Absage Indonesien Projektreise – Wiederaufbau wird jedoch fortgeführt

Absage Indonesien Projektreise – Wiederaufbau wird jedoch fortgeführt

Einreisebeschränkungen sowie Reiseunsicherheiten lassen die geplante Projektreise am Samstag, 14.03.20 nicht zu

Kathrin Müller, Leitung Finanzen LandsAid e.V.

Die geplante Projektreise nach Indonesien am 14. März 2020 kann unsere Mitarbeiterin Kathrin Müller leider nicht antreten. Ihre Reise sollte nach Palu führen, der Hauptstadt der Provinz Central Sulawesi in Indonesien. Dort wollte sie sich ein Bild von unseren Projekten machen. Derzeit werden jedoch Reisende aus Europa in Indonesien – teils ohne begründeten Verdacht – 14 Tage in medizinische Einrichtungen gebracht und festgehalten (Corona-Quarantäne). Auch sind bei kleinstem Verdacht (Schnupfen) Weiterflüge gefährdet. Die Projektreise soll durchgeführt werden, wenn das Reisen wieder ohne Einschränkungen möglich ist.

Seit dem verheerenden Erdbeben im September 2018 unterstützen wir gemeinsam mit einer lokalen Partnerorganisation das durch die Katastrophe schwer gebeutelte Land.

Direkt nach dem schlimmen Beben ging es um notfallmedizinische Soforthilfe und Verteilung von Hygienekits. Aber später lag der Fokus auf einer langfristigen und nachhaltigen Unterstützung. Nach der Katastrophe war die Infrastruktur in vielen Regionen stark zerstört. Komplette Dörfer wurden von Hauptstraßen abgeschnitten, was nach dem Erdbeben die Versorgung der notleidenden Menschen massiv erschwerte. Häuser und auch Gesundheitseinrichtungen wurden schwer beschädigt oder zerstört. Es gab und gibt also viel zu tun, um all das wieder aufzubauen.

Derzeit bauen wir ein Gesundheitscenter auf, das die Menschen in der Umgebung versorgen kann. Circa 2.600 Menschen werden davon unmittelbar profitieren. Bislang müssen Kranke oder Schwangere in die nächste Stadt gelangen, um sich behandeln zu lassen. Zu Fuß ist das zu weit, mit einem Transportmittel zu teuer – was dazu führt, dass die Menschen einfach nicht zur Behandlung gehen oder Schwangere ihre Vorsorgeuntersuchungen nicht wahrnehmen. Wir möchten sicherstellen, dass die Menschen sich wieder regelmäßig untersuchen und vor allem rechtzeitig behandeln lassen, um Schlimmeres zu vermeiden.

Es fehlt jedoch noch die Ausstattung mit medizinischen Geräten – etwa Blutdruckgeräte, Blutzuckermessgerät, Waage, chirurgische Sets. Zudem benötigt es noch eine entsprechende Innenausstattung – wie beispielsweise Tische, Schränke, Ventilatoren. Auch diese Finanzierungen übernehmen wir und könnten dabei noch Hilfe gebrauchen.

Neben der Gesundheitsstation planen wir derzeit den Wiederaufbau einer Secondary School mit ca. 100 Kindern zwischen 13 und 15 Jahren. Hier wollte Kathrin Müller vorbereitende Gespräche führen. Das werden wir nun über die Telefon und Skype bewerkstelligen. Jedoch können die gespendeten Schulmaterialien, für die Frau Müller noch Anfang der Woche aufrief, erst einmal nicht für die Kinder in Palu ausgeliefert werden. Auch diese Sachspenden nehmen wir später mit, daher bitte weiterhin die Buntstifte, leeren Schulhefte und Wasserfarbkästen vor die Tür unseres Büros (Dr.-Gerbl-Straße 48, Kaufering) in die Kiste legen. Alles wird halt etwas später ankommen.

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