Syrische Flüchtlinge in Jordanien

 
 
 

Bild: Orthodoxe Initiative (Partner)

 

SYRISCHE FLÜCHTLINGE

SIE HABEN ALLES VERLOREN – DOCH DIE HOFFNUNG BLEIBT

Derzeit bombardieren die Truppen von Assad und Putin Ost-Ghuta in Syrien. Schon über 1.500 Tote Zivilisten wurden gezählt. Wir waren bis zum 3. März 2018 an der syrischen Grenze in Jordanien, um Flüchtlinge aus Ost-Ghuta zu besuchen. Anwälte, Unternehmer, Farmer, Apotheker, Lehrer oder Studenten haben wir getroffen, die auf der Flucht vor dem Krieg alles verloren haben – oft auch ihre Eltern, Söhne, Töchter und Freunde. Sie versuchen zu überleben und arbeiten illegal für einen Hungerlohn auf Farmen in Jordanien. Sie ziehen wie Nomaden von Farm zu Farm und bauen ihre Zelte auf. Wasser und Essen sind knapp, die Verwandten weit weg…

Unser Partner, die Orthodoxe Initiative in Jordanien, leistet schon unglaubliche Arbeit. Sie liefern Essen und Trinken an tausende Familien aus, bauen Gemeinschaftszelte und gestalten den Unterricht der Kinder. Es reicht jedoch hinten und vorn nicht.

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Gerade im Bereich der medizinischen Versorgung ist noch viel zu tun. Die wilden Camps der Flüchtlinge liegen an der syrischen Grenze, abseits der Städte. Mitten in den Wüstenlandschaften ist der Weg zum Krankenhaus weit und schwer. Wir bereiten jetzt schnell konkrete erste Projekte vor, um das zu ändern. Doch dafür brauchen wir auch Ihre Hilfe.

Bild: Orthodoxe Initiative


So werden die Spenden verwendet

HINTERGRUND


Seit 2011 ist das Land in einem Krieg versunken. Angefangen hat alles mit den demokratischen Bewegungen in Tunesien und Ägypten (Arabischer Frühling). Die Opposition in Syrien rief immer wieder zu Demonstrationen auf, doch dies Anfangs erfolglos. Erst das harte Vorgehen der Polizei gegen Jugendliche und Kinder in einigen Städten brachte immer mehr Menschen auf die Straße. Machthaber Assad reagierte mit weiterer Härte und die Spirale der Gewalt und des Unmutes nahm seinen Lauf…

Schnell formierten sich verschiedene Rebellengruppen, die nun im Land um die Macht kämpften. Gemäßigte Oppositionelle, islamistische Gruppierungen und Kurden versuchten ihre Einflussgebiete auszubreiten. Assads Truppen kämpften an verschiedenen Fronten, wodurch im Land zunehmend ein Machtvakuum entstand. Der Islamische Staat nutze diese Chance und intervenierte vom Irak aus in Syrien. Schnell eroberten die Terroristen große Teile des Landes. Die Situation ist völlig außer Kontrolle geraten.

Gegen den IS formierte sich eine Allianz unter der Führung Amerikas. Sie flogen nun Luftangriffe auf Stellungen des IS. Russland unterstützte die Truppen Assads, um offiziell gegen IS-Stellungen vorzugehen. Doch hat das russische Militär auch Angriffe gegen Rebellengruppen geführt.

Als letzte Nation griff schließlich auch die Türkei mit eigenem Militär ein. Anfangs, um offiziell des IS zu bekämpfen. Dabei beschossen sie jedoch auch immer wieder Kurdengebiete. Mittlerweile greifen sie ganz offen die Kurden an, um deren Einflussgebiet zu verringern.

Viele andere Nationen unterstützen die unterschiedlichen Gruppen in Syrien mit Waffen und Material. Seit Beginn des Krieges sind eine halbe Million Menschen getötet wurden. Über 12 Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Auch wenn der IS stark zurückgedrängt wurde, so wird der Krieg so schnell nicht enden. Zu unterschiedlich sind die Interessen der Parteien. Solange die Waffen nicht ruhen, ist an einen Wiederaufbau noch nicht zu denken.