Jemen: Leichter lernen in neuen Klassenzimmern

LandsAid-Schulbau-Projekt im Jemen: Neue Klassenzimmer und sanitäre Einrichtungen für Schulkinder in Dhamar.

Vernünftige Beschulung, Schutz vor äußeren Widrigkeiten und Verbesserung der hygienischen Bedingungen: Gemeinsam mit ihrem lokalen Projektpartner Human Need Development und der finanziellen Unterstützung von Aktion Deutschland Hilft hat die Kauferinger Hilfsorganisation LandsAid e.V. ihr Schulbauprojekt im Jemen erfolgreich abgeschlossen. Für die Saddam Hussein Schule im ländlich gelegenen Dhamar, 250 km von der Hauptstadt Sanaa im kriegszerrütteten Jemen entfernt, sind neue Klassenzimmer gebaut und eingerichtet sowie dringend benötigte sanitäre Einrichtungen errichtet worden.

Mehr als ein Viertel der Kinder in Dhamar sind Geflüchtete aus Hodeidah, die mit ihren Familien den dortigen Kämpfen entkommen wollten. Die Lehrer dort unterrichten schon seit langer Zeit unentgeltlich, da keine Gehälter mehr bezahlt werden können. Obwohl die Temperaturen in Dhamar im Winter bis auf zwei Grad sinken können, kommen die Schülerinnen und Schüler fast immer zur Schule, weil sie etwas lernen möchten.

Aus Wellblechbaracken werden Klassenzimmer
„Die Schule bestand aus sechs ‚Klassenzimmern‘ – die sich jedoch als Wellblechbaracken ohne Stühle, Tische und teilweise ohne Tafeln erwiesen“, berichtet LandsAid Geschäftsführer Sven Weber. „Für die siebte bis neunte Schulklasse gab es einfach keine Räume, die Kinder wurden auch bei Regen und Kälte draußen unterrichtet. Zudem waren weder funktionierende Toiletten noch Waschbecken vorhanden. Das wollten wir ändern und die Situation für alle verbessern.“

Und so begannen im Juni dieses Jahres die Bauarbeiten. Zunächst musste das Fundament gelegt und die benötigten Materialen vor Ort beschafft werden. „Abenteuerlicher, als man es erwarten würde, war es, die 180 Tische und Stühle auf nur zwei Lastwagen zwei Tage lang durch das unwegsame Gelände bis zur recht abgelegenen Schule zu transportieren“, erzählt Sven Weber.

Wieder ein Dach über dem Kopf
Dank der drei neuen Klassenzimmer haben jetzt alle 421 Schülerinnen und Schüler während des Unterrichts ein Dach über dem Kopf. Sie können nun an Schultischen sitzen und auch für die Lehrkräfte gibt es in allen Räumen Tafeln zum Unterrichten.

Um die hygienischen Bedingungen zu verbessern, wurden vier neue funktionstüchtige Wassertanks, Toiletten und Waschbecken gebaut, die dabei helfen, der Verbreitung von Krankheiten – vor allem Cholera – vorzubeugen.
Durch die professionellere Lernatmosphäre und die neue Sicherheit wird der Bildungsstand in der Region nachhaltig gefördert. Den engagierten Lehrern wird ihre enorm wichtige Arbeit erleichtert. Und nicht zuletzt wird den Kindern neue Hoffnung auf eine positivere Zukunft geschenkt und ein kleines Stück unbeschwerte Kindheit zurückgegeben.

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