Schulungen, Saatgut und Kleintiere

LandsAid-Projekt zur Verbesserung der Ernährungs- und Lebensunterhaltssicherung in Äthiopien

Nachhaltig und wichtig

Februar 2024: Gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation EPI (Exodus from Poverty Initiative) haben wir gerade ein nachhaltiges und wichtiges Projekt zur Verbesserung der Ernährungs- und Lebensunterhaltssicherung in Äthiopien durchgeführt. Übergeordnetes Ziel unserer breit gefächerten Maßnahmen war es, bis Ende 2023 die Lebensgrundlagen von 75 gefährdeten Haushalten in drei ausgewählten Dörfern im Distrikