Syrische Flüchtlinge in Jordanien

 
 
 

Bild: Orthodoxe Initiative (Partner)

 

SYRISCHE FLÜCHTLINGE

SIE HABEN ALLES VERLOREN – DOCH DIE HOFFNUNG BLEIBT

Seit März 2018 sind wir nun an der syrischen Grenze und versorgen Geflüchtete aus Ost-Ghuta – vor allem mit Trinkwasser, dem Bau von Filteranlagen und mit Erster Hilfe – Schulungen. Sie leben an der Grenze in wilden Camps und versuchen in der Nähe ihrer Heimat zu bleiben. Um zu überleben, arbeiten sie für einen Hungerlohn auf Farmen in der Wüste. Doch der Stundenlohn von nur 1 JOD (ca. 1,20 Euro) reicht nicht, um die hohen Lebenskosten zu decken. Jordanien ist ähnlich teuer, wie Deutschland. Deswegen benötigen sie unsere Hilfe, bis sie zurück in ihre Heimat können. Neben der Grundversorgung versuchen wir zudem durch Sport und Bildung neue Perspektiven zu schaffen…

Mit dem VfL Kaufering lieferten wir 40 Trikots und Fußbälle an die Grenze zu den Kindern. Diese organisierten sofort ein kleines Fußballturnier und spielten drauf los. Der Sport riss die Kinder sofort aus dem Camp-Alltag. Von diesem Eindruck angetrieben, versuchen wir nun in Jordanien eine Sport-Akademie zu schaffen – einem Ort, wo Kinder und Jugendliche aller Nationen und Religionen zusammenkommen dürfen und gemeinsam durch den Sport verbunden sind. An diesem Ort sollen weiterführende Kurse angeboten werden, die über den Sport hinausgehen. In einem zweiten Schritt ist eine Akademie das Ziel, indem die Jugendlichen eine zusätzliche Qualifizierung für den Arbeitsmarkt erwerben können. Der Spaß am Sport führt so zu mehr Bildung und besseren Zukunftschancen. Das ist unsere Vision, die weit über die derzeitige Versorgung hinausgeht. Mit dem VfL Kaufering versuchen wir nun Stück für Stück die finanzielle Grundlage hierfür zu schaffen – beispielsweise mit einen Benefizturnier in Kaufering.
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Wir planen den Menschen weiterhin durch Wasser, Nahrung und medizinische Hilfe bei Seite zu stehen. Doch wollen wir vor allem den Kindern durch Sport und Bildung Hoffnung geben. Unterstützen Sie uns hierbei durch Ihre Spende!

Bild: Orthodoxe Initiative


So werden die Spenden verwendet

HINTERGRUND


Seit 2011 ist das Land in einem Krieg versunken. Angefangen hat alles mit den demokratischen Bewegungen in Tunesien und Ägypten (Arabischer Frühling). Die Opposition in Syrien rief immer wieder zu Demonstrationen auf, doch dies Anfangs erfolglos. Erst das harte Vorgehen der Polizei gegen Jugendliche und Kinder in einigen Städten brachte immer mehr Menschen auf die Straße. Machthaber Assad reagierte mit weiterer Härte und die Spirale der Gewalt und des Unmutes nahm seinen Lauf…

Schnell formierten sich verschiedene Rebellengruppen, die nun im Land um die Macht kämpften. Gemäßigte Oppositionelle, islamistische Gruppierungen und Kurden versuchten ihre Einflussgebiete auszubreiten. Assads Truppen kämpften an verschiedenen Fronten, wodurch im Land zunehmend ein Machtvakuum entstand. Der Islamische Staat nutze diese Chance und intervenierte vom Irak aus in Syrien. Schnell eroberten die Terroristen große Teile des Landes. Die Situation ist völlig außer Kontrolle geraten.

Gegen den IS formierte sich eine Allianz unter der Führung Amerikas. Sie flogen nun Luftangriffe auf Stellungen des IS. Russland unterstützte die Truppen Assads, um offiziell gegen IS-Stellungen vorzugehen. Doch hat das russische Militär auch Angriffe gegen Rebellengruppen geführt.

Als letzte Nation griff schließlich auch die Türkei mit eigenem Militär ein. Anfangs, um offiziell des IS zu bekämpfen. Dabei beschossen sie jedoch auch immer wieder Kurdengebiete. Mittlerweile greifen sie ganz offen die Kurden an, um deren Einflussgebiet zu verringern.

Viele andere Nationen unterstützen die unterschiedlichen Gruppen in Syrien mit Waffen und Material. Seit Beginn des Krieges sind eine halbe Million Menschen getötet wurden. Über 12 Millionen Menschen sind auf der Flucht.

Auch wenn der IS stark zurückgedrängt wurde, so wird der Krieg so schnell nicht enden. Zu unterschiedlich sind die Interessen der Parteien. Solange die Waffen nicht ruhen, ist an einen Wiederaufbau noch nicht zu denken.