Libanon: Neue Entwicklungen vor Ort 

Wie sich unsere Unterstützung für Vertriebene weiterentwickelt und welche aktuellen Maßnahmen besonders dringend sind

Die Not bleibt groß

April 2026 – Die humanitäre Lage im Libanon bleibt kritisch: Mehr als eine Million Menschen sind aufgrund von Konflikten und Vertreibungen aus ihren Heimatorten auf der Flucht. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, alleinerziehende Mütter sowie schwangere Frauen. Viele von ihnen leben in überfüllten Notunterkünften, die häufig in öffentlichen Schulen oder Ausbildungsinstituten eingerichtet wurden. Diese Unterkünfte sind oft schlecht ausgestattet, es fehlen Möbel, Küchen und sanitäre Einrichtungen. Den Familien fehlt Privatsphäre, und die Not bleibt trotz der Hilfe zahlreicher Akteure groß.

Gemeinsam mit unserem Partner Basmeh & Zeitooneh konnten wir dank der Unterstützung von Aktion Deutschland Hilft und unserer Spenderinnen und Spender bereits zahlreiche Hilfsgüter bereitstellen: 133 Haushalte erhielten Fertigmahlzeiten, 130 Haushalte Familien-Hygiene-Pakete und 200 Haushalte Grundversorgungspakete mit Matratzen, Decken und Kissen.

Die Verteilungen fanden bisher vor allem in Mount Lebanon statt, einer zentralen Bergregion östlich von Beirut, die sowohl städtische Vororte als auch ländliche Gemeinden umfasst. Dort wurden Hilfsgüter sowohl innerhalb als auch außerhalb von Sammelunterkünften verteilt. Darüber hinaus liefert B&Z Hilfsgüter in Beirut, im Süden des Libanon, im Bekaa-Tal, in Akkar und im nördlichen Libanon.

Nahrung bleibt der dringendste Bedarf – sowohl für Familien in Notunterkünften als auch für jene außerhalb – so berichtet es uns Marianne Samaha, Leiterin Programmentwicklung und Partnerschaften bei B&Z. Ebenso wichtig sind Hygieneartikel, die dabei helfen, die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Dringend erforderlich ist auch die Sanierung und Ausstattung von Unterkünften – sowohl formellen als auch informellen – damit die Menschen würdige, sichere und angemessene Lebensbedingungen haben. Psychosoziale Unterstützung, besonders für Kinder, ist ebenfalls unverzichtbar, um Familien und Einzelpersonen in dieser schwierigen Situation zu stabilisieren und zu begleiten.

Zu Beginn des Projekts bestand ein besonders hoher Bedarf an Grundversorgungspaketen mit Matratzen, Decken und Kissen. Diese Einmalhilfe konnte laut Marianne inzwischen weitgehend abgedeckt werden. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Nahrung, Hygieneartikeln, sicheren Unterkünften, Schutz und psychosozialer Unterstützung weiterhin hoch.

Die Hilfe vor Ort ist jedoch mit erheblichen Herausforderungen verbunden, sagt Marianne. Die finanziellen Mittel sind stark begrenzt, während die Zahl der Bedürftigen rapide wächst. Gleichzeitig haben viele internationale Organisationen ihre Arbeit reduziert oder ganz eingestellt, wodurch der Druck auf lokale Akteure wie B&Z deutlich zunimmt.

Erschwerend kommt hinzu, dass viele Mitarbeitende und Freiwillige selbst von der Krise betroffen sind. Dennoch setzen sie ihre Arbeit unermüdlich fort, um Familien in Not zu unterstützen.

Auch die Rahmenbedingungen vor Ort sind schwierig: Die Sicherheitslage ist angespannt, insbesondere weil Verteilungen teils in unsicheren Gebieten stattfinden. Zudem leben viele Vertriebene nicht in Sammelunterkünften, sondern verstreut, was die Organisation und Durchführung von Hilfsmaßnahmen zusätzlich erschwert.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Team vor Ort engagiert und baut auf seine bestehenden Netzwerke in den Gemeinden, um Hilfe genau dort bereitzustellen, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Mit Ihrer Unterstützung können wir die Versorgung von Geflüchteten fortsetzen, Hilfsgüter bereitstellen und direkt zu den Familien bringen.

Jeder Beitrag hilft, Leben zu retten, die Versorgung aufrechtzuerhalten und Familien in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.

Zugehörige Beiträge

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Unser Ausgaben und Einnahmen werden regelmäßig vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) überprüft. Es bescheinigt uns seit 2009 regelmäßig eine ordnungsgemäße Verwendung der Spendengelder, weshalb wir zum Tragen des entsprechenden Siegels berechtigt sind.

Die Not im Libanon ist weiterhin groß – und für viele Familien Alltag. Während die Zahl der Menschen auf der Flucht steigt, reichen die vorhandenen Mittel längst nicht aus, um alle ausreichend zu versorgen. Für viele bedeutet das: zu wenig Nahrung, fehlende Hygiene, unsichere Unterkünfte und kaum Schutz vor den Belastungen dieser Krise.

Und doch gibt es Hoffnung – durch konkrete Hilfe, die ankommt.

Mit Ihrer Spende helfen Sie dort, wo die Not am größten ist – direkt und wirksam.

Gerade jetzt ist Ihre Unterstützung entscheidend. Denn ohne zusätzliche Mittel droht die Versorgung vieler Menschen abzubrechen.

Bitte helfen Sie mit. Jeder Beitrag zählt – und macht für die betroffenen Familien einen spürbaren Unterschied.

Die aktuelle Gewalt im Libanon ist Teil einer sich ausweitenden Krise im Nahen Osten. Ausgelöst durch eine militärische Offensive von USA und Israel gegen Ziele im Iran, kam es zu Vergeltungsangriffen, die das Land direkt betreffen. Die libanesische Hisbollah‑Miliz reagierte mit Raketen und Drohnen auf israelisches Gebiet, Israel antwortete mit Luftangriffen auf libanesische Städte und Dörfer.

Für die Menschen vor Ort bedeutet das plötzliche Flucht, Angst und Unsicherheit. Familien müssen ihre Häuser verlassen, Kinder unterbrechen die Schule, und grundlegende Versorgung wie Wasser, Strom oder medizinische Hilfe ist oft unterbrochen. Straßen und öffentliche Infrastruktur werden zerstört, Krankenhäuser arbeiten am Limit, und viele Menschen leben in provisorischen Notunterkünften unter extrem beengten Bedingungen.

Diese Eskalation zieht den Libanon in einen grenzenlosen Konflikt zwischen regionalen Mächten und globalen Akteuren, während die Zivilbevölkerung die Hauptlast trägt. Für Tausende Familien bedeutet jeder Tag neue Sorgen, jede Nacht neue Unsicherheit – und jede Minute die dringende Notwendigkeit für schnelle humanitäre Hilfe.

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2026-04-01T12:11:24+00:00
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