Warme Kleidung für bedürftige Familien aus Sanaa und Dhamar (Jemen)

Winterhilfe für den Jemen

Warme Kleidung für bedürftige Familien aus Sanaa und Dhamar

Der Winter nähert sich in großen Schritten. Für die Menschen im Jemen bedeutet das, dass sie neben Kriegshandlungen, Vertreibung, Hungersnot, Krankheitsausbrüchen und Covid-19 nun auch gnadenlos den klimatischen Bedingungen und einem harschen Winter in ihrem Land ausgesetzt sind. Doch wie soll man in den winterlichen Temperaturen ohne Kleidung und ohne Schuhe überleben? Um den Menschen hier zu helfen, verteilen wir Kleidungspakete an 500 binnenvertriebene Familien – rund 1.000 Erwachsene und 2.000 Kinder – aus Sanaa und Dhamar.

Weder sind die hierher geflohenen Menschen solch niedrige Temperaturen gewohnt, noch verfügen sie über die finanziellen Mittel, um sich warme Winterkleidung kaufen zu können. Sie können sich nicht vor der bevorstehenden Kälte schützen. Die Folge: wetterbedingte Erkrankungen, die vor allem bei den schon geschwächten und oft unterernährten Kindern zu schweren Verläufen bis hin zum Tod führen könnten.

Das möchten wir verhindern. Direkt vor Ort werden von unserem lokalen Partner, der Organisation Human Needs Development, und Helfern Winterkits mit warmen Jacken, Handschuhen, Thermalunterwäsche und dicken Socken verteilt. Damit soll für die bedürftigen Familien zur Verbesserung der Lebensqualität beigetragen und Krankheiten vorgebeugt werden.

Die sich täglich zuspitzende Covid-19-Situation im Jemen wirkt jedoch erschwerend auf das aktuelle Projekt. Eine Ausgangssperre etwa könnte es unserem lokalen Partner unmöglich machen, die Hilfsgüter zeitnah zu verteilen. Wir versuchen trotz allem, möglichst vielen Menschen, besonders Kindern, schnellstmöglich zu helfen. In ihren Unterkünften haben sie kaum Schutz vor der beißenden Kälte. Knapp 12 Euro kostet ein Bekleidungsset für ein Kind – und es kann lebensrettend sein. Lassen Sie uns die Menschen hier nicht vergessen. Bleiben wir solidarisch.

Hintergrund

Tausende Familien aus der Küstenregion Hodeidah flohen aufgrund der bewaffneten Konflikte in andere Regionen des Landes. Die in Hodeidah herrschenden milden Temperaturen während der Wintermonate lassen sich nicht mit dem Klima in anderen Teilen des Landes vergleichen. Die Hauptstadt Sanaa, in die viele Binnenvertriebene geflohen sind, zeichnet sich durch sehr niedrige Temperaturen im Winter aus. Auch in Dhamar, eine der kältesten Regionen des Jemen, mit Temperaturen deutlich unterhalb des Gefrierpunktes, befinden sich viele Binnenvertriebene.

Neben konstanten Nahrungsmittelverteilungen, einem mehrstufigen Berufsbildungsprojekt sowie dem Bau von Klassenzimmern und sanitären Einrichtungen in einer Schule ist das aktuelle Winterprojekt eine weitere Säule in der LandsAid-Jemen-Hilfe.

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