Schutz, Unterstützung und Hoffnung für syrische Frauen und Mädchen

Lebenswichtige Schutz- und Hilfsangebote stärken Frauen und Mädchen, geben Sicherheit und eröffnen Perspektiven

Schutz und Hoffnung

Januar 2026 – Um Langzeitfolgen der verheerenden Erdbeben im Februar 2023 in der Türkei und in Syrien abzudecken, haben wir gemeinsam mit unserer syrischen Partnerorganisation Amal Organization ein Schutzprojekt im syrischen Kafr Takharim umgesetzt. Das Projekt richtete sich gezielt an Frauen, Mädchen, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen und konnte Ende vergangenen Jahres offiziell erfolgreich abgeschlossen werden. Der dringende Bedarf bleibt.

Durch die Beben war der Schutz vieler Menschen reduziert, Risiken erhöht, grundlegende Dienste unterbrochen und die ohnehin prekären Lebensbedingungen weiter verschärft. Besonders Frauen und heranwachsende Mädchen hatten und haben Probleme, ihren Lebensunterhalt zu sichern. In ihren Bemühungen um einen Arbeitsplatz sind sie zudem oft sexueller Ausbeutung und Missbrauch ausgesetzt.

Um die durch die vielseitigen Maßnahmen bereits erreichten Erfolge zu sichern und den dringend benötigten Schutz fortzuführen, wurde das Projekt nochmals um fünf Monate verlängert. Viele Frauen und Mädchen, Menschen mit Behinderungen sowie ältere Menschen sind weiterhin besonders gefährdet – insbesondere durch geschlechtsspezifische Gewalt (Gender-Based-Violence, GBV).

Das Amal-Team konzentrierte sich während dieser Verlängerungsphase auf die Bereitstellung hochwertiger GBV-Präventions- und -Interventionsdienste in einer eigens dafür eingerichteten Anlaufstelle für Frauen und Mädchen (Women and Girls Safe Space, WGSS) in Kafr Takharim. Aktivitäten in abgelegenen Dörfern und Camps mussten vorübergehend ausgesetzt werden, um die Kernservices für besonders gefährdete Gruppen zu sichern.

 

Dazu gehören:

  • Fallmanagement und psychosoziale Unterstützung (PSS)
  • Aufklärungs- und Sensibilisierungssitzungen zu GBV, rechtlichen Rechten und Kinderschutz
  • Berufsausbildung und Lebenskompetenz-Workshops

Durch diese Maßnahmen konnte Amal gezielt Frauen, Mädchen und andere besonders schutzbedürftige Personen stärken, ihnen Wissen vermitteln und psychosoziale Ressourcen bereitstellen, die entscheidend für ihre Sicherheit und Resilienz sind.

Das Projekt erreichte insgesamt fast 4.000 Frauen, knapp 1.350 Mädchen, rund 770 Männer, über 4.000 Binnenvertriebene und fast 2.400 Haushalte.

Im Lern- und Schutzraum für Frauen und Mädchen (WGSS) nahmen 41 Frauen an Berufstrainings in Friseurhandwerk und Computerkenntnissen teil – ein Schritt hin zu wirtschaftlicher Selbstständigkeit und Schutz vor Gewalt. 52 Mädchen lernten in Lebenskompetenzkursen, sich selbst zu schützen, Entscheidungen zu treffen und selbstbewusst zu handeln. 65 Frauen und Mädchen erhielten psychosoziale Unterstützung in Gruppen, um emotionale Belastungen zu verarbeiten, soziale Kontakte zu stärken und Hoffnung zu schöpfen.

Fatima, eine Teilnehmerin der Lebenskompetenzkurse, berichtet:
„Früher fühlte ich mich unsicher und ängstlich, heute weiß ich, dass wahre Stärke aus Selbstakzeptanz und eigenen Entscheidungen kommt.“

Eine andere Frau beschreibt das Friseurtraining so:
„Dieses Training hat mir gezeigt, dass ich Talente habe, die mir Einkommen und Hoffnung für die Zukunft geben können.“

Ein Mädchen über die Freizeit- und Kreativangebote:
„Das ist nicht nur ein Kurs, es ist ein Raum für Lachen, Freude und Stärke.“

Die Menschen in Kafr Takharim brauchen weiterhin Schutz, Wärme und Perspektiven. Mit Ihrer finanziellen Unterstützung kann Amal lebenswichtige Dienste fortführen, Frauen und Mädchen vor Gewalt schützen und ihnen Wege zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit eröffnen.

