mitglieder – Vater, Mutter, drei Töchter, Manal, Arwa und Yasmeen, und zwei Söhne, Ali und Hussain. Der Vater arbeitet als Farmer. Er bekommt ein Monatsgehalt von 60 Euro. Davon muss er die ganze Familie ernähren. Sie alle leben in nur einem einzigen Raum, der sie circa 30 Euro Miete im Monat kostet.

Die jedoch konnten sie seit mindestens sechs Monaten nicht mehr bezahlen, weil ihr Geld kaum für Nahrung reicht, geschweige denn für neue Bekleidung. Nun sind sie sehr glücklich, wärmende Winterkleidung erhalten zu haben und zumindest nicht mehr frieren zu müssen.

Zu acht in einem Raum

Familie Aiyman Jabbir ist achtköpfig: Vater und Mutter, drei Töchter und drei Söhne. Der jüngste Sohn Saleh leidet an Gehirnatrophie (Hirnschwund). Die Familie kann sich noch nicht einmal die Medizin für Saleh leisten, für die Bedürfnisse der übrigen Familienmitglieder bleibt erst recht nichts übrig. Keiner von ihnen hat Arbeit.

Sie sind von der Hilfe ihrer Nachbarn abhängig, um überleben zu können. An einigen Tagen essen sie nur ein oder zwei Mahlzeiten pro Tag, weil sie einfach kein Geld haben, sich mehr Lebensmittel zu kaufen. Auch sie leben in nur einem Raum und können kaum die Miete zahlen. „Dennoch fühlen wir uns nun ein wenig besser“, sagt die Mutter. „Denn immerhin ist uns mit der Winterkleidung warm.“

Das Projekt wird gefördert von Aktion Deutschland Hilft (ADH). LandsAid ist seit 2012 Mitglied in dem Bündnis der Hilfsorganisationen.