Sturzflut Nepal: Die Hilfe kommt an

LandsAid und KEEP verteilen dringend benötigte Hilfsgüter

Hilfe ist weiterhin dringend erforderlich

Oktober 2026 – Die Sturzflut vom 26. August 2026 hat im Norden Nepals schwere Zerstörungen hinterlassen. Häuser, Straßen und Brücken wurden beschädigt oder zerstört. Mehr als 1.400 Menschen sind UN-Angaben zufolge ums Leben gekommen, rund 5.000 Menschen werden weiterhin vermisst. Besonders betroffen sind die Distrikte Rasuwa und Nuwakot. Menschen verloren Angehörige, ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage. Viele Familien benötigen weiterhin dringend Unterstützung.

Um besonders betroffene Familien mit dem Nötigsten zu versorgen, haben wir gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation Kathmandu Environmental Education Project (KEEP) Hilfsgüterverteilungen im Distrikt Rasuwa umgesetzt. Die Nothilfe wurde durch das Bündnis Aktion Deutschland Hilft sowie durch unsere Spenderinnen und Spender unterstützt.

In einer ländlichen Gemeinde im Distrikt Rasuwa kam die Hilfe gezielt bei den Menschen an, die sie am dringendsten benötigten. Gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung identifizierte KEEP 41 besonders betroffene Haushalte, die auf schnelle Unterstützung angewiesen waren.

Im Zuge der Hilfsgüterverteilungen erhielt jede der 41 Familien ein Zelt als vorübergehende Unterkunft, warme Kleidung, Unterwäsche für Frauen und ein Hygieneset mit Seife, Zahnpasta, Zahnbürste und Waschmittel.

Auch Lebensmittel gehörten zur Unterstützung: Jede Familie bekam zwei Kilogramm Sattu, ein lokal verbreitetes, proteinreiches Nahrungsmittel, sowie zwei Kilogramm gemischte Linsen.

Mit der Verteilung konnten die Familien wichtige Dinge für den unmittelbaren Alltag erhalten. Gerade Menschen, deren Häuser zerstört wurden oder die Angehörige verloren haben, sind auf diese Unterstützung angewiesen, während sie versuchen, ihre Lebenssituation neu zu ordnen.

Die Hilfsgüter in die betroffenen Gemeinden zu bringen, war eine Herausforderung, berichtet uns unser Partner. Starke Regenfälle hatten Straßen beschädigt und den Transport erschwert. Zeitweise musste das Team wegen Verkehrsbehinderungen die ganze Nacht unterwegs bleiben. Für die Anlieferung kamen ein Jeep und ein Lastwagen zum Einsatz. Sieben freiwillige Helfer unterstützten beim Verladen, Transportieren und Verteilen der Hilfsgüter.

Die Auswahl der Empfänger erfolgte in enger Abstimmung mit den örtlichen Behörden. Dabei wurde berücksichtigt, wo bereits Hilfsleistungen anderer Organisationen angekommen waren und wo weiterhin dringender Bedarf bestand. So konnten wir gezielt Familien erreichen, die bislang wenig oder keine Hilfe erhalten hatten.

Die Hilfsgüterverteilungen decken einen Teil des dringenden Bedarfs. Nach Angaben von KEEP fehlen vielen Familien weiterhin geeignete Unterkünfte und Kochmöglichkeiten. Lebensmittel, Medikamente und Hygieneartikel werden dringend benötigt. Während der Regenzeit besteht zudem ein erhöhtes Risiko für übertragbare Krankheiten und verunreinigtes Trinkwasser.

Einige betroffene Orte sind aufgrund der beschädigten Verkehrswege nach wie vor schwer erreichbar. Gleichzeitig sind manche Gebiete nicht mehr sicher genug, um dort dauerhaft zu leben. Für vertriebene Familien müssen deshalb geeignete neue Wohnorte und die notwendige Infrastruktur geschaffen werden.

Die verfügbaren Mittel reichen bislang nicht aus, um alle betroffenen Menschen angemessen zu unterstützen. Gemeinsam mit KEEP und weiteren lokalen Akteuren möchten wir uns deshalb weiterhin für die Versorgung besonders bedürftiger Familien einsetzen.

Die erneute Sturzflut in Nepal am 11. Oktober zeigt, wie groß die Gefahr durch solche Naturereignisse bleibt. Während in einem weiteren Distrikt Menschen um ihr Zuhause und ihre Sicherheit bangen, sind die Folgen der Sturzflut vom August für viele Familien in Rasuwa noch längst nicht überwunden. Sie benötigen nach wie vor Lebensmittel, sichere Unterkünfte, medizinische Versorgung und Hygieneartikel, um ihren Alltag wieder bewältigen zu können.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie uns und unseren lokalen Partner KEEP dabei, dringend benötigte Hilfsgüter bereitzustellen und besonders betroffene Familien in Nepal zu erreichen.

