Drei Jahre nach den verheerenden Erdbeben
Kontinuierliche LandsAid-Hilfe für Betroffene in Türkei und Syrien – gemeinsam mit lokalen Partnern
Die Not bleibt
Februar 2026 – Vor genau drei Jahren, am 6. Februar 2023, erschütterten zwei schwere Erdbeben den Südosten der Türkei und den Nordwesten Syriens. Zehntausende Menschen verloren ihr Leben, Millionen wurden obdachlos. Noch heute sind die Folgen für die Betroffenen spürbar – viele leben immer noch in provisorischen Unterkünften, haben nur eingeschränkten Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Versorgung und Bildung.
In Syrien, wo bereits vor den Erdbeben ein langjähriger Konflikt herrschte und Millionen Menschen humanitäre Hilfe benötigten, hat die Katastrophe die Notlage noch verschärft.
Bereits in den ersten Tagen nach der Katastrophe entsandten wir ein eigenes Assessment-Team in die betroffenen Regionen. Ziel war es, sich ein genaues Bild der Lage zu verschaffen, mit lokalen Akteurinnen und Akteuren in Kontakt zu treten und den dringendsten Hilfsbedarf zu ermitteln. Auf dieser Grundlage konnten gezielt verlässliche Partner vor Ort gefunden und passgenaue Hilfsmaßnahmen gestartet werden.
Von den ersten Tagen nach der Katastrophe haben wir als humanitäre Organisation LandsAid die Menschen in der Türkei und in Syrien unterstützt. Gemeinsam mit erfahrenen lokalen Partnern wurden zunächst akute Hilfsmaßnahmen umgesetzt: Lebensmittel, Kleidung, Hygieneartikel, Trinkwasser und Notunterkünfte erreichten tausende Menschen direkt in den am stärksten betroffenen Regionen. Schnell zeigte sich, dass nachhaltige Hilfe nur durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, Behörden und Gemeinden funktioniert.
In der Türkei konnten wir über lokale Partnerteams in 65 besonders betroffenen Dörfern rund um Gaziantep mehr als 6.000 Lebensmittelpakete verteilen. Bei einer durchschnittlich fünfköpfigen Familie bedeutet dies, dass über 30.000 Menschen mit wichtigen Grundnahrungsmitteln versorgt werden konnten. Eine mobile Großküche versorgte täglich rund 750 Menschen mit warmen Mahlzeiten, und Trinkwassertanks stellten sauberes Wasser für mehrere hundert Familien sicher. In Samandag entstanden Wohncontainer für über 100 Menschen, zusätzliche zwei Container dienten als Trauma- und Therapiezentren. 500 Kinder erhielten Zugang zu Schulbüchern. Bis zu 200 Kinder und Jugendliche konnten einen speziell angefertigten Container nutzen, der als Spiel- und Aufenthaltsraum diente.
Gleichzeitig unterstützten wir im syrischen Erdbebengebiet im Rahmen unserer Soforthilfe besonders bedürftige Familien mit 2.000 warmen Mahlzeiten und weiteren 2.000 Lebensmittelrationen – ein kleiner, aber lebenswichtiger Schritt, um Menschen inmitten der Zerstörung wieder Hoffnung und Kraft zu geben.
Diese frühe Hilfe erreichte tausende Menschen in einer Phase, in der staatliche Strukturen vielerorts überlastet oder zusammengebrochen waren.
Auch drei Jahre nach der Katastrophe ist die Not noch groß. Die wirtschaftlichen, aber auch psychosozialen Auswirkungen der verheerenden Katastrophe sowie der damit verbundenen Verluste sind enorm. Traumata, Angst und Depressionen gekoppelt mit sozialer Not, Armut und dem Gefühl von Ungleichheit führen zu einem verheerenden Teufelskreis.
Im Nordwesten Syriens arbeiten wir mit unserem erfahrenen lokalen Partner, der Amal Organization, zusammen. Gemeinsam setzen wir Projekte um, die psychosoziale Unterstützung, Gewaltprävention und wirtschaftliche Stärkung fördern – besonders für Frauen und Mädchen. Über 4.200 Menschen konnten bislang erreicht werden.
Ergänzend betreiben mobile Gesundheitsteams Arzt- und Pflegedienste direkt in Dörfern und Notlagern, führen Ernährungschecks durch, bieten psychosoziale Hilfe und beraten Schwangere sowie Mütter zu Ernährung und Gesundheit. Medikamente, medizinische Hilfsmittel und Hygiene-Kits runden die Hilfe ab. Insgesamt planen wir, mit diesen durch das Amal-Team umgesetzten Maßnahmen mehr als 31.600 Menschen zu erreichen, die mit langfristigen Folgen des Erdbebens zu kämpfen haben.
In der Türkei unterstützen wir – ebenfalls über unseren syrischen Partner Amal – besonders gefährdete Haushalte mit digitalen Lebensmittelgutscheinen (E-Voucher). Über 300 Haushalte – mehr als 1.500 Menschen – erhalten so gezielt Nahrungsmittel. Lokale Teams identifizieren die Bedürftigsten, begleiten die Ausgabe der Gutscheine und stellen sicher, dass die Hilfe gezielt und transparent eingesetzt wird.
Drei Jahre nach den Erdbeben zeigt sich: Nachhaltige Hilfe funktioniert nur gemeinsam mit starken lokalen Partnern, die die Menschen, Strukturen und Herausforderungen vor Ort kennen. LandsAid bleibt bedarfsgerecht, partnerschaftlich und langfristig engagiert – damit Hilfe wirkt, auch wenn die internationale Aufmerksamkeit nachlässt.
