Pakistan: Hilfe für afghanische Familien

LandsAid und WESS unterstützten afghanische Geflüchtete in Quetta

Hilfe, die Sicherheit gibt und Perspektiven schafft

Oktober 2026 – Ein Arztbesuch, der Einkauf auf dem Markt oder der Weg zur Arbeit: Was für viele Menschen selbstverständlich ist, kann für afghanische Familien, die im pakistanischen Quetta Zuflucht gesucht haben, zum Risiko werden. Aus Angst vor Festnahmen und Abschiebungen verlassen sie ihre Wohnungen so selten wie möglich. Gleichzeitig fehlen ihnen oft das Geld für Lebensmittel und der Zugang zu medizinischer Versorgung. Besonders schwierig ist die Situation für Familien ohne regelmäßiges Einkommen und für Frauen, die ihre Haushalte allein versorgen müssen.

Gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation WESS  unterstützen wir 120 dieser Familien mit rund 840 Menschen. Wir möchten ihnen helfen, ihren Alltag zu bewältigen, ihre Gesundheit zu schützen und neue Möglichkeiten für ein eigenes Einkommen zu schaffen. Geförderte wird das Projekt durch Aktion Deutschland Hilft.

Wer aus Angst vor einer Festnahme kaum das Haus verlassen kann, erreicht auch viele öffentliche Hilfsangebote nicht. Deshalb organisiert WESS die Unterstützung direkt in den betroffenen Stadtvierteln. Vertrauenspersonen aus den Gemeinschaften helfen dabei, die Familien zu erreichen und ihnen die benötigte Hilfe diskret nach Hause zu bringen.

Die Haushalte erhalten jeweils 50 Euro, mit denen sie Lebensmittel und andere wichtige Dinge des täglichen Bedarfs kaufen können. Dazu kommen Hygienepakete mit Seife, Waschmitteln, Zahnpflegeprodukten und Menstruationsartikeln. Die Pakete werden zweimal verteilt.

Für Frauen, die wegen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit nicht mehr außer Haus arbeiten können, wird es besonders schwer, zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen. Viele verfügen über berufliche Fähigkeiten, können diese aber derzeit kaum nutzen.

45 Frauen, die bereits nähen können, erhalten deshalb eine manuelle Nähmaschine und das notwendige Zubehör. Damit können sie ihre Arbeit zu Hause wieder aufnehmen und eigene Einnahmen erzielen. Sie gewinnen dadurch eine Möglichkeit, ihre Familien finanziell zu unterstützen, ohne für ihre Arbeit das Haus verlassen zu müssen.

Wenn Kinder krank werden oder Schwangere medizinische Betreuung benötigen, kann der Weg zu einer Gesundheitseinrichtung zur zusätzlichen Belastung werden. Eine Ärztin besucht deshalb die Familien zu Hause, berät sie bei gesundheitlichen Problemen und stellt wichtige Medikamente bereit. Das Angebot richtet sich an 100 Haushalte. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Versorgung von Schwangeren und jungen Müttern, Erkrankungen bei Kindern und chronische Beschwerden.

Die ständige Angst vor einer Abschiebung und die Isolation belasten auch die psychische Gesundheit. Viele Frauen haben kaum Gelegenheit, über ihre Sorgen zu sprechen oder sich über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren.

WESS baut deshalb in drei Stadtteilen lokale Unterstützungsnetzwerke auf. Frauen aus der afghanischen Flüchtlingsbevölkerung und der pakistanischen Aufnahmegesellschaft werden gemeinsam mit weiteren Vertrauenspersonen geschult. Bei regelmäßigen Treffen können betroffene Frauen ihre Erfahrungen teilen, miteinander sprechen und Informationen über Hilfsangebote erhalten. Insgesamt sollen 80 Frauen psychosoziale Unterstützung bekommen.

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Helfen Sie afghanischen Familien in Quetta

Hinter jeder Zahl steht eine Familie, die versucht, unter schwierigen Bedingungen ihren Alltag zu bewältigen. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie LandsAid und WESS, diese Menschen mit finanzieller Unterstützung, Hygieneartikeln und medizinischer Versorgung zu erreichen. Sie helfen außerdem dabei, Frauen den Weg zurück in eine eigene Erwerbstätigkeit zu erleichtern.

Ihre Spende hilft Familien, ihre Grundversorgung zu sichern und wieder selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können.

Seit September 2025 wurden nach Angaben der Projektpartner mehr als 116.000 afghanische Staatsangehörige aus dem Distrikt Quetta zurückgeführt. Die verstärkten Maßnahmen gegen Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere haben viele Familien dazu veranlasst, sich aus Angst vor Festnahmen und Abschiebungen zurückzuziehen. Dadurch verlieren sie zunehmend den Zugang zu öffentlichen Einrichtungen und grundlegender Versorgung. Das LandsAid-Projekt wird über Aktion Deutschland Hilft, das Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, finanziert.

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2026-10-28T14:40:07+00:00
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