Ukraine: Sechs Monate Krieg

Unsere Hilfe für die Ukraine – seit eine halben Jahr

Ich will helfen

Unsere Hilfe

Seit dem 24. Februar dieses Jahres herrscht Krieg im Land – ein Krieg, dessen Ende bisher nicht in Sicht ist. Fast genauso lange sind wir für die Menschen in und aus der Ukraine im Einsatz. Gemeinsam mit unserem Partner 3 Musketiere Reutlingen e.V. haben wir nur wenige Tage nach Kriegsbeginn unser Lage nahe Radymno, einem kleinen Ort an der polnisch-ukrainischen Grenze, aufgeschlagen, um die Lage zu sondieren und den Bedarf unter den Geflüchteten zu eruieren. Stand zu Anfang die Versorgung der Menschen in der Grenzregion und ihre Unterbringung in Notunterkünften im Vordergrund, richteten wir nach dem Nachlassen der Flüchtlingsströme zu Anfang der Krise unseren Fokus auf die Lieferung und Weiterverteilung von Hilfsgütern in die Ukraine selbst.

Inzwischen haben wir hier ein gut funktionierendes Logistiksystem aufgebaut und konzentrieren uns darauf, dringend benötigte Hilfslieferungen an verschiedene Stützpunkte direkt ins Krisengebiet zu bringen. Das, was derzeit am meisten nachgefragt wird, sind Lebensmittel wie Konserven, Energieriegel, Müsli und Babynahrung, Hygieneartikel – etwa Shampoo, Duschgel, Spülmittel – sowie medizinische Hilfsgüter. Mit der Unterstützung durch Aktion Deutschland Hilft, Stiftungen und private Spender sowie Vereinen wie Apotheker Helfen e. V. versorgen wir mittlerweile regelmäßig Kliniken und Einrichtungen für geflüchtete und hilfsbedürftige Erwachsene und Kinder in der Region in und um Lwiw und liefern lebensnotwendige Güter zu Menschen bis an die Fronten.

Seit Beginn ihrer Tätigkeit an der polnisch-ukrainischen Grenze haben wir circa 5.000 Kriegsflüchtlinge, primär Frauen und Kinder aus der Ukraine, an der polnischen Grenze mit Lebensmitteln (darunter 18.000 warme Mahlzeiten) und einer Grundausstattung an Hygieneartikeln, Kleidung, Decken und sogar Spielzeug für die Kinder versorgt. Zudem wurde eine Unterkunft mit rund 100 Frauen und Kindern sowie eine medizinische Aufnahmestation mit den notwendigen Ressourcen zur Versorgung von jeweils circa 100 Menschen unterstützt.

Bisher wurden etwa 70 Hilfstransporte mit jeweils zwei bis drei Fahrzeugen von unserem Grenzlager aus in die Ukraine koordiniert und durchgeführt. Insgesamt circa 300 Tonnen an Hilfsgütern, darunter medizinische Produkte und Medikamente, Lebensmittel, Hygieneartikel, Kinderkleidung und Windeln, Schlafsäcke, Powerbanks und Batterien sind seit Einsatzbeginn in die Ukraine geliefert worden.

Aktuell beliefern wir Weiterverteilungszentren lokaler Partner und soziale, pastorale und humanitäre Einrichtungen sowie Flüchtlingsunterkünfte in den Oblasten Lwiw und Kiew regelmäßig mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Seit Juli werden darüber hinaus monatlich etwa 200 Pakete an bedürftige Familien in den Regionen im Süden und Osten der Ukraine (etwa Luhansk, Charkiw oder Mykolajiw) per Post versandt. Rund 1.000 Familien werden in einem Zeitraum von fünf Monaten auf diese Weise Nahrungsmittel- und Hygienepakete erhalten.

Vor allem medizinische Institutionen und Krankenhäuser in den Regionen Lwiw und Kiew sowie dezentrale Einrichtungen in den Gebieten im Süden und Osten des Landes werden stetig mit medizinischem Verbrauchsmaterial, Medikamenten, Erste-Hilfe-Sets und chirurgischem Equipment versorgt.

Insgesamt konnten wir rund 150.000 Menschen mit unserer Hilfe erreichen. Der Ernährungszustand und die hygienische Grundversorgung von mindestens 90.000 Menschen, insbesondere Frauen und Kindern, hat sich durch unsere Hilfe verbessert. Rund 60.000 Verletzte und Kranke haben durch die medizinischen Hilfslieferungen einen Zugang zur basismedizinischen Versorgung, wichtigen Medikamenten und notfallmedizinischer Hilfe bekommen.

