Zyklon in Mosambik

ZYKLON UND FLUT IN MOSAMBIK

Über 1.000 Tote erwartet – Einsatzteam bereitet sich vor

Am 12. März 2019 richtete der Zyklon Idai in Mosambik und Simbabwe verheerende Schäden an. Der stärkste Sturm in Südafrika hat die Hafenstadt Beira fast völlig zerstört. Über 1.000 Tote werden erwartet, wobei die Dunkelziffer um ein vielfaches höher sein wird. Derzeit herrscht noch immer Unklarheit über das ganze Ausmaß der Katastrophe, da die Kommunikation mit den abgeschnittenen Regionen nicht möglich ist. Helikopter fliegen noch immer rund um die Uhr Einsätze, um die Menschen von Dächern, Bäumen oder anderen Erhebungen zu retten. Neben der akuten Lebensgefahr sind 400.000 Menschen ohne Obdach und Schutz vor dem Wetter. Die UN schätzt, das eine Million Menschen von Hilfe abhängig sein werden. Die zerstörte Infrastruktur führt zu Hungersnöten und Krankheiten. Die hygienischen Zustände lassen zudem eine Epidemie der Durchfallkrankheit Cholera vermuten. Hier muss nun schnell gehandelt werden.

Das erste Team wird derzeit zusammengestellt und auf einen Einsatz vorbereitet. Am Dienstag ist bereits ein Koordinator nach Mosambik geflogen, um mit Partnern vor Ort genau zu schauen, wo wir schnell Hilfe leisten können. Unser Ziel ist ganz klar: durch medizinische Hilfe weiteres Leid zu verhindern, die Not zu lindern und die Menschen in dieser Situation nicht allein zu lassen. Sobald wir das genaue Einsatzgebiet kennen, wird das Team nachreisen, um die Versorgung aufzunehmen. Der Einsatz ist zunächst für ca. 2-3 Wochen geplant. Eine Versorgung von bis zu 1.000 Menschen pro Woche können wir leisten.

Mosambik in Not, Land ruft internationale Gemeinschaft zur Hilfe auf

Als Mitgliedsorganisation bei Aktion Deutschland Hilft fahren wir nicht allein in die Gebiete, sondern werden uns vor Ort mit den anderen Organisationen absprechen und koordinieren.

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Immer wieder trifft es die Menschen, die schon wenig bis nichts haben. Sie leben in einer Region, wo die Auswirkungen von Wetterveränderungen direkt zu spüren sind. Lassen wir sie nicht allein und geben wir unser Bestes, Ihnen zu helfen. Wir sind da und tun was wir können. Bitte helft uns dabei mit eurer Spende!


So werden die Spenden verwendet

HINTERGRUND


Am 4. März tauchte das Tiefdruckgebiet als “tropische Depression” mit geringen Windgeschwindigkeiten das erste mal auf und sorgte in den Folgetagen in Mosambik und Malawi für Überschwemmungen. Die Depression zog dann wieder aufs Meer zurück, wo sie durch das warme Wasser schnell an Kraft gewonnen hat und zu einem Zyklon wurde. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 km/h änderte der Zyklon mehrfach abrupt seine Richtung und traf schließlich mit 165 km/h wieder auf Festland. Am 12. März zog der Zyklon schließlich über Mosambik und Simbabwe. Gerade weil der Sturm vorher zu Überschwemmungen geführt hat, traf es Mosambik besonders schlimm. Der Zyklon schwächte sich auf Land schnell ab, blieb aber ein Tiefdruckgebiet und sorgte noch weiter für verheerende Überschwemmungen.