💛 Auch heute noch benötigen viele Familien Unterstützung. Mit Ihrer Spende helfen Sie, bewährte Projekte fortzuführen oder weiterzuentwickeln und gemeinsam mit lokalen Partnern neue Hilfe zu ermöglichen.
💛 Helfen Sie mit, damit Hilfe weiterwirkt.
Imece Inisiyatifi (Türkei), Rotary Turkey/ Toros Rotary Kulübü , Amal Organization (Syrien), Basmeh-& Zeitooneh (Syrien), Iyilik Takipciler (Türkei), Verband der türkischen Ingenieure und Architekten (TMMOB), Collective Coordination Assosciation (Türkei), „Chamber of Mechanical Engineers“ (Türkei), „Gemeinde Adana (Türkei), Hatay Psychological Association (Türkei), Heirloom Seed Swap Association (Türkei), unsere lokale Koordinatorin Derya Genc
Dank an unsere Förderer:
Aktion Deutschland Hilft, Sternstunden e. V., Apotheker Helfen e. V., Rotary Hilfwerk Illertissen Iller-Günz, Rotary Club Landsberg am Lech, Lions Club Meppen/Emsland, Vitus Werkstätten Meppen, BBS Papenburg, Hans Adloch Schule Augsburg, KVG Oberschule Meppen, Landfrauen Fürstenau, Franziskus Schule Gersthofen
Und ein großer Dank an all unsere Spenderinnen und Spender!





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Unser Ausgaben und Einnahmen werden regelmäßig vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) überprüft. Es bescheinigt uns seit 2009 regelmäßig eine ordnungsgemäße Verwendung der Spendengelder, weshalb wir zum Tragen des entsprechenden Siegels berechtigt sind.
Drei Jahre nach den verheerenden Erdbeben in der Türkei und in Syrien sind die Wunden noch lange nicht verheilt. Viele Menschen haben ihr Zuhause, ihre Existenz oder Angehörige verloren. Noch immer leben Familien in provisorischen Unterkünften, kämpfen mit Armut – und mit den tiefen seelischen Folgen der Katastrophe.
Humanitäre Hilfe endet nicht nach den Schlagzeilen. Gerade jetzt brauchen die Betroffenen verlässliche Unterstützung: für Nahrung, Schutz, medizinische und psychosoziale Hilfe – und für die Chance, langsam wieder Halt zu finden.
Ihre Spende wirkt. Auch heute.
Helfen Sie mit, damit wir Familien weiterhin begleiten und ihnen Perspektiven geben können. 💛
Vor genau drei Jahren, am 6. Februar 2023 erschütterten zwei starke Erdbeben mit Magnituden von 7,7 und 7,5 den Südosten der Türkei und den Nordwesten Syriens. Innerhalb weniger Sekunden verloren Zehntausende Menschen ihr Leben, Millionen wurden von einem Moment auf den anderen obdachlos oder zur Flucht gezwungen. Städte und Dörfer versanken in Trümmern, Krankenhäuser, Straßen und Versorgungsnetze brachen zusammen – für viele Menschen begann ein Überlebenskampf, der bis heute anhält. Das Leben vieler Betroffener ist noch immer geprägt von den Folgen der Katastrophe – und nachhaltige Hilfe bleibt weiterhin dringend notwendig.
Situation in der Türkei
Auch drei Jahre nach der Katastrophe kämpfen viele Menschen noch immer mit direkten Folgen. Zahlreiche Überlebende leben weiterhin in provisorischen Unterkünften, Containern oder Zelten, oft mit eingeschränktem Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie sauberem Wasser, Sanitärversorgung, medizinischer Hilfe und Schulbildung.
Hunderttausende Menschen haben ihre Häuser noch nicht endgültig wiedergewonnen, und im Alltag fehlen häufig Einkommensmöglichkeiten, was besonders für vulnerable Gruppen wie Kinder, Alleinerziehende oder Menschen mit Behinderungen eine zusätzliche Belastung darstellt. Bei vielen Betroffenen zeigen sich zudem anhaltende psychische Belastungen wie Angst oder Depressionen, die in offiziellen Wiederaufbaustatistiken kaum sichtbar werden – selbst wenn Gebäude repariert sind, wirkt das Erlebte weiter.
Lage in Syrien
In Syrien, wo bereits vor den Erdbeben ein langjähriger Konflikt herrschte und Millionen Menschen humanitäre Hilfe benötigten, hat die Katastrophe die Notlage noch verschärft. Große Teile des Nordwestens sind weiterhin stark betroffen: Hunderttausende Menschen haben ihr Zuhause verloren und leben in teilweise überfüllten Notunterkünften und Empfangszentren, viele sind zusätzlich durch den langjährigen Krieg und eine schwere wirtschaftliche Krise in extremer Armut.
Laut UN-Organisationen sind aktuell fast 17 Millionen Menschen in Syrien auf Hilfe angewiesen, das sind rund 70 Prozent der Bevölkerung. Diese Zahl umfasst nicht nur Menschen, die direkt vom Erdbeben betroffen sind, sondern all jene, die wegen des jahrelangen Krieges, der Wirtschaftskrise, fehlender Infrastruktur und der Auswirkungen der Erdbeben kaum noch existenzielle Grundbedürfnisse decken können — von Ernährung über Gesundheit bis Wasser und Schutz. Besonders in Regionen wie Nordwest-Syrien bleiben grundlegende Dienste wie medizinische Versorgung, Nahrungssicherheit und Schutz unzureichend.
Die Grundbedürfnisse großer Bevölkerungsgruppen sind noch nicht vollständig gedeckt. Viele Menschen leben weiterhin in prekärer Unterkunft, kämpfen mit Ersatzbedarf an Wasser, Lebensmitteln, Gesundheitsversorgung und Einkommen, und die psychischen Folgen der Katastrophe begleiten sie täglich.


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