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Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der nationale Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR). Bereits seit 1980 unterstützt sie dessen Hilfsprogramme für Flüchtlinge in aller Welt. In ihrer Spendenverwendung handelt sie stets seriös und effizient. Dies wird ihr mit dem Spendensiegel vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) bescheinigt.

Natürlich können wir aber einen solchen Einsatz nicht alleine stemmen – so etwas kann nur funktionieren, wenn viele Rädchen ineinandergreifen. Um alles am Laufen halten zu können, werden, neben den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern, an jeder Stelle auch viele helfende Hände benötigt. Die enorme Solidarität, die sich hier gezeigt hat und immer noch zeigt, bedeutet uns enorm viel: So viele Aktionen und Events sind für unsere Projekte in der Ukraine auf die Beine gestellt worden, so viele Menschen haben uns tatkräftig geholfen, so viele Leute für uns gesammelt und gespendet – das hat uns sehr berührt. Wir können uns nicht genug dafür bedanken!

Nichtsdestotrotz dürfen auch andere Krisen und Aufgaben nicht aus dem Blick geraten. Gerade durch den Krieg in der Ukraine und den daraus resultierenden Folgen wie Steigerung der Nahrungsmittel- und Energiepreise müssen viele Länder, deren Lage ohnehin katastrophal war, nochmals mehr leiden. Als Kriegsfolge wird die Zahl der Unterernährten drastisch steigen. Schon vor dem Ukraine-Krieg hat die entwicklungsbezogene Hilfe keinen leichten Stand gehabt, nicht zuletzt wegen der Corona-Krise. Jetzt kommt noch die kriegsgetriebene Teuerung hinzu, die die Spendenbereitschaft zurückhalten könnte. Umso wichtiger ist es, die globalen Folgen dieses Krieges zu bewältigen. Darüber hinaus bleibt die Anpassung an den Klimawandel eine riesige Herausforderung in den stark betroffenen Gebieten.

In der Nacht vom 23. auf den 24. Februar wurde das gesamte Staatsgebiet der Ukraine von Russland angegriffen. Genau sechs Monate ist das mittlerweile her – und ein Ende der Gefechte ist nicht in Sicht. Das traurige Resultat: Mindestens 5.100 Todesopfer innerhalb der ukrainischen Zivilbevölkerung, darunter mehr als 300 Kinder. Zudem wurden bisher fast 7.000 verletzte Zivilistinnen und Zivilisten, darunter über 350 Kinder, erfasst. Tausende Soldaten starben zusätzlich auf beiden Seiten. Die tatsächliche Anzahl der Toten und Verletzten sowie traumatisierten Frauen, Männern und Kinder in der ukrainischen Zivilbevölkerung wird jedoch noch höher sein. Rund 10,3 Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer haben nach Angaben des UNHCR seit Februar ihr Land verlassen, knapp 4,3 Millionen Menschen sind in der Zwischenzeit wieder in die Ukraine zurückgekehrt. Die aktuelle Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine in den europäischen Nachbarstaaten liegt bei insgesamt 6,3 Millionen. Innerhalb des Landes sind Schätzungen zufolge etwa 6,7 Millionen Menschen auf der Flucht. Millionen weiterer Menschen sitzen in den umkämpften oder besetzten Gebieten im Osten und Süden der Ukraine fest oder haben sich entschieden, ihr Zuhause nicht zu verlassen. Niemand hat eine Ahnung, wie lange der Krieg noch andauern wird und ob danach in der alten Heimat überhaupt noch ihr Hab und Gut und eine Infrastruktur vorhanden sein wird, um dort leben zu können.

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Kathrin Müller

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(Stephanie J., spendete 100€ für Haiti)
„Die Mitarbeiter von LandsAid e.V. konnte ich in Seminare für die Ausbildung für humanitäre Einsatzkräfte erleben und dadurch einen Einblick in die Projektarbeit gewinnen und das Herzblut, in das die Menschen hineinstecken. LandsAid ist eine Organisation, die wirklich lohnenswert ist und jedweder Unterstützung bedarf. Diese Menschen leisten eine großartige und ehrliche Arbeit, die auch sehr gut transparent gemacht wird! Auch in Newsletter werden die Menschenschicksale und die Arbeit des medizinischen Teams auf eine humane und liebevolle Art erzählt.“

(Iris M., spendete 50€ für Haiti)
Bei Seminaren für Einsatzkräfte habe ich Lands Aid als seriöse und vor allem sehr kompetente Organisation kennen gelernt. In Zusammenarbeit mit Apotheker ohne Grenzen, bei der ich Mitglied bin, wurden sehr erfolgreiche Projekte durchgeführt. Da ich Dr. Hettel beruflich kenne, habe ich volles Vertrauen in das Gelingen dieses Projekts. Hier kommt die Spende 1 : 1 an.

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2022-09-25T05:42:26+00:00
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