LandsAid feiert 20-jähriges Jubiläum

Zwei Jahrzehnte humanitäre Hilfe, Solidarität und gemeinschaftliche Verantwortung

20 Jahre LandsAid

Januar 2026 – 20 Jahre LandsAid. Zwei Jahrzehnte humanitäre Hilfe, Solidarität und Verantwortung – und ein Jubiläumsabend, der all das spürbar gemacht hat. Am vergangenen Samstag, den 10. Januar, durften wir im Altstadtsaal der VR Bank Landsberg am Lech gemeinsam mit Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern, Ehrenamtlichen, Fördernden, politischen Gästen und Interessierten feiern, zurückblicken und nach vorne schauen.

Zwei Jahrzehnte LandsAid stehen für 220 Hilfsprojekte in 40 Ländern – Hilfe, die Menschen erreicht und Leben verändert.

Dass wir bewusst in der Region Landsberg gefeiert haben, war uns wichtig. Fast 20 Jahre lang hatten wir hier – in Kaufering, mitten im Landkreis Landsberg – unsere Heimat. Hier sind unsere Wurzeln, hier begann unser Weg. Umso dankbarer sind wir für die kostenfreie Bereitstellung der Räumlichkeiten und die Unterstützung, die den Abend überhaupt möglich machte.

Unsere Gäste konnten in einer fortlaufenden Bild- und Videopräsentation in die Vielfalt unserer Arbeit eintauchen: Einsätze nach Naturkatastrophen, medizinische Hilfe, Übergangs- und Wiederaufbauprojekte und die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen weltweit.

Besonders bewegend war unser Jubiläumsvideo, das von engagierten Ehrenamtlichen produziert wurde. Darin gratulieren Partnerorganisationen, zum Beispiel aus der Ukraine, Uganda, Simbabwe und dem Jemen, mit persönlichen Botschaften – ein eindrucksvolles Zeichen, wie eng die Zusammenarbeit über Kontinente hinweg ist.

Unsere Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Stecher-Hame eröffnete den Abend mit sehr persönlichen Worten. Sie erinnerte an ihre Zeit als Projektleiterin und Einsatzkraft, unter anderem in Haiti (fast auf den Tag genau, am 12. Januar vor 16 Jahren bebte hier enorm folgenschwer die Erde) und daran, wie prägend es ist, Hilfe unmittelbar wirken zu sehen.

Ihr Dank galt besonders den Ehrenamtlichen, Fördernden und langjährigen Mitgliedern – einige sind seit der Gründung an unserer Seite.

Landsbergs Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl würdigte LandsAid als Teil der regionalen Identität. Auch wenn sie persönlich den Umzug nach München schade finde: Die Mitmenschlichkeit, Verantwortung und Weltoffenheit blieben unverkennbar mit der Region Landsberg am Lech verbunden.

Auch Kauferings Bürgermeister Thomas Salzberger dankte dem LandsAid-Team für Einsatz und Engagement, überreichte Mitarbeitenden, Vorstand und Aufsichtsrat einen kleinen Schutzengel und brachte es mit einem Augenzwinkern auf den Punkt: „Ihr habt Kaufering ein Stück sexy gemacht – danke für euren Einsatz.“

Wie greifbar Hilfe sein kann, zeigte das Hochwasserprojekt in Babenhausen 2024. Alexandra Hörtrich aus dem Rathaus und Armin Schröter, Leiter der AWO Babenhausen, schilderten die dramatische Situation der Bürgerinnen und Bürger. Durch Zuschüsse zu den stark gestiegenen Stromkosten für Bautrockner konnte LandsAid die Betroffenen konkret entlasten. „Für die Menschen war es entscheidend, in der Not nicht allein zu sein“, so Hörtrich.

Unser Vorstand Hans Musswessels zeichnete den Weg von LandsAid nach: von den Anfängen in einer Küche in Kaufbeuren bis hin zu einer international tätigen Organisation. Heute arbeiten wir eng mit lokalen Partnerorganisationen zusammen, reagieren schnell auf Krisen und verstehen uns bewusst als ergänzende, genau hinschauende Nischenorganisation. „Unser Fokus liegt darauf, lokale Strukturen zu stärken und schnell dort zu helfen, wo andere nicht hinkommen. Wir bauen Brücken – wir verändern keine Systeme von außen“, sagt Hans.

Transparenz, Effizienz und Verantwortung sind für uns Leitlinien: Seit 2009 tragen wir das DZI Spendensiegel, unsere Verwaltungskosten liegen unter zehn Prozent, und Werte wie Antirassismus, gegenseitiger Respekt, Frauen-Empowerment und psychische Gesundheit sind fest verankert.

