Ukraine vor dem härtesten Kriegswinter

Angriffe auf die Energieversorgung verschärfen die Lage vor dem fünften Kriegswinter. LandsAid ruft zur Hilfe auf

Schutz und Unterstützung für die kalte Jahreszeit

Oktober 2026 – Der fünfte Kriegswinter rückt näher und könnte der bisher härteste werden. Verstärkte russische Angriffe auf die Energieversorgung und andere kritische Infrastruktur verschärfen die bereits prekäre Lage weiter. Fallen Strom, Heizung und Wasser aus, wird es nahezu unmöglich, Wohnungen zu beheizen, Mahlzeiten zuzubereiten und den Alltag zu bewältigen. Die Vorbereitungen für die Winterhilfe sind deshalb bereits in vollem Gange.

Wir unterstützen unseren lokalen Partner Save Ukraine dabei, besonders schutzbedürftige Menschen durch den Winter zu bringen. In zwei Zentren im Großraum Kyjiw bietet Save Ukraine normalerweise temporäre Unterkünfte für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen, die aus gefährdeten Gebieten evakuiert wurden.

Im Winter sollen die Einrichtungen rund um die Uhr auch für andere Menschen geöffnet werden, insbesondere für Kinder und Familien, die aus Frontgebieten und besetzten Gebieten gerettet wurden. Dazu gehören Waisen, Kinder mit schweren Behinderungen und Kinder, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Die Zentren bieten sichere Schlafplätze sowie medizinische und psychosoziale Hilfsangebote.

Damit Kinder und Familien bei Stromausfällen und extremen Temperaturen versorgt werden können und die Zentren geöffnet bleiben, benötigt Save Ukraine unter anderem haltbare Lebensmittel, warme Decken, Schlafsäcke, Winterkleidung und Hygieneartikel sowie mobile Stromspeicher, Powerstations, Gasheizgeräte, Campingkocher und Generatorbrennstoff.

Bereits mit einer kleinen Spende kann sehr viel bewirkt werden: Ein Lebensmittelpaket für eine Familie kostet laut Save Ukraine rund 40 Euro, ein Schlafsack etwa 50 Euro und eine warme Decke rund 15 Euro.

Mit den beiden Zentren will Save Ukraine über fünf Monate hinweg mehr als 30.000 Menschen unterstützen. Zusammen können sie täglich bis zu 2.000 Menschen erreichen. Zudem soll die Wärmeversorgung eines Tageszentrums für Kinder mit Behinderungen gesichert werden, damit Betreuung, Rehabilitation und Therapie auch im Winter weitergehen können.

Wie dringend die Vorbereitungen sind, zeigte die Projektreise unserer Projektmanagerin Raquel Nerger Ende August. In Kamianka-Buzka bei Lviv, Khmelnytskyi und Lviv berichteten Menschen von ihrer Sorge vor Stromausfällen, Kälte und Versorgungsengpässen.

Gerade ältere Menschen, die ihre Wohnungen kaum verlassen können, brauchen neben medizinischer Hilfe auch regelmäßige Besuche und persönlichen Kontakt. Medizinische Hilfe ist wichtig, aber die Tatsache, dass jemand kommt, mit ihnen spricht und ihnen zuhört, ist nicht weniger bedeutend.

Unser Partner Caritas Khmelnytskyi plant deshalb, 90 besonders schutzbedürftige Menschen einmal pro Woche mit einer warmen Mahlzeit direkt zu Hause zu versorgen. So erreicht die Hilfe auch ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen, die nicht selbstständig zu einer Ausgabestelle gelangen können.

Wir müssen jetzt handeln, damit unsere Partner die benötigte Unterstützung rechtzeitig organisieren können.

Mit Spenden können wir Kinder und Familien mit Winterausrüstung und Lebensmitteln versorgen, sichere Unterkünfte offenhalten und die Betreuung von Kindern mit Behinderungen absichern. Gleichzeitig helfen wir älteren Menschen mit warmen Mahlzeiten und persönlicher Betreuung.

Wir rufen dringend zu Spenden für die Ukraine-Hilfe im Winter auf. Damit Lebensmittel, Winterausrüstung und technische Ausstattung rechtzeitig beschafft werden können, wird die Unterstützung jetzt dringend benötigt.

 

Foto Save Ukraine/Energiekrise Anfang 2026

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Unser Ausgaben und Einnahmen werden regelmäßig vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) überprüft. Es bescheinigt uns seit 2009 regelmäßig eine ordnungsgemäße Verwendung der Spendengelder, weshalb wir zum Tragen des entsprechenden Siegels berechtigt sind.

Der Winter stellt die Menschen in der Ukraine vor große Herausforderungen.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie unsere lokalen Partner dabei, rechtzeitig Hilfe zu organisieren: für Kinder und Familien, die Schutz und Wärme benötigen, für Kinder mit Behinderungen, die auf eine verlässliche Betreuung angewiesen sind, und für ältere Menschen, die ihre Wohnungen kaum verlassen können.

40 Euro helfen, ein Lebensmittelpaket für eine Familie zu finanzieren. Rund 50 Euro kostet ein Schlafsack. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie außerdem warme Mahlzeiten für ältere Menschen und helfen, die Wärmeversorgung und den Betrieb der Schutzzentren sicherzustellen.

Jede Spende hilft, die Hilfe für den Winter rechtzeitig vorzubereiten. Unterstützen Sie unsere Ukraine-Hilfe jetzt!

Der Krieg in der Ukraine dauert seit dem russischen Großangriff im Februar 2022 an. Seit mehr als vier Jahren leben die Menschen unter der Bedrohung durch Angriffe, Zerstörung und Versorgungsengpässe. Mit dem nahenden Winter verschärft sich die Lage zusätzlich: Angriffe auf die Energieinfrastruktur gefährden die Versorgung mit Strom, Heizung und Wasser. Gleichzeitig erschweren steigende Bedarfe und begrenzte Ressourcen die Versorgung mit Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern.

Ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen sind durch Raketenangriffe, Beschuss und Stromausfälle besonders gefährdet. Viele können ihre Wohnungen kaum verlassen und geraten zunehmend in soziale Isolation. Die anhaltende Belastung kann chronische Erkrankungen verschlimmern. Wenn Angehörige ins Ausland geflohen oder zum Kriegsdienst eingezogen worden sind, fehlen häufig Unterstützung, medizinische Versorgung und persönliche Kontakte. Kälte und fehlende Möglichkeiten, warme Mahlzeiten zuzubereiten, verschärfen ihre Situation zusätzlich.

Auch Kinder leiden unter dem anhaltenden Krieg. Luftalarme unterbrechen den Schulunterricht, Angriffe auf die Energieversorgung beeinträchtigen den Alltag von Familien. Im Winter werden warme Kleidung, ausreichend Nahrung und beheizte Räume besonders wichtig. Kinder, die aus Frontgebieten oder besetzten Gebieten gerettet wurden, Waisen und Kinder mit Behinderungen benötigen besonderen Schutz und verlässliche Betreuung. Wenn Familien Schwierigkeiten haben, ausreichend Lebensmittel zu beschaffen, und gleichzeitig Strom und Heizung ausfallen, wird es noch schwieriger, die Grundbedürfnisse der Kinder zu sichern. Sichere Unterkünfte, warme Mahlzeiten und psychosoziale Unterstützung sind deshalb gerade in den Wintermonaten wichtig.

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2026-10-22T10:10:34+00:00
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