LandsAid-Einsatz in Simbabwe

LandsAid-Einsatz in Simbabwe

LandsAid setzt Hilfe in Simbabwe mit Projekt zur Sicherung der Ernährung und Prävention von Durchfallerkrankungen fort.

Gut ein Jahr, nachdem der verheerende Zyklon Idai die Länder Mosambik, Malawi und Simbabwe schwer getroffen und zerstört hat, sind viele Gebiete nach wie vor unterversorgt und weiterhin auf Unterstützung angewiesen. In Simbabwe haben wir nun gemeinsam mit unserem lokalen Partnerorganisation TSURO in 115 Haushalten in den Gemeinden in Chimanimani den Bau von sogenannten Blair Toiletten fertig gestellt. In Planung ist weiterhin ein mehrstufiges Ernährungsprojekt, um Ernte- und Ertragsverluste auszugleichen.

Blair Toiletten sind belüftete Grubenlatrinen, die in den 70er Jahren entwickelt wurden – als eine sehr einfache, aber effektive Konstruktion: Diese geruchlosen und fliegenfreien Hocktoiletten eignen sich gut für abgelegene Dörfer in Ländern wie Afrika, in denen sanitäre Einrichtungen von entscheidender Bedeutung sind, aber der Mangel an Wasserleitungen die Installation moderner Toiletten erschwert.

Hilfe zur Selbsthilfe

Für den Bau dieser Toiletten werden verschiedene Materialien benötigt – etwa Zement, Lüftungsrohre, Verstärkungsdrähte, Fliegengitter und Eisenbleche. All diese Baustoffe wurden von unserer Partnerorganisation vor Ort eingekauft und mit LKWs in die bedürftigen Distrikte gefahren. Hier wurde den Menschen erklärt, wie die Toiletten gebaut werden – so dass sie den Bau ihrer Toiletten am Ende komplett selbst übernehmen konnten.

In den Katastrophenregionen stieg die Zahl von Cholera- und Malaria-Erkrankungen stetig an. Da sauberes Wasser und eine vernünftige sanitäre Versorgung die Grundlage für eine Prävention von Epidemien und Durchfallerkrankungen ist, wurde das LandsAid-Projekt ins Leben gerufen.

Viele Haushalte in der Gemeinde sind jedoch auch von einer großen Ernährungsunsicherheit betroffen. Der Zyklon hat die komplette Ernte, Felder und Wasserstellen zerstört, auch das bereits eingelagerte Saatgut ist kaputt gegangen. Auch hier planen wir zu helfen: Haushalte sollen mit Kleintieren, Rohstoffen für Tierfutter sowie Imkeranzügen und Ernteeimern ausgestattet werden. Die örtlichen Landwirte erhalten so bald wie möglich Schulungen in der Vermehrung von Obstbäumen, der Futtermittelzubereitung sowie der ökologischen Fruchtbarkeitsproduktion. Zudem werden sie darin geschult, vorhandene Wasserquellen zu schonen und die natürliche Umgebung zu erhalten und zu verbessern. Der Zyklon hat mehr als 52 Prozent der Wasserquellen im Distrikt beschädigt.

Insgesamt 850 Haushalte werden von den Maßnahmen profitieren – das sind 3.485 betroffene Personen. Langfristig jedoch erreicht dieser Beitrag zur langfristigen Versorgung der Chimanimani-Region noch deutlich mehr Menschen.

Gerade diese Kombination macht die Hilfe nachhaltig. Die Ernährung wird sichergestellt und gleichzeitig verbessern wir durch die Errichtung von sanitären Anlagen die hygienischen Bedingungen.

Das Toiletten-Projekt konnte bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Beim Ernährungsprojekt gibt es jedoch Verzögerungen. Durch eine chronische Benzinknappheit können die bereits bestellten Materialien derzeit nicht geliefert werden. Die Corona-Krise, die nun auch in der Region angekommen ist, macht die Logistik nun noch schwieriger, da die Leute eine Ausgangssperre haben.

Unser Ziel ist es, die Not zu lindern und die Menschen in dieser Situation auch jetzt nicht alleine zu lassen. Dabei sind wir jedoch auf jede Hilfe angewiesen.

Das Projekt wird auch gefördert von Aktion Deutschland Hilft (ADH). Wir sind seit 2012 Mitglied in dem Bündnis der Hilfsorganisationen.

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