Jede Spende hilft, die Versorgung der Menschen in den betroffenen Gemeinden zu verbessern.

Zugehörige Beiträge

Ihre Spende kommt an

Unser Ausgaben und Einnahmen werden regelmäßig vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) überprüft. Es bescheinigt uns seit 2009 regelmäßig eine ordnungsgemäße Verwendung der Spendengelder, weshalb wir zum Tragen des entsprechenden Siegels berechtigt sind.

Viele Menschen in Nepal stehen nach der Sturzflut vor dem Nichts. Sie haben ihr Zuhause verloren und müssen ihren Alltag unter schwierigen Bedingungen bewältigen. Es fehlt an sicheren Unterkünften, Lebensmitteln, Hygieneartikeln und medizinischer Versorgung.

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation KEEP unterstützen wir besonders betroffene Familien vor Ort.

Doch der Bedarf bleibt groß. Mit Ihrer Spende helfen Sie, auch weiterhin dringend benötigte Hilfsgüter bereitzustellen und Menschen in Not zu versorgen. Vielen Dank! 

Eine verheerende Sturzflut hat entlang der Flüsse Bhotekoshi und Trishuli schwere Schäden verursacht. Am Morgen des 26. August traf die Flutwelle die Gebirgsregion nahe der Grenze zu Tibet. Besonders schwer betroffen sind die Distrikte Rasuwa und Nuwakot. Auch aus Dhading und Chitwan werden schwere Überschwemmungen und Erdrutsche gemeldet.

Ganze Siedlungen wurden von Wasser, Schlamm und Geröll getroffen. Häuser, Straßen und Brücken wurden zerstört oder schwer beschädigt, ebenso Wasserkraftanlagen und weitere wichtige Infrastruktur.

Erneute Sturzflut verschärft die Lage in Nepal

Am 11. Oktober kam es im Distrikt Gorkha erneut zu einer schweren Sturzflut. Ein Erdrutsch hatte den Fluss Budhi Gandaki vorübergehend aufgestaut. Als sich das Wasser seinen Weg bahnte, wurden Häuser und Brücken fortgerissen und ein Wasserkraft-Baugelände beschädigt. Fünf Menschen galten zunächst als vermisst, 49 Menschen konnten gerettet werden. Die Behörden warnten weitere Gemeinden flussabwärts und veranlassten Evakuierungen. Die Vereinten Nationen unterstützen die Behörden bei der Einschätzung der Schäden und der Koordination der Nothilfe.

Unser Hilfsprojekt im Distrikt Rasuwa ist von dieser erneuten Sturzflut nicht betroffen. Die Unterstützung für die vom Hochwasser im August betroffenen Familien wird gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation KEEP fortgesetzt.

Warum Nepal besonders gefährdet ist

Nepal ist aufgrund seiner geografischen Lage und der klimatischen Bedingungen besonders anfällig für Überschwemmungen und Erdrutsche. Im Himalaya treffen steile Berghänge, instabile Böden und Flusstäler aufeinander. Während des Monsuns können starke Regenfälle innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen freisetzen und Hänge ins Rutschen bringen. Hinzu kommen die Folgen der Erderwärmung: Steigende Temperaturen verändern die Gletscher und erhöhen in bestimmten Regionen das Risiko von Gletscherseeausbrüchen. Wenn Erdrutsche Flüsse blockieren und sich das Wasser anschließend plötzlich Bahn bricht, entstehen gefährliche Flutwellen. Die jüngsten Ereignisse verdeutlichen, wie wichtig verlässliche Frühwarnsysteme, Katastrophenvorsorge und widerstandsfähige Infrastruktur sind.

LandsAid in Nepal

LandsAid ist Nepal seit vielen Jahren verbunden. Bereits nach dem schweren Erdbeben 2015 sowie nach den Überschwemmungen 2017 waren wir mit Nothilfemaßnahmen im Land aktiv.

Mit der aktuellen Unterstützung knüpfen wir an dieses frühere Engagement an. Im Mittelpunkt steht dabei eine bedarfsgerechte Hilfe, die gemeinsam mit lokalen Strukturen umgesetzt wird und besonders schwer betroffene Menschen erreicht.

Kathmandu Environmental Education Project (KEEP)

Für die aktuelle Nothilfe arbeiten wir mit dem Kathmandu Environmental Education Project (KEEP) zusammen. Die nepalesische Organisation ist seit vielen Jahren in der ländlichen Gemeindeentwicklung tätig und kennt die betroffene Region durch ihre Arbeit im nachhaltigen Tourismus sehr gut.

KEEP verfügt unter anderem über ein weitreichendes Netzwerk von Guides im Korridor Syabrubesi–Langtang und ist dadurch eng mit lokalen Strukturen vernetzt.

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Unsere Partner und Förderer

2026-10-16T09:19:33+00:00
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