LANDSAID SENDET EINSATZTEAM NACH THESSALONIKI

Kaum ärztliche Versorgung und fehlende Ressourcen prägen die Flüchtlingslager in Thessaloniki – LandsAid hat am 25.05.21
ein erstes Ärzteteam entsendet, um den Menschen dort zu helfen

Ich will helfen

In 4 Wochen Einsatz sollen 7.000 Flüchtlinge versorgt werden

Katastrophale Bedingungen

Da finanzielle Mittel von Seiten der griechischen Regierung fehlen, gibt es kaum Unterstützung für die Geflüchteten. „Überall fehlt es an Ressourcen. Lebensmittel und Wasser sind rar, medizinische Versorgung quasi nicht vorhanden. Die Menschen haben Mangelerscheinungen, Hautkrankheiten wie die Krätze, entzündete Wunden, Infektionen, Zahnprobleme. Sie sind zum Teil schwer traumatisiert und zeigen psychosomatische Symptome wie Haarausfall oder Kopfschmerzen“, erzählt Carola Gerhardinger. Zudem wird ein unkontrollierbarer Ausbruch der Corona-Epidemie in den Lagern befürchtet.

Aus dem System gefallen

Das Asylverfahren dauert bei den griechischen Behörden oft mehrere Jahre. Bis die Geflüchteten registriert sind, leben sie in den Containerlagern auf engstem Raum. „Zwei Familien wohnen jeweils in einem kleinen Container“, ergänzt Carola Gerhardinger. Wenn der Registrierungsprozess abgeschlossen ist und die Flüchtlinge anerkannt sind, werde es eher schlimmer für die Menschen. „Sie werden quasi in die Obdachlosigkeit entlassen“, so Gerhardinger, „und bauen sich provisorische Zelte zwischen den Containern auf.“ Da, wo eben gerade Platz sei, etwa auf dem Fußballfeld im Camp. Pro Camp leben damit zusätzlich circa 200 Personen in Zelten – völlig sich selbst überlassen. Eigentlich dürften sie sich jetzt einen Job suchen. Mit keinerlei Sprachkenntnissen und ohne festen Wohnsitz ist es aber nahezu unmöglich für die Menschen, eine Arbeit zu finden. „Diese Menschen fallen aus allen Systemen“, so Gerhardinger, „werden ärztlich gar nicht versorgt, suchen sich ihr Essen aus den umliegenden Müllcontainern. Sie brauchen unsere Hilfe.“ So etwas in Europa zu sehen tue weh, meint die Projektleiterin. Trotz durch Corona verschärfter Lage hat LandsAid daher schnellstmöglich ein medizinisches Einsatzteam nach Thessaloniki entsendet, um die Versorgung in den Lagern zu verbessern und den Menschen ihre Situation zu erleichtern. Ein langfristiger Einsatz sei dabei wünschenswert, um den Geflüchteten Sicherheit, Stabilität und eine dauerhafte medizinische Versorgung bieten zu können. Aber der müsse auch finanziell gesichert sein. „Daher ist jetzt jede Unterstützung wichtig. Helfen Sie uns dabei.“

Am 25.05.21 haben sich die Ärztin Dr. Sabine Hartmann aus Dresden sowie die Krankenschwester Brigitte Steigenberger aus Brühl auf den Weg nach Thessaloniki gemacht. Sie werden in den Flüchtlingslagern auf dem griechischen Festland knapp vier Wochen lang im Einsatz sein, um die medizinische Versorgung in den Lagern zu verbessern und insgesamt 7.000 Flüchtlingen ihre schwierige Situation zu erleichtern.

Ein Fortschreiten der Corona-Epidemie hat die Lage weiter verschärft – aber auch den eigentlich schnellstmöglich geplanten LandsAid-Hilfseinsatz verzögert. Nun wird das erste Einsatzteam eine lokale Partnerorganisation, die seit 2015 in den Flüchtlingslagern um Thessaloniki medizinisch tätig ist und die Bewohner der Camps mit Medikamenten versorgt sowie medizinische Hilfsgüter und Versorgungsmaterialien zur Verfügung stellt, mit medizinischen Behandlungen unterstützen.

Geplant ist der Einsatz des medizinischen Hilfsteams aus Deutschland in vier der Camps um Thessaloniki. In einer mobilen Klinik oder in „Hausbesuchen“ werden die Patienten medizinisch versorgt, beraten und behandelt. Zusätzlich gibt das Team etwa 100 geflüchteten Frauen Schulungen im Bereich Erster Hilfe und Hygiene.

Um Sicherheit, Stabilität und eine dauerhafte medizinische Versorgung bieten zu können, ist der Einsatz langfristig angelegt – weitere medizinische Teams sollen folgen. Aber das muss auch finanziell gesichert sein…

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In Europa solche Zustände zu sehen, hat uns geschockt. Die Geflüchteten in Thessaloniki werden ihrem Schicksal überlassen. Sie erhalten keine Unterstützung, kein Essen, keine Unterkunft und keine medizinische Versorgung. Die Menschen bauen sich Zelte, aus allem was sie finden. Zum Arzt gehen, ist nicht möglich. Wir dürfen und wollen diese Menschen nicht ihrem Schicksal überlassen. Helfen Sie uns zu helfen! Unsere ehrenamtlichen Ärzt*innen und Pfleger*innen fliegen nach Thessaloniki und geben den Menschen nicht nur medizinische Hilfe, sondern auch Hoffnung.

Ihr Ansprechpartner

Kathrin Müller

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(Stephanie J., spendete 100€ für Haiti)
„Die Mitarbeiter von LandsAid e.V. konnte ich in Seminare für die Ausbildung für humanitäre Einsatzkräfte erleben und dadurch einen Einblick in die Projektarbeit gewinnen und das Herzblut, in das die Menschen hineinstecken. LandsAid ist eine Organisation, die wirklich lohnenswert ist und jedweder Unterstützung bedarf. Diese Menschen leisten eine großartige und ehrliche Arbeit, die auch sehr gut transparent gemacht wird! Auch in Newsletter werden die Menschenschicksale und die Arbeit des medizinischen Teams auf eine humane und liebevolle Art erzählt.“

(Iris M., spendete 50€ für Haiti)
Bei Seminaren für Einsatzkräfte habe ich Lands Aid als seriöse und vor allem sehr kompetente Organisation kennen gelernt. In Zusammenarbeit mit Apotheker ohne Grenzen, bei der ich Mitglied bin, wurden sehr erfolgreiche Projekte durchgeführt. Da ich Dr. Hettel beruflich kenne, habe ich volles Vertrauen in das Gelingen dieses Projekts. Hier kommt die Spende 1 : 1 an.

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2022-11-03T18:29:11+00:00
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