Medizinische Versorgung für die Menschen in Chikwesi

Weitere Gesundheitsstation in der Region Chimanimani im Südosten von Simbabwe fertiggestellt

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Medizinische Grundversorgung sichergestellt – ein Interview

Der Bau einer zweiten Gesundheitsstation in der Region Chimanimani im Südosten von Simbawe, den wir im Juni dieses Jahres gemeinsam mit unserem lokalen Partner Miracle Missions im kleinen Dorf Chikwesi gestartet haben, ist nun abgeschlossen. Circa 1.400 Familien, also rund 7.000 Menschen, im unmittelbaren Einzugsgebiet werden von dieser Maßnahme profitieren. Unsere Mitarbeiterin Stefani Rackes da Silva war im Oktober vor Ort, um sich ein Bild vom Projekt zu machen und mit den Menschen vor Ort zu sprechen. Wir haben sie nach ihren Eindrücken gefragt – das Interview findet Ihr hier:

In Simbabwe ist Chimanimani für seine Tränen („Tears of Chimanimani“) bekannt: Der Zyklon Idai hinterließ Spuren in den Bergen, die wie echte Tränen aussehen. Diese natürlichen Spuren sind aber nicht die einzigen Narben, die der Zyklon hinterlassen hat:

Das Dorf Chikwesi zum Bespiel liegt neun Autostunden von der Hauptstadt Harare entfernt. Dieses kleine Dorf leidet seit der Katastrophe unter Dürren, mangelhafter oder nicht vorhandener medizinischer Versorgung und fehlendem Zugang zum Bildungswesen. Mein Eindruck von unserem Projekt, das wir dort implementiert haben, ist so positiv wie er nur sein kann: 1.400 Familien aus einem großen Einzugsgebiet haben erstmals eine Klinik mit einer soliden Struktur, die grundlegende Gesundheitsdienste anbieten kann.

Der Bau der Klinik ist abgeschlossen. Sie verfügt über einen Behandlungsraum, eine Apotheke, Sprechzimmer, Lager und einen eigenen Raum für Impfungen für Erwachsene und Kinder. Einige Möbel, Geräte und Medikamente fehlen noch, aber unser lokaler Partner beabsichtigt, die Klinik bis Ende November vollständig auszustatten.

Alle sechs Zimmer wurden fertiggestellt. Der Behandlungsraum und die Sprechzimmer wurden mit einer medizinischen Grundausstattung versehen und sind bereits in Betrieb. Die Apotheke der Klinik verfügt auch über einen speziellen Kühlschrank zur Aufbewahrung von Impfstoffen und anderen Medikamenten. Unser Partner vor Ort will bis Ende November ein Solarpanel installieren, damit der Impfstoffkühlschrank in Betrieb genommen werden kann und damit weitere Geräte, die Energie benötigen, angeschafft und genutzt werden können.

Da es sich um eine Klinik der Grundversorgung handelt, sind bisher nur Fachkräfte aus der Krankenpflege im Einsatz. Etwa fünf Krankenschwestern und Pfleger arbeiten in wechselnden Schichten in der Klinik.

Die Klinik ist in der Lage, grundlegende Gesundheitsdienste anzubieten. Besonders häufig werden Malaria, Gelbfieber, Durchfall und Parasitenerkrankungen behandelt, Impfungen für Erwachsene und Kinder durchgeführt sowie Notfallversorgung für Opfer giftiger Tiere (wie Schlangen und Skorpione) geleistet.

Wie bereits erwähnt, gab es in Chikwesi bis zu diesem Jahr keinerlei primäre Gesundheitsversorgung. Die (kranken) Menschen mussten etwa 20 Kilometer laufen, um erste medizinische Hilfe zu erhalten. Viele Einheimische erzählten mir, dass sie ihre Familienmitglieder durch Malaria oder Gelbfieber verloren haben, weil sie keinen Zugang zu Medikamenten hatten oder weil sie ihre Verwandten oder Kinder nicht zur medizinischen Behandlung bringen konnten. Der Mehrwert der Klinik für die lokale Bevölkerung ist die Möglichkeit, die Gesundheit und das Leben geliebter Menschen zu garantieren.

Die lokale Bevölkerung begrüßte mich mit einem selbstgedichteten Lied im Stil der lokalen Volkslieder: Im Liedtext danken sie für das Wunder, eine neue Klinik in ihrer Gemeinde zu haben. Sie tanzen und beten gen Himmel – aus Dankbarkeit für die Hilfe, die sie erhalten haben. Neben dieser großen Freude ist aber auch die Trauer der vergangenen Jahre nicht vergessen: So gab es zu diesem Anlass auch einen Erzählkreis mit Gemeindemitgliedern, die ihre traurigen Geschichten über den Zyklon Idai erzählten und darüber, wie schwierig es war, ihr Zuhause zu verlieren und geliebte Menschen sterben zu sehen, weil sie keinen Zugang zu medizinischer Versorgung hatten.

Es ist angedacht, die Klinik in eine Poliklinik umzuwandeln: Beim Bau eines weiteren Gebäudes (ähnlich dem Jetzigen) würde die simbabwische Regierung einen Arzt für die Gemeinde finanzieren und Geburtshilfe und Frauenmedizin anbieten. So könnte noch mehr für die Gesundheitsversorgung und vor allem die Gesundheitsvorsorge getan werden.

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Durch den verheerenden Zyklon Idai im Jahr 2018 wurde auf tragische Weise deutlich, wie wenig funktionierende medizinische Infrastruktur es in der Region Chimanimani gibt – und wie wichtig diese jedoch im Falle einer Katastrophe ist: Die Menschen konnten aufgrund fehlender Infrastruktur im Gesundheitssektor keine zeitnahe medizinische Versorgung erhalten. In Chikwesi wurden unmittelbar nach dem Zyklon temporär zwei mobile Kliniken platziert und im Anschluss eine kleine Lagerhalle angemietet, um die medizinische Versorgung zumindest in geringem Umfang weiter aufrechterhalten zu können.

Weder die Größe der Lagerhalle noch ihr Zustand sind jedoch dem tatsächlichen Bedarf in der Region angemessen und damit völlig unzureichend. Das möchten wir ändern. Da die Region Chimanimani zudem aufgrund ihrer geografischen Lage auch zukünftig immer wieder von Zyklonen und anderen extremen Wetterphänomenen betroffen sein wird, wollen wir im Rahmen der Katastrophenvorsorge die medizinische Infrastruktur der Gegend weiter stärken und ausbauen.

Auch in Zukunft möchten wir uns für die Menschen in Simbabwe einsetzen.

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(Iris M., spendete 50€ für Haiti)
Bei Seminaren für Einsatzkräfte habe ich Lands Aid als seriöse und vor allem sehr kompetente Organisation kennen gelernt. In Zusammenarbeit mit Apotheker ohne Grenzen, bei der ich Mitglied bin, wurden sehr erfolgreiche Projekte durchgeführt. Da ich Dr. Hettel beruflich kenne, habe ich volles Vertrauen in das Gelingen dieses Projekts. Hier kommt die Spende 1 : 1 an.

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2022-12-02T10:37:20+00:00
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