Prävention ist jetzt entscheidend

Ebola-Ausbruch in der DR Kongo: LandsAid bereitet präventive Hilfsmaßnahmen vor, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen

Die Lage verschärft sich

Mai 2026 – Nach dem Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Stamms des Ebola-Virus im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo verschärft sich die Lage zunehmend. Die Zahl der Verdachts- und Infektionsfälle steigt besorgniserregend schnell an.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen.

Als Bündnisorganisation von Aktion Deutschland Hilft beobachten wir die Entwicklung sehr genau und stehen im engen Austausch mit unserem langjährigen lokalen Partner, dem Centre Hospitalier CHAHI. Gemeinsam prüfen wir derzeit, wie wir die Menschen in der betroffenen Region schnell und wirksam unterstützen können.

Nach aktuellen Angaben unseres Projektpartners wurden bereits mehr als 500 Verdachtsfälle registriert. Besonders betroffen sind die Gesundheitszonen Bunia, Rwampara, Mongbwalu und Nach dem Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Stamms des Ebola-Virus im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo verschärft sich die Lage zunehmend. Die Zahl der Verdachts- und Infektionsfälle steigt besorgniserregend schnell an.

Besonders problematisch: Gegen die aktuelle Bundibugyo-Variante existiert bislang kein zugelassener Impfstoff. Während frühere Ebola-Ausbrüche – etwa zwischen 2018 und 2020 – durch aggressivere Virusvarianten geprägt waren, gilt die aktuelle Form als leichter übertragbar. Genau deshalb breitet sich das Virus derzeit so schnell aus.

UUnser lokaler Partner ist in der Provinz Süd-Kivu aktiv. Dort gibt es bislang keine bestätigten Fälle der aktuellen Ebola-Variante. Gleichzeitig ist die Testkapazität in vielen Regionen begrenzt, sodass eine mögliche Dunkelziffer und unerkannte Infektionen nicht ausgeschlossen werden können.

Wir beobachten die Situation mit großer Sorge: Zwischen Süd-Kivu und der Stadt Goma, in der bereits bestätigte Fälle gemeldet wurden, besteht ein intensiver Personen- und Warenverkehr. Zusätzlich wurden am 18. Mai die Grenzen zwischen Bukavu und Ruanda geschlossen.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind unsere Projekte und Projektregionen nicht direkt betroffen. Aufgrund der dynamischen Lage stehen wir jedoch täglich mit unserem Partner vor Ort in Kontakt und erhalten laufend aktuelle Informationen zur Entwicklung.

Die Situation wird zusätzlich durch anhaltende Konflikte in der Provinz Ituri verschärft. Kämpfe, unsichere Verkehrswege und Fluchtbewegungen erschweren medizinische Hilfe und erhöhen zugleich das Risiko einer weiteren Ausbreitung.

Besonders gefährdet sind Regionen im Osten des Landes, darunter auch Süd-Kivu. Die Nähe zu Goma und zur ugandischen Grenze macht Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen dringend notwendig.

Der Schutz der Bevölkerung steht jetzt an erster Stelle. Gemeinsam mit unserem Partner planen wir deshalb präventive Maßnahmen, darunter:

  • Verteilung von Hygienekits,
  • Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen,
  • Informationen über Übertragungswege und Schutzmaßnahmen,
  • Unterstützung lokaler Gesundheitshelferinnen und Gesundheitshelfer,
  • Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung möglicher Infektionen,
  • Förderung von Hygienemaßnahmen in gemeinschaftlichen Einrichtungen.

Besonders wichtig sind dabei Versammlungsorte wie Kirchen oder Unterkünfte für Binnenvertriebene, in denen viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen – teilweise auch aus benachbarten Provinzen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bekämpfung von Gerüchten und Falschinformationen. In vielen Gemeinden kursieren Ängste, Mythen und religiöse Deutungen der Krankheit. Umso wichtiger ist es, die Menschen verständlich und respektvoll über das Virus, Ansteckungswege und Schutzmaßnahmen zu informieren.

Mit dem Centre Hospitalier CHAHI arbeiten wir bereits seit mehr als sieben Jahren eng zusammen. Die Klinik in Süd-Kivu wurde 1982 gegründet und zählt heute zu den wichtigsten Gesundheitseinrichtungen der Region. Ein erfahrenes Team aus Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen sowie Gesundheitshelferinnen und -helfern setzt sich dort täglich für die Versorgung der Bevölkerung ein.

Gemeinsam konnten wir bereits erfolgreiche Projekte in den Bereichen Gesundheit, Ernährungssicherheit und Frauenförderung umsetzen – transparent, nachhaltig und mit direkter Wirkung für die Menschen vor Ort.

Formelle Lageberichte oder Assessment Reports liegen derzeit noch nicht vor. Wir erhalten jedoch täglich aktuelle Informationen direkt von unserem lokalen Partner.

Wir werden weiterhin über die Entwicklung der Lage und geplante Hilfsmaßnahmen informieren.

Zugehörige Beiträge

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Unser Ausgaben und Einnahmen werden regelmäßig vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) überprüft. Es bescheinigt uns seit 2009 regelmäßig eine ordnungsgemäße Verwendung der Spendengelder, weshalb wir zum Tragen des entsprechenden Siegels berechtigt sind.

Jetzt helfen und Ebola-Ausbreitung verhindern

Die Lage im Osten der DR Kongo spitzt sich zu. Ohne schnelle Präventionsmaßnahmen droht eine weitere Ausbreitung des Ebola-Virus in besonders verletzlichen Regionen.

Gemeinsam mit unserem lokalen Partner wollen wir Menschen mit Hygienekits, Aufklärung und Präventionsmaßnahmen unterstützen und Infektionsketten frühzeitig unterbrechen.

Ihre Spende hilft, Leben zu schützen und eine weitere Ausbreitung einzudämmen.

Während der Osten der Demokratischen Republik Kongo weiterhin unter den Folgen bewaffneter Konflikte leidet, sieht sich die Region nun erneut mit einer schweren Gesundheitskrise konfrontiert: In mehreren Städten im Osten des Landes – darunter Bunia, Butembo, Beni und Goma – sowie in angrenzenden Gebieten wurden neue Fälle der Ebola-Viruskrankheit gemeldet, darunter die sogenannte Bundibugyo-Variante. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr und Sterblichkeit dieser Krankheit sorgt die Situation in der Bevölkerung für große Besorgnis.

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, haben die lokalen Behörden die Präventionsmaßnahmen verschärft und unter anderem Grenzübergänge sowie verschiedene Zugangspunkte in einigen Städten vorübergehend geschlossen. Trotz dieser Maßnahmen bleiben die lokalen Gesundheitseinrichtungen stark gefährdet und benötigen dringend Unterstützung, um Präventions-, Aufklärungs- und Reaktionsmaßnahmen auf Gemeindeebene zu verstärken.

Das Centre Hospitalier CHAHI möchte auf Grundlage seiner Erfahrungen aus früheren Einsätzen – insbesondere mit Unterstützung von Aktion Deutschland Hilft in Mwenga und genauer in CHOWE – einen Beitrag zu den Maßnahmen der Gesundheitsbehörden leisten. Geplant ist die Umsetzung eines gemeindebasierten Projekts zur Prävention und Eindämmung der Ebola-Viruskrankheit.

Festgestellte Bedarfe

Vor Ort wurden insbesondere folgende Bedarfe identifiziert:

  • Unzureichende Aufklärungskampagnen über Schutzmaßnahmen gegen Ebola in den Gemeinden;
  • Mangelnde Verfügbarkeit von Schutz- und Präventionsausrüstung in Gesundheitseinrichtungen;
  • Fehlende oder unzureichende Möglichkeiten zum Händewaschen und zur Desinfektion in öffentlichen Einrichtungen und Gesundheitszentren;
  • Bedarf an Schulungen für medizinisches Personal und Gemeindemitglieder zur Prävention und frühzeitigen Erkennung von Verdachtsfällen;
  • Notwendigkeit einer besseren Koordination von Präventions- und Sensibilisierungsmaßnahmen in Risikogebieten.

Hauptziel des Projekts

Das Projekt soll dazu beitragen, das Risiko einer Ausbreitung der Ebola-Viruskrankheit der Bundibugyo-Variante in Gemeinden und Gesundheitseinrichtungen im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu verringern. Dies soll insbesondere durch Aufklärungsarbeit, die Stärkung gesundheitlicher Präventionsmaßnahmen sowie die Unterstützung lokaler Reaktionsmaßnahmen erreicht werden.

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2026-05-20T14:07:48+00:00
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