DR Kongo: Ebola breitet sich weiter aus

LandsAid unterstützt Aufklärung und Prävention durch lokale Gesundheitsdienste

Zweitgrößter Ebola-Ausbruch weltweit

August 2026 – Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo hat sich nochmals stark ausgeweitet. Nach Angaben der kongolesischen Regierung, über die mehrere etablierte Medien berichten, waren bis zum 31. Juli mehr als 3.500 Erkrankungen bestätigt. Über 1.500 Menschen sind gestorben. Damit endeten rund 44 Prozent der nachgewiesenen Infektionen tödlich. Der aktuelle Ausbruch ist inzwischen der zweitgrößte dokumentierte Ebola-Ausbruch weltweit.

Verursacht wird die Erkrankung durch das Bundibugyo-Ebolavirus. Für diese Virusvariante stehen bislang weder ein zugelassener Impfstoff noch eine spezifisch zugelassene Behandlung zur Verfügung. Die Ausbreitung wird durch die schwierige Sicherheitslage, eine unzureichende Gesundheitsversorgung, fehlendes Schutzmaterial und Lücken bei der Erfassung von Kontaktpersonen erschwert.

LandsAid unterstützt gemeinsam mit dem lokalen Partner Centre Hospitalier CHAHI Maßnahmen zur Vorbeugung und zur Stärkung der Gesundheitsdienste. Das von Aktion Deutschland Hilft geförderte Projekt richtet sich an rund 200.000 Menschen im Gesundheitsgebiet CHAHI und in umliegenden Gemeinden.

Gesundheitshelferinnen und Gesundheitshelfer informieren die Bevölkerung über Übertragungswege, Hygienemaßnahmen und den Umgang mit möglichen Verdachtsfällen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bereitstellung von Schutz- und Hygienematerialien. Dazu gehören Handwaschsets, Masken, Handschuhe, Desinfektionsmittel, Chlor und Thermometer. Informationsmaterialien unterstützen die Aufklärung in Gemeinden und medizinischen Einrichtungen.

Mitarbeitende aus Gesundheitseinrichtungen sowie engagierte Menschen aus den Gemeinden erhalten Schulungen. Sie sollen mögliche Verdachtsfälle frühzeitig erkennen, Schutzmaßnahmen einleiten und die Bevölkerung verständlich informieren.

Verlässliche Informationen sind für die Eindämmung entscheidend. Gerüchte und Misstrauen gegenüber Gesundheitseinrichtungen können dazu führen, dass erkrankte Menschen medizinische Hilfe verspätet oder gar nicht aufsuchen. Zugleich starben zuletzt viele Betroffene außerhalb von Behandlungszentren. Dadurch steigt insbesondere bei ungeschützten Kontakten und Bestattungen das Risiko weiterer Übertragungen.

Das Centre Hospitalier CHAHI ist seit mehr als sieben Jahren Partner von LandsAid. Die Organisation verfügt über Erfahrung in der medizinischen Versorgung und in der Ebola-Prävention. Ihre Mitarbeitenden kennen die Gemeinden und können Informationen sowie Schutzmaßnahmen unmittelbar vor Ort vermitteln.

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LandsAid arbeitet bereits seit mehr als sieben Jahren eng mit dem Centre Hospitalier CHAHI zusammen. Der lokale Partner verfügt über umfangreiche Erfahrung in der medizinischen Versorgung sowie in früheren Ebola-bezogenen Maßnahmen in der Region.

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten und kann sich sehr schnell ausbreiten. Typische Anzeichen sind unter anderem plötzlich auftretendes hohes Fieber sowie weitere schwere Krankheitsverläufe. Die Übertragung erfolgt vor allem durch direkten Kontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten oder erkrankten Personen. Bei dem aktuellen Ausbruch in der DR Kongo handelt es sich um die sogenannte Bundibugyo-Variante des Virus. Für diese Ebola-Form steht bislang weder ein zugelassener Impfstoff noch eine spezifische Behandlung zur Verfügung. Die medizinische Versorgung konzentriert sich daher derzeit darauf, Beschwerden zu lindern, Komplikationen zu vermeiden und Betroffene bestmöglich zu unterstützen.

Neben der gesundheitlichen Bedrohung durch Ebola stellt auch die fragile Sicherheitslage eine große Herausforderung dar. Zahlreiche bewaffnete Gruppen sind im Osten der DR Kongo aktiv und erschweren humanitäre Hilfe sowie medizinische Maßnahmen. Besonders betroffen sind die Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu, wo die Rebellengruppe M23 derzeit große Gebiete kontrolliert.

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2026-08-04T11:40:10+00:00
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