Vorbereitung auf die nächste Katastrophe

Vorbereitung auf die nächste Katastrophe

LandsAid schließt Katastrophenvorsorgeprojekt in Pakistan ab – Erste Hilfe-Schulungen von April bis Oktober 2019

Erste Hilfe und Grundwissen im Umgang mit Krisen und Katastrophen rettet Leben: Gemeinsam mit ihrem lokalen Projektpartner Pakistan Relief hat die Kauferinger Hilfsorganisation LandsAid e. V. ihr aktuelles Katastrophenvorsorgeprojekt in Pakistan für dieses Jahr erfolgreich abgeschlossen. Von April bis Oktober dieses Jahres wurden in sechs Distrikten Pakistans insgesamt 16 Notfallhilfekurse durchgeführt – und damit 489 motivierte Personen erreicht, die in Präventionsmaßnahmen, Notfallhilfe und Katastrophenmanagement geschult und mit Erste-Hilfe-Sets ausgestattet wurden.

Fehlendes Wissen in der Bevölkerung
Obwohl Pakistan aufgrund seiner geografischen Lage regelmäßig von schwerwiegenden Naturkatastrophen heimgesucht wird, ist Erste Hilfe kein Teil des Lehrplans. „Kaum jemand in der Bevölkerung weiß, wie man auf eine Katastrophe reagiert oder richtig mit einer verletzten Person oder Bewusstlosen umgeht“, sagt Projektleiterin Carola Gerhardinger. Das Wissen fehle insbesondere bei Lehrern und Gemeindemitarbeitern, die das Gelernte weitergeben und damit als Multiplikatoren dienen könnten. „Daher haben wir genau diese als Zielgruppe unserer Schulungen ausgewählt, um letztendlich eine noch viel größere Anzahl von Menschen erreichen zu können.“

Nicht der Katastrophe hinterherlaufen
„Mit unserem Projekt möchten wir die Zivilcourage innerhalb der Bevölkerung anregen sowie ein Interesse schaffen, anderen zu helfen und Erste-Hilfe-Kenntnisse unter den Menschen und in der Bevölkerung zu verbreiten“, sagt LandsAid-Geschäftsführer Sven Weber. Damit solle das Bewusstsein und das Verantwortungsgefühl der Bevölkerung in Krisensituationen gesteigert werden. Ziel sei es, durch Präventionswissen schlimme Auswirkungen einzudämmen und Schäden vorzubeugen.

Schon vor mehr als zehn Jahren hat LandsAid begonnen, lokale Helfer zu schulen. „Es ist wichtig, nicht immer der Katastrophe hinterherlaufen zu müssen“, betont Sven Weber. Das Ziel: ein möglichst weitreichendes Netz an Menschen zu haben, die im Katastrophenfall sowohl Erste Hilfe leisten können, aber auch die Koordination vor Ort übernehmen.

Die ersten Stunden nach einer Naturkatastrophe sind die entscheidenden für viele Menschen. Durch die fehlende Infrastruktur kann Hilfe aber oft erst nach Tagen oder sogar Wochen eintreffen. Die Chance, Menschenleben zu retten und weitere Folgen der Tragödie zu verhindern, steigt deutlich, wenn die lokale Bevölkerung darauf vorbereitet ist. „Wir möchten das Projekt auch in den nächsten Jahren fortsetzen und langfristig Wissen vermitteln“, meint Sven Weber. „Dafür brauchen wir Ihre Mithilfe. Gemeinsam können wir unseren Teil dazu beitragen, dass die Bevölkerung in Pakistan nicht mehr so stark von internationaler Hilfe abhängig ist.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.