Die seit 2012 bestehende Mitgliedschaft im Bündnis Aktion Deutschland Hilft war für uns ein extrem wichtiger Schritt. Und natürlich bleibt auch die Förderung für nachhaltige Entwicklungsprojekte durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für uns von enormer Bedeutung.

Im Jahr 2025 haben unsere acht festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 33 Projekte umgesetzt – ein Beleg für das Engagement unseres kleinen Teams. Gleichzeitig ist unser Overhead, also die Verwaltungskosten, nicht gewachsen, sondern sogar gesunken. Das zeigt, dass LandsAid weiterhin ressourcenschonend und zielgerichtet arbeitet, damit jede Spende direkt bei den Menschen in Not ankommt.

Unsere geschäftsführende Vorständin Michaela Wiese richtete den Blick auf Gegenwart und Zukunft: Angesichts zunehmender Krisen und politischer Debatten bei gleichzeitiger Mittelkürzung und Sinken der Spendenbereitschaft betonte sie: „Humanitäre Hilfe ist kein Luxus und keine Option. Ich wünsche mir, dass wir wieder stärker fragen, wie wir helfen können – und nicht, ob wir helfen sollten.“

Auch wenn wir unsere Geschäftsstelle inzwischen nach München verlegt haben, was für mehr Sichtbarkeit sowie eine stärkere Vernetzung mit Partnern und Förderern sorgen soll, bleibt Landsberg ein fester Teil unserer Identität: als Ursprung, Rückhalt und Herz der Organisation.

Die enge Verbundenheit zur Region zeigt sich nicht zuletzt im Namen selbst: In „LandsAid“ steckt auch „Landsberg“. Zwar wurde unser Verein vor 20 Jahren in Kaufbeuren gegründet, doch schon früh bestand der Wunsch, nach Landsberg zu gehen. Als dort zunächst keine passenden Räume gefunden wurden, sind wir schließlich in Kaufering ansässig geworden – fest verwurzelt im Landkreis Landsberg.

20 Jahre LandsAid sind ein Grund zum Feiern. Vor allem aber sind sie ein Auftrag, weiterzumachen: mit Herz, Haltung und der Überzeugung, dass wir gemeinsam viel bewegen können

Unser Dank geht an all die – zum Teil ehrenamtlichen – Unterstützerinnen und Unterstützer, ohne die unsere Feier nicht möglich gewesen wäre.

  • Danke an die VR-Bank für die kostenfreie Nutzung der Räumlichkeiten. Danke an Manfred Doll für die Hilfe bei der Technik, danke an Brigitte Bader für die Hilfe bei der Organisation, danke an Hubert Mestenhauser für das leckere Catering.
  • Danke an Isabel Neyses (kreative und technische Umsetzung) und Lara Kremin (Organisation) für das Erstellen des tollen und bewegenden Jubiläumsvideos.
  • Danke an David Boos (Bayerischer Rundfunk), der so professionell durch den Abend geführt hat.
  • Danke an das engagierte und kecke Bar-Team: Michaela Klaus, Silvia Haschka und Moritz Wiese, die die leeren Gläser immer im Blick hatten und sich auch sonst super um unsere Gäste gekümmert haben.
  • Danke an unseren DJ Joachim Simon, der dafür gesorgt hat, dass für jeden etwas Musikalisches dabei war und so manch einen das Tanzbein hat schwingen lassen.
  • Danke an unseren Fotografen Felix Seiffert, der den Abend in schönen Bildern festgehalten hat.

Und natürlich Danke an all unsere Gäste, dafür, dass sie da waren, trotz zum Teil längerer Anreise. Danke für den regen Austausch, danke für den Erinnerungsaustausch. Danke auch an diejenigen, die uns noch nicht so gut kennen, danke für die Neugier, danke fürs Kennenlernen und Informieren.

… unser Aufsichtsratmitglied Gaby Breuckmann, die leider nicht kommen konnte. Sie kennt LandsAid fast von Beginn an, war selber schon so oft als Einsatzkraft für uns unterwegs, war lange Jahre Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzende. Aber Schnee und Glätte hatten das Emsland und wohl auch die Deutsche Bahn fest im Griff. Eine Anreise – oder vor allem ein Ankommen – wären zu unsicher gewesen.

… scrollen Sie gerne noch etwas runter. Es folgt noch ein Video, nämlich ein Ausschnitt der Grußworte, die unsere Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Stecher-Hame an unsere Gäste richtete. 

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LandsAid-Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Stecher-Hame richtet Grußworte an die Gäste der Jubiläumsfeier 

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2026-01-16T10:37:56+00:00
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