Energieversorgung unter Beschuss

Akuter Hilferuf aus der Ukraine – Weder Strom noch Heizung in den Notunterkünften

Gezielte Angriffe auf Energieinfrastruktur

 

Januar 2026 – Russland greift gezielt die Energieinfrastruktur der Ukraine an. Kraftwerke, Umspannwerke und Leitungen stehen im Fokus. Die Folgen sind dramatisch: In vielen Großstädten des Landes haben Hunderttausende Menschen keinen Strom – oft über Tage.

Besonders betroffen sind derzeit unter anderem die Hauptstadt Kiew, die Hafenstadt Odessa und die Millionenstadt Dnipro. Mit dem Strom fallen häufig auch Heizung, Warmwasser und Wasserversorgung aus. Gleichzeitig herrscht eisiger Frost mit Temperaturen von zweistelligen Minusgraden.

Für Millionen Menschen bedeutet das: frieren, improvisieren, ausharren, überleben. Gerade für vulnerable Gruppen wie Kinder oder ältere Menschen wird das immer schwieriger.

Unser Projektpartner Save Ukraine aus Kiew hat uns ganz aktuell einen dringenden Hilferuf übermittelt:

„Wir haben einen totalen Stromausfall – die Menschen haben weder Strom noch Heizung in den Notunterkünften und keinen Zugang zu Wasser. Laut Wettervorhersage könnten die Temperaturen nächste Woche auf minus 20 Grad Celsius fallen, und es wird mit weiteren Bombardierungen gerechnet. Das bedeutet, dass wir wahrscheinlich noch einige Zeit in dieser Situation bleiben werden.“

Die Lage trifft nicht nur die Zivilbevölkerung, sondern auch die Helferinnen und Helfer selbst. In den Büroräumen von Save Ukraine herrschen aktuell nur rund
plus fünf Grad Celsius – Arbeiten ist kaum noch möglich. Trotzdem gibt unser Partner-Team nicht auf.

Save Ukraine hat im Hope and Healing Center eine Wärme- und Hilfestation eingerichtet, um besonders schutzbedürftige Menschen in der aktuellen Krise zu unterstützen. Das Zentrum ist Teil eines gemeinsamen Projekts und richtet sich vor allem an ältere und mobilitätseingeschränkte Personen aus frontnahen Gebieten, die sich nicht mehr selbst versorgen können. Neben der Evakuierung und vorübergehenden Unterbringung erhalten die Betroffenen hier warme Mahlzeiten sowie medizinische und psychosoziale Hilfe.

Angesichts der massiven Stromausfälle und der extremen Kälte steht das Zentrum inzwischen auch der umliegenden Bevölkerung als Schutzraum offen – als sicherer Raum, der zumindest für einen Moment Entlastung und Aufatmen ermöglicht. Doch die Kapazitäten sind begrenzt – und der Bedarf wächst täglich.

Auch Medienberichte bestätigen die dramatische Lage. Die ukrainische Regierung hat den Energienotstand ausgerufen. Ziel ist es, zumindest die kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser zu sichern. Für die Bevölkerung bedeutet das jedoch häufig noch mehr Notabschaltungen.

Um Menschen vor dem Erfrieren zu schützen, wurden landesweit beheizte öffentliche Gebäude und Zelte eingerichtet – sogenannte „Punkte der Unbezwingbarkeit“. Doch auch hier fehlen vielerorts Ausstattung, Energie und Material.

Russland nutzt den Winter gezielt als Waffe. Die Energieversorgung ist längst selbst zur Frontlinie

Das Team unseres Projektpartners hat uns eine Übersicht der derzeit akut benötigten Hilfsgüter zukommen lassen. „Wir suchen nicht unbedingt eine vollständige Abdeckung. Selbst eine teilweise Unterstützung bei einigen der benötigten Artikel würde einen großen Unterschied machen,“ heißt es.

Im Bereich Energie und Wärme werden dringend Treibstoff, Brennholz, Generatoren, mobile Ladestationen, Heizgeräte sowie Verlängerungskabel benötigt. Ebenso kritisch ist die Versorgung mit haltbaren Lebensmitteln und Trinkwasser, da vielerorts weder Strom noch fließendes Wasser verfügbar sind.

Für die Zubereitung von Mahlzeiten und die Grundversorgung fehlen Gaskocher, passende Gasflaschen, Großküchen-Wasserkocher in Industriequalität sowie mobile Feldküchen. Um Menschen zumindest einen geschützten Schlafplatz zu ermöglichen, werden außerdem Klappbetten, Schlafsäcke, Wärmedecken – auch speziell für Klappbetten –, Kissen und komplette Bettwäsche-Sets benötigt.

Darüber hinaus mangelt es an zahlreichen weiteren Hilfsgütern des täglichen Überlebens, darunter Socken, Thermoskannen, Thermobehälter für warme Speisen, Taschenlampen, Batterien und Powerbanks.

Unser Partner bittet dabei ausdrücklich um finanzielle Unterstützung, damit er flexibel genau das beschaffen kann, was aktuell am dringendsten gebraucht wird. Dinge, die darüber entscheiden, ob Menschen diese Nächte überstehen.

Die Menschen in der Ukraine frieren. Jetzt. Unsere Partner vor Ort handeln unter extremen Bedingungen und tun alles, um Hilfe möglich zu machen. Sie brauchen Unterstützung, um weiter helfen zu können.

Jede Spende, jede Verbindung und jede Weiterleitung trägt dazu bei, Wärme, Licht und Hoffnung dorthin zu bringen, wo sie gerade am dringendsten gebraucht werden.

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Hunderttausende Menschen in der Ukraine frieren ohne Strom, Heizung oder Wasser. Kinder, ältere Menschen und besonders Schutzbedürftige kämpfen ums Überleben.

Unser Partner Save Ukraine versorgt sie mit Wärme, Mahlzeiten und Schutz – doch die Ressourcen sind begrenzt. Mit Ihrer finanziellen Unterstützung kann genau das Beschafft werden, was jetzt am dringendsten benötigt wird: Heizgeräte, Treibstoff, Decken, Feldküchen und Trinkwasser.

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2026-01-19T14:59:54+00:00
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