Nahrung, Hoffnung, Zukunft

Dank der WDR-Weihnachtswunder-Kampagne 2024: Nahrungsmittelhilfe für Familien im Jemen

Zwischen Hunger und Hoffnung

April 2026 – Für Millionen Familien im Jemen, besonders für Binnenvertriebene und ihre Kinder, ist es längst Alltag, Hunger und Unsicherheit zu begegnen.  Steigende Preise und zerstörte Versorgungssysteme machen selbst die einfachsten Mahlzeiten zu einer täglichen Herausforderung.

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Human Needs Development (HND) und mit Unterstützung durch Aktion Deutschland Hilft haben wir im Jemen erneut ein gezieltes Hilfsprojekt zur Verbesserung der Ernährungssituation umgesetzt. Insgesamt erreichten wir durch die Verteilung von Lebensmittelpaketen in der Projektlaufzeit – von Mitte August 2025 bis Ende Februar 2026 – 1.025 bedürftige Haushalte mit insgesamt mehr als 7.300 Personen in den drei nördlichen und südlichen Gouvernements Hodeidah, Sanaa und Taiz.

Jede Familie erhielt ein Paket, das den Grundbedarf einer sechsköpfigen Familie für einen Monat deckt. Enthalten waren Mehl, Hülsenfrüchte, Zucker und Öl – sorgfältig ausgewählt, um den lokalen Ernährungsgewohnheiten zu entsprechen und eine ausgewogene Versorgung zu gewährleisten.

Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit lokalen Behörden und Partnern, um sicherzustellen, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird. Jeder Schritt – von der Auswahl der Begünstigten bis zur Verteilung der Pakete – wurde transparent geplant und begleitet.

In einem Camp in Mukraiz lebt Haziz’ Familie in einem kleinen Zelt aus altem Holz und zerrissenem Stoff. Sechs Menschen teilen sich den winzigen Raum, der weder vor Hitze noch Kälte schützt. Die Kinder schlafen auf dem Boden, nur durch das Zeltdach vom Himmel getrennt.

Als das Team unserer Partnerorganisation die Familie besuchte, war der Vater auf Arbeitssuche. Die Mutter erzählte: „An den schlimmsten Tagen suche ich in Mülltonnen nach Essen, nur damit meine Kinder nicht hungrig schlafen.“ Der älteste Sohn, elf Jahre alt, versucht auf den Straßen von Sana’a Geld zu verdienen, oft genug für ein Stück Brot, manchmal mit leeren Händen.

Als die Familie ihr Lebensmittelpaket erhielt, veränderte sich ihr Alltag sofort. Die Mutter bereitete eine einfache Mahlzeit zu und zeigte ihren Kindern stolz Mehl, Hülsenfrüchte, Zucker und Öl. „Heute werdet ihr satt schlafen“, sagte sie zu ihren Kindern. Für die Kinder war es mehr als Nahrung, es war Sicherheit, Trost und ein Moment der Erleichterung.

Haziz’ Familie ist nur eine von vielen, die durch das Projekt erreicht wurden. In einer Situation, in der der tägliche Kampf ums Überleben dominiert, bedeutet diese Hilfe Stabilität und Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Ermöglicht wurde das Projekt durch Mittel der Kampagne „WDR Weihnachtswunder 2024“, eine Initiative von WDR 2 zugunsten der Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft. Als Mitglied des Bündnisses konnten wir mit diesen Mitteln gezielt Familien wie Haziz’ erreichen und ihre unmittelbare Versorgung sichern.

Die Lage im Jemen bleibt weiterhin dramatisch. Doch Geschichten wie die von Haziz’ Familie zeigen: Gezielte Hilfe kommt an, schützt Leben und schenkt Hoffnung.

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Hunger darf kein Alltag sein – doch im Jemen ist er es für Millionen Kinder.
Mit einem Lebensmittelpaket schenkst Du einer Familie einen Monat Sicherheit. Für Eltern wie Haziz’ Mutter bedeutet das: endlich satt einschlafen statt verzweifelt suchen.

Ihre Spende wirkt direkt, transparent und genau dort, wo sie gebraucht wird.
Helfen Sie jetzt – und schenken Sie Hoffnung, die ankommt. Mit rund 50 Euro können Sie ein nahrhaftes Lebensmittelpaket finanzieren, das eine ganze Familie einen Monat lang verorgt.

Der Jemen erlebt seit Jahren eine der schwersten humanitären Krisen weltweit. Der seit elf Jahren anhaltende Konflikt hat Infrastruktur zerstört, die Wirtschaft lahmgelegt und Millionen Menschen in Not gebracht. Mehr als drei Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht und leben oft unter extrem schwierigen Bedingungen in Lagern oder informellen Siedlungen.

Inflation und unterbrochene Lieferketten haben die Preise für Grundnahrungsmittel mehr als verdoppelt. Viele Familien können kaum noch ausreichend essen. Binnenvertriebene und Aufnahmegemeinden sind besonders betroffen und oft vollständig auf Hilfe angewiesen.

Die Menschen müssen drastische Maßnahmen ergreifen, um zu überleben: Mahlzeiten werden reduziert, wichtige Besitztümer verkauft oder Lebensmittel in Mülltonnen gesucht. Gleichzeitig erschweren mangelnder Zugang zu sauberem Wasser, steigende Treibstoffpreise und wiederkehrende Krankheitsausbrüche wie Cholera oder Malaria den Alltag. Das weitgehend zusammengebrochene Gesundheitssystem verschärft die Risiken, insbesondere für Kinder und andere besonders gefährdete Gruppen.

Seit 2017, zwei Jahre nach Beginn des Bürgerkrieges, arbeiten wir mit Human Needs Development im Jemen. Unser Schwerpunkt liegt auf humanitärer Hilfe im Bereich Verbesserung der Ernährungssicherheit. Wir setzen jedoch auch langfristige, nachhaltige Projekte um, etwa im Bereich der Bildung oder der Existenzsicherung.

 

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2026-04-15T08:55:01+00:00
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