Jede Spende hilft: sei es für psychosoziale Betreuung, berufliche Ausbildung, Schutzmaßnahmen oder Lebenskompetenztrainings. Sie geben Menschen nicht nur Sicherheit, sondern auch Hoffnung und die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.

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Die Menschen in Kafr Takharim brauchen Schutz, Sicherheit und eine Perspektive.
Mit Ihrer Spende unterstützen Sie Frauen, Mädchen und Familien – geben Hoffnung, Schutz und die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.
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Knapp drei Jahre nach den verheerenden Erdbeben in der Türkei und in Syrien sitzen bei den Menschen die Wunden immer noch tief. Gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation Amal setzen wir verschiedene Maßnahmen im psychosozialen Bereich sowie zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation um. Ein weiteres Projekt zielt auf eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation ab – und denkt sowohl die physische als auch die psychische Gesundheit ab.

Immer noch leben im vom Erdbeben betroffenen Nordwesten Syriens mehr als 40.000 Menschen als Vertriebene im eigenen Land in Aufnahmezentren, Flüchtlingslagern oder informellen Einrichtungen. Die wirtschaftlichen, aber auch psychosozialen Auswirkungen der verheerenden Katastrophe sowie der damit verbundenen Verluste sind enorm. Traumata, Angst und Depressionen gekoppelt mit sozialer Not, Armut und dem Gefühl von Ungleichheit führen zu einem verheerenden Teufelskreis.

Besonders Frauen und heranwachsende Mädchen haben Probleme, ihren Lebensunterhalt zu sichern. In ihren Bemühungen um einen Arbeitsplatz sind sie zudem oftmals sexueller Ausbeutung und Missbrauch ausgesetzt. Wir möchten dabei helfen (Link anderer Artikel), diesen Missständen entgegenzuwirken.

Amal Organization

Die Organisation Amal ist im Nordwesten Syriens bekannt. Sie zeichnet sich als eine der führenden Organisationen aus, die kontinuierlich Schutzdienste für gefährdete Bevölkerungsgruppen und Gemeinschaften bereitstellt. Die Schutzzentren von Amal dienen in Notfällen als wichtige Anlaufstellen und bieten sofortige psychologische Erste Hilfe-Dienste an. Der Bedarf an Diensten zur Unterstützung von Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt ist nach wie vor extrem hoch, insbesondere nach dem Erdbeben von 2023. Das hat mehrere Gründe: Erstens hat das Erdbeben bestehende Schwachstellen und Ungleichheiten verschärft, sodass Frauen und Mädchen aufgrund der Zerstörung sicherer Räume und des Zusammenbruchs sozialer Unterstützungsnetze einem erhöhten Risiko von Gewalt gegen Frauen ausgesetzt sind. Zweitens hat die Katastrophe die ohnehin schon begrenzten Ressourcen und Kapazitäten lokaler und internationaler Organisationen, die im Bereich GBV tätig sind, weiter belastet, sodass zusätzliche Finanzmittel für die Aufrechterhaltung und Ausweitung dieser lebensrettenden Dienste unerlässlich sind. Schließlich unterstützen Investitionen in Maßnahmen zur Unterstützung von Opfern geschlechtsspezifischer Gewalt die allgemeinen Wiederaufbau- und Wiederherstellungsbemühungen. Sie stellen sicher, dass die Bedürfnisse und Rechte aller Menschen, insbesondere der am stärksten gefährdeten, berücksichtigt werden, um eine integrativere und widerstandsfähigere Gesellschaft nach der Krise zu fördern.

Beiträge aus der Erdbebenregion

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2026-01-21T14:22:07+00:00
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