DR Kongo: Prävention schützt Leben

Die Ebola-Gefahr wächst – jetzt kommt es auf schnelle Information, Schutzmaßnahmen und starke lokale Gesundheitsdienste an

Die Angst wächst

Juni 2026 – Die Ebola-Krise im Osten der Demokratischen Republik Kongo verschärft sich weiter. Seit dem Ausbruch der seltenen Bundibugyo-Variante vor einem Monat steigt die Zahl der Erkrankungen rasant an. Inzwischen wurden nach heutigen Angaben der Nachrichtenagentur Reuters mehr als 1.000 bestätigte Fälle und über 250 Todesfälle gemeldet. Die Angst vor einer weiteren Ausbreitung wächst.

Besonders betroffen sind Gemeinden im Osten des Landes, wo schwache Gesundheitsstrukturen, große Bewegungen von Menschen sowie die schwierige Sicherheitslage die Eindämmung der Krankheit zusätzlich erschweren. Wir unterstützen aktuell unseren lokalen Partner Centre Hospitalier CHAHI bei der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen, Aufklärung und bei der Stärkung lokaler Gesundheitsdienste. Gefördert wird das Projekt von Aktion Deutschland Hilft.

Ziel ist es, Menschen besser zu schützen, Wissen über Ebola zu verbreiten und lokale Gesundheitskräfte für den Ernstfall zu stärken.

Die ersten Aktivitäten des Projekts sind angelaufen. Gesundheitshelferinnen und Gesundheitshelfer arbeiten direkt in den Gemeinden und informieren die Bevölkerung über Schutzmaßnahmen, Hygiene und den richtigen Umgang mit möglichen Verdachtsfällen.

Bereits erreicht wurden:

  • zehn Gemeinden mit gezielten Sensibilisierungsmaßnahmen,
  • 12 Schulen, in denen Kinder, Lehrkräfte und Familien informiert werden,
  • acht Gesundheitseinrichtungen, die bei der Vorbereitung auf mögliche Ebola-Fälle unterstützt werden.

Insgesamt richtet sich das Projekt an rund 200.000 Menschen im Gesundheitsgebiet CHAHI und den umliegenden Gemeinden.

Eine der größten Herausforderungen vor Ort ist der Mangel an dringend benötigten Hygiene- und Schutzmaterialien. Viele Gesundheitseinrichtungen verfügen nicht über ausreichende Ausstattung, um Mitarbeitende und Patientinnen und Patienten zuverlässig zu schützen.

Deshalb stellt das Projekt wichtige Präventionsmaterialien bereit. Dazu gehören unter anderem:

  • Handwaschsets,
  • Schutzmasken und Handschuhe,
  • Desinfektionsmittel und Chlor,
  • Thermometer zur frühzeitigen Erkennung von Fieber,
  • Informationsmaterialien für Gemeinden und Gesundheitseinrichtungen.

Gerade einfache Hygienemaßnahmen können einen entscheidenden Unterschied machen, wenn es darum geht, Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung lokaler Gesundheitskräfte. Mitarbeitende medizinischer Einrichtungen und engagierte Menschen aus den Gemeinden werden geschult, um mögliche Ebola-Verdachtsfälle frühzeitig zu erkennen und die richtigen Schutzmaßnahmen einzuleiten.

Denn im Kampf gegen eine Epidemie zählt jede Stunde. Gut vorbereitete lokale Teams können dazu beitragen, Erkrankungen schneller zu identifizieren und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Neben medizinischen Maßnahmen spielt Information eine zentrale Rolle. In vielen Gemeinden führen Unsicherheit und Gerüchte zu Angst und erschweren den Umgang mit der Krankheit.

Durch direkte Gespräche in den Gemeinden sowie Informationskampagnen vermittelt CHAHI verständliche und verlässliche Informationen:

Wie wird Ebola übertragen?

Wie kann man sich schützen?

Wann muss medizinische Hilfe gesucht werden?

Wie kann die Gemeinschaft zusammenarbeiten?

Wissen schafft Sicherheit – und hilft, Leben zu schützen.

Das Centre Hospitalier CHAHI ist seit vielen Jahren in der Gesundheitsversorgung der Region tätig. Das lokale Team kennt die Herausforderungen vor Ort und arbeitet eng mit den Gemeinden zusammen.

Mit Erfahrung, Vertrauen und direktem Zugang zu den Menschen setzt CHAHI dort an, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird.

Doch die Herausforderungen bleiben groß. Weitere Gemeinden benötigen Unterstützung, damit Prävention, Aufklärung und Schutzmaßnahmen rechtzeitig greifen können.

Mit Ihrer Spende helfen Sie dabei, Gesundheitskräfte auszustatten, Menschen zu informieren und die Ausbreitung von Ebola einzudämmen.

Zugehörige Beiträge

Ihre Spende kommt an

Unser Ausgaben und Einnahmen werden regelmäßig vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) überprüft. Es bescheinigt uns seit 2009 regelmäßig eine ordnungsgemäße Verwendung der Spendengelder, weshalb wir zum Tragen des entsprechenden Siegels berechtigt sind.

Die Menschen im Osten der DR Kongo brauchen jetzt Schutz vor Ebola.

Ihre Spende ermöglicht wichtige Präventionsmaßnahmen: Informationen, Schutzmaterialien und Schulungen.


Gemeinsam stärken wir lokale Helferinnen und Helfer im Kampf gegen die Epidemie.
Helfen Sie mit, Leben zu schützen.

LandsAid arbeitet bereits seit mehr als sieben Jahren eng mit dem Centre Hospitalier CHAHI zusammen. Der lokale Partner verfügt über umfangreiche Erfahrung in der medizinischen Versorgung sowie in früheren Ebola-bezogenen Maßnahmen in der Region.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten und kann sich sehr schnell ausbreiten. Typische Anzeichen sind unter anderem plötzlich auftretendes hohes Fieber sowie weitere schwere Krankheitsverläufe. Die Übertragung erfolgt vor allem durch direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten oder erkrankten Personen. Bei dem aktuellen Ausbruch in der DR Kongo handelt es sich um die sogenannte Bundibugyo-Variante des Virus. Für diese Ebola-Form steht bislang weder ein zugelassener Impfstoff noch eine spezifische Behandlung zur Verfügung. Die medizinische Versorgung konzentriert sich daher derzeit darauf, Beschwerden zu lindern, Komplikationen zu vermeiden und Betroffene bestmöglich zu unterstützen.

Neben der gesundheitlichen Bedrohung durch Ebola stellt auch die fragile Sicherheitslage eine große Herausforderung dar. Zahlreiche bewaffnete Gruppen sind im Osten der DR Kongo aktiv und erschweren humanitäre Hilfe sowie medizinische Maßnahmen. Besonders betroffen sind die Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu, wo die Rebellengruppe M23 derzeit große Gebiete kontrolliert.

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2026-06-22T18:48:53+00:00
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