Maniok-Plantagenprojekt in Kenia – Interview

Mit Maniok Ernährung und Existenzen sichern

Interview mit Jasper Malone

Mit Jasper Malone, Projektmanager unserer Partnerorganisation CIVS, haben wir über neue Aktivitäten, Veränderungen und Besonderheiten unseres Maniok-Projektes gesprochen.

Worauf zielt das Maniok-Projekt ab?

Unser Projekt trägt vor allem dazu bei, die Ernährungssicherheit in den begünstigten Haushalten zu verbessern – insbesondere jetzt, da Kenia einen Anstieg der Lebensmittelpreise zu vermelden hat. Da sich die Kosten für Mais, Reis und Weizen verdoppelt haben, nutzen die Familien die Maniokproduktion, um ihre Grundnahrungsmittel zu ergänzen. Das Maniok-Projekt dienst ebenso der wirtschaftlichen Stärkung von Frauen, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen, da auch sie an Schulungen zur Wertschöpfungskette im Maniokanbau teilnehmen und nun ihre eigenen kleinen Unternehmen auf den lokalen Märkten von Ahero und Awasi gründen.

Inwieweit sind schon Erfolge spürbar?

Besonders die Ernährung der Kinder begünstigter Frauen hat sich wesentlich verbessert, da sie mehr Nährstoffe aus dem Maniokbrei und dem Ugali (Getreidebrei aus Mais) erhalten, die wir zudem mit weiteren gesunden Nahrungsmitteln wie Hirse und Sorghum kombinieren. Das trägt dazu bei, den Ernährungsstatus und das Immunsystem der Kinder zu stärken. Dadurch verringert sich wiederum die Zahl von Krankenhausbesuchen und es wird eine gesunde Lebensgrundlage geschaffen, die eine nachhaltige Zukunft im Bezirk Kisumu ermöglicht.

Was hat sich im Laufe des Projektes geändert? Und was hat sich durch das Projekt verändert?

Zu Beginn war die Zahl der Frauen, Jugendlichen und Menschen mit Behinderungen, die in Kisumu eine selbstständige Tätigkeit ausübten, sehr gering. Das hat sich nun, dank unseres Projektes, geändert.

In der Projektregion gab es zuvor keinerlei Infrastruktur für die Verarbeitung von Agrarprodukten, insbesondere der von Maniok. Der Bau des Maniok-Lagers in Ahero, die Installation von Anlagen für die Produktverarbeitung und auch die Schulungen zur Verarbeitung und Vermarktung von Agrarprodukten haben dazu beigetragen, die sozioökonomische Entwicklung der Region deutlich zu verbessern.

Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Das Besondere an unserem Maniok-Projekt ist, dass Menschen mit Behinderungen in die Ausbildung aufgenommen wurden und ihnen geholfen wurde – auch dabei, Zugang zu Finanzdienstleistungen zu erhalten. Dazu hatten sie bisher nie die Möglichkeit. Einige von ihnen betreiben mittlerweile kleine Unternehmen, die ihnen helfen, unabhängig zu sein und die zum Teil diskriminierende Haltung der Gesellschaft ihnen gegenüber zu verringern.

Das Projekt wird finanziert aus Mitteln von Aktion Deutschland Hilft (www.aktion-deutschland-hilft.de ), dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (https://www.bmz.de/de) und natürlich durch Ihre Spende – vielen Dank dafür!

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Nahrungssicherheit

Nicht nur für die Beseitigung des Hungers, sondern auch für die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Einkommensgenerierung für die bedürftigen setzen wir uns mit diesem Projekt ein.

1.250 Menschen aus Kisumu County, vor allem Frauen, junge Leute und Menschen mit Behinderung werden direkt von den Maßnahmen profitieren. Indirekt erreichen wir damit sogar 7.500 Mitglieder der Community.

Helfen Sie mit Ihrer Spende, weitere Projekte in Kenia umzusetzten!