Nach den Beben: Die Menschen in Venezuela brauchen unsere Hilfe

Krankenhäuser sind überlastet, Familien leben in provisorischen Lagern – LandsAid leistet gemeinsam mit lokalen Partnern dringend benötigte Nothilfe

Humanitäre Lage spitzt sich weiter zu

Juli 2026 – Mehr als eine Woche nach den schweren Erdbeben in Venezuela spitzt sich die humanitäre Lage weiter zu. Nach aktuellen Angaben kamen bereits über 2.500 Menschen ums Leben, mehr als 10.000 Menschen wurden verletzt. Medienangaben zufolge wurden nach aktuellen satellitengestützten Analysen fast 60.000 Gebäude beschädigt oder zerstört. Ganze Wohnviertel liegen in Trümmern, viele Familien haben ihr Zuhause verloren und leben seitdem in provisorischen Unterkünften.

Immer noch sind Such-, Rettungs- und Bergungsarbeiten im Gange. Einsatzkräfte suchen noch immer nach Überlebenden, bergen aber zunehmend auch Tote aus den Trümmern. Zahlreiche Nachbeben, beschädigte Gebäude und fehlendes schweres Gerät erschweren die Einsätze erheblich.

Für die betroffenen Familien beginnt jetzt ein langer und entbehrungsreicher Weg. Viele Menschen haben alles verloren – ihr Zuhause, ihre Existenz und die Sicherheit ihres Alltags.

Besonders schwer betroffen sind die Regionen um La Guaira sowie Teile der Hauptstadt Caracas und angrenzende Bundesstaaten. Wohnhäuser, Gesundheitseinrichtungen und wichtige Infrastruktur wurden schwer beschädigt.

Unser lokaler Partner berichtet von Familien, die ihre Häuser verlassen mussten und nun in improvisierten Camps leben. Viele schlafen in einfachen, notdürftig errichteten Unterständen unmittelbar neben ihren beschädigten Wohnungen – in der Hoffnung, ihre wenigen verbliebenen Habseligkeiten schützen zu können. Sanitäre Anlagen fehlen vielerorts, Regen und Wind verschärfen die ohnehin schwierigen Lebensbedingungen zusätzlich. Regelmäßig kreisen Hubschrauber über den betroffenen Stadtteilen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen besteht der dringendste Bedarf derzeit in der medizinischen Notfallversorgung. Viele Krankenhäuser sind beschädigt oder völlig überlastet. Es mangelt an Medikamenten, Blutkonserven, medizinischem Verbrauchsmaterial und Operationskapazitäten. Gleichzeitig werden sauberes Trinkwasser, Notunterkünfte, Hygieneartikel und psychosoziale Unterstützung dringend benötigt.

Die ohnehin angespannte Versorgungslage in Venezuela hat sich durch die Erdbeben weiter verschärft. Der Mangel an Grundnahrungsmitteln, sauberem Wasser und medizinischer Versorgung bestimmt für viele Menschen den Alltag.

Wir stehen den betroffenen Menschen zur Seite und leisten gemeinsam mit den Partnerorganisationen LasComaesAndantes (Caracas) und Visiones e. V.  (München) schnelle und bedarfsgerechte Nothilfe. Die Maßnahmen werden durch Aktion Deutschland Hilft unterstützt.

Im Mittelpunkt der Hilfe stehen besonders gefährdete Menschen: Kinder, ältere Menschen und Verletzte.

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Krankenhäuser mit dringend benötigtem medizinischem Verbrauchsmaterial ausgestattet werden und die Versorgung der zahlreichen Verletzten aufrechterhalten werden kann.

Darüber hinaus planen wir, ein vom Erdbeben betroffenes Seniorenheim zu unterstützen und Wasser sowie Hygieneartikel für besonders bedürftige Familien bereitzustellen. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern können wir schnell, effektiv und unbürokratisch handeln. Die Hilfe erreicht die Menschen dort, wo sie am dringendsten benötigt wird.

Die Not in Venezuela wird nicht innerhalb weniger Tage überwunden sein. Für viele Familien beginnt der Wiederaufbau erst jetzt. Sie brauchen weiterhin dringend unsere Unterstützung.

Mit Ihrer Spende helfen Sie dabei, medizinische Versorgung zu verbessern, Hilfsgüter wie Wasser und Hygieneartikel bereitzustellen und besonders schutzbedürftige Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen.

Bitte helfen Sie mit. Jede Spende macht einen Unterschied. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

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Die Schlagzeilen werden weniger – die Not der Menschen in Venezuela bleibt.

Viele Familien haben ihr Zuhause verloren und sind weiterhin auf Hilfe angewiesen. Gemeinsam mit unseren Partnern leisten wir medizinische Nothilfe und versorgen besonders schutzbedürftige Menschen mit dem Nötigsten.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, damit diese Hilfe weitergehen kann. Jede Unterstützung zählt.

Venezuela befindet sich seit Jahren in einer anhaltenden humanitären und sozioökonomischen Krise. Trotz einzelner wirtschaftlicher Stabilisierungstendenzen bleibt die Versorgungslage für große Teile der Bevölkerung angespannt. Nach Einschätzungen internationaler Organisationen ist die Armut weiterhin weit verbreitet, während der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Strom, sauberem Wasser und Gesundheitsversorgung vielerorts eingeschränkt und ungleich verteilt ist.

Besonders stark betroffen ist das öffentliche Gesundheitssystem. Es steht seit Langem unter erheblichem Druck – unter anderem durch Engpässe bei medizinischem Material, den Abzug von Fachpersonal sowie eine unzureichende Infrastruktur. Die Versorgung mit Medikamenten und medizinischen Gütern ist nicht zuverlässig gewährleistet, gleichzeitig stellen hohe Kosten für viele Menschen eine zusätzliche Hürde beim Zugang zu medizinischer Behandlung dar.

In der Praxis führt diese strukturelle Unterversorgung dazu, dass medizinische Leistungen häufig nur eingeschränkt verfügbar sind und Familien in vielen Fällen selbst dafür sorgen müssen, notwendige Medikamente oder Materialien zu beschaffen. Präventive Versorgung und die Behandlung chronischer Erkrankungen sind nur begrenzt möglich.

Die schweren Erdbeben der vergangenen Tage haben diese ohnehin fragile Situation drastisch verschärft. Kliniken sind durch die hohe Zahl an Verletzten zusätzlich überlastet, während gleichzeitig Infrastruktur beschädigt wurde und Versorgungswege eingeschränkt sind. Was zuvor bereits ein strukturelles Problem war, entwickelt sich damit in den betroffenen Regionen zu einer akuten Versorgungskrise.

Wir reagieren darauf mit gezielter Unterstützung für Krankenhäuser, um die medizinische Versorgung der Verletzten kurzfristig zu stabilisieren und die größten Lücken in der Versorgung zu schließen.

LasComaesAndantes

LasComaesAndantes ist ein feministisches Community-Kollektiv aus Caracas, das in benachteiligten Stadtteilen arbeitet. Die Gruppe engagiert sich insbesondere in der sozialen Basisarbeit, in Bildungs- und Präventionsangeboten sowie in der Stärkung lokaler Gemeinschaftsstrukturen. Mit ihrem niedrigschwelligen, stark community-orientierten Ansatz verfügt das Kollektiv über gute Zugänge zu besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen in den betroffenen Vierteln.

Visiones e.V.

Der Münchner Verein Visiones e. V. engagiert sich für soziale Teilhabe, Bildung, Empowerment und interkulturellen Austausch. Die Organisation arbeitet mit einem migrantischen und diversitätsorientierten Ansatz und setzt sich insbesondere für die Stärkung von Menschen mit Migrationserfahrung sowie für gesellschaftliche Teilhabe und Chancengleichheit ein. Durch ihre langjährigen Verbindungen zur venezolanischen Community verfügt Visiones e. V. über wertvolle lokale Netzwerke und kulturelle Expertise. Im Rahmen der Venezuela-Hilfe unterstützt der Verein LandsAid als wichtige Brücke zwischen Deutschland und Venezuela und trägt dazu bei, Kontakte, Kommunikation und Zusammenarbeit mit Akteuren vor Ort zu stärken.

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2026-07-03T11:09:03+00:00
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