Frauen stärken, vernetzen, sichtbar machen

Beim Aktionstag zum Weltfrauentag in Landsberg am Lech standen Austausch, Inspiration und die vielfältigen Rollen von Frauen im Fokus – LandsAid war dabei

Vielfältige Rollen von Frauen in Krisen

März 2026 – Am vergangenen Samstag, dem 7. März 2026, fand in der Lechsporthalle in Landsberg am Lech der Aktionstag anlässlich des Weltfrauentages statt, auf dem wir mit einem LandsAid-Infostand vertreten waren. Die Veranstaltung entwickelte sich zu einem wertvollen Austausch und einer inspirierenden Gelegenheit, Projekte und Initiativen aus Stadt und Landkreis Landsberg am Lech kennenzulernen.

Die Integrationsbeauftragte der Stadt Landsberg am Lech, Daniela Moritz, eröffnete den Tag mit herzlichen Worten: „Ich bin begeistert, welch große Runde wir heute sind.“ Der Aktionstag sei ein wunderbares Format, sich zu begegnen, sich zu erleben und sich gegenseitig zu stärken. „Jede von uns hat Wünsche, Hoffnungen und Nöte. Zusammen sind wir stark. Wir machen, wir verbinden – und das geht eben gemeinsam am besten.“

Insgesamt 17 Organisationen und Institutionen stellten ihre Arbeit vor – von der AOK Landsberg mit einer VR-Brillen-Aktion zum Thema Achtsamkeit über das AWO Mehrgenerationenhaus mit dem Projekt „My Turn – Frauen mit Migrationserfahrung starten durch“ bis zum Caritasverband Landsberg am Lech, der sich zum ersten Mal beteiligte, und die Frage in den Raum stellte: Was wünsche ich mir als Frau oder als Mädchen in Landsberg am Lech?

Besonders beliebt waren die Mitmach-Aktionen: Von Glücksrädern und Infoquizzen der IKG-Schülerinnen und Schüler über eine Ausruhecke mit originalem Tee aus dem Iran bis hin zu interaktiven Quiz-Stationen der Gleichstellungsbeauftragten war für alle etwas dabei.

Gleichzeitig konnten die Besucherinnen und Besucher in persönlichen Gesprächen die Angebote kennenlernen und sich mit den Initiativen austauschen.

Ein Highlight des Programms war der Auftritt der Poetry-Slammerin Susanne Hunger, die auf der Bühne über feministische Themen sprach – über jene Themen, vor denen viele Menschen meist zurückschrecken. Sie betonte: „Wir Frauen müssen gehört werden, ganz besonders, wenn es um sexuellen Missbrauch geht. Ich spreche hier für die Frauen, die sich nicht trauen, laut zu werden.“
Ihr Text trug, in Anlehnung an die Liedermacherin Bettina Wegner, den Titel „No woman no cry – Weine nicht, aber schrei!“ und sorgte für nachdenkliche Momente im Publikum.

Auch die Schülerin Franziska Helfer beeindruckte mit ihrer Rede: Sie hinterfragte die gesellschaftliche Ablehnung des Feminismus und sprach offen über ihre Ängste angesichts von Femiziden, geschlechtsspezifischer Gewalt und der Unterdrückung von Frauen weltweit. Mit klaren Worten führte sie aus: „In Kabul hat heutzutage eine Katze mehr Freiheiten als eine Frau. Oder ein Vogel – der darf in der Öffentlichkeit singen, eine Frau darf das in Kabul nicht.“

Wir von LandsAid präsentierten auf unserem Aktionsstand die vielschichtigen Rollen von Frauen in Krisen und Konflikten – von Betroffenen über Aktivistinnen bis hin zu Akteurinnen des Wandels. Die Stellwände und Informationsmaterialien regten zu intensiven Gesprächen an, sowohl mit Besucherinnen und Besuchern als auch mit anderen teilnehmenden Initiativen. Es war für viele inspirierend zu sehen, wie Frauen trotz schwieriger Umstände Verantwortung übernehmen und Veränderungen gestalten.

Wir konnten vermitteln, warum eine Frau inmitten einer Krisen- oder Kriegssituation nicht nur Opfer ist, sondern selbst zur Akteurin oder sogar Aktivistin wird.

Die Veranstaltung war ein wichtiger Ort der Begegnung, des Austauschs und der Vernetzung. Viele Teilnehmerinnen nutzten die Gelegenheit, nicht nur die Projekte kennenzulernen, sondern auch eigene Erfahrungen zu teilen und gemeinsam über Lösungen und Unterstützungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Der Aktionstag zeigte einmal mehr: Frauen sind sichtbar, sie handeln, sie stärken einander – und das sollte nicht nur am Weltfrauentag gefeiert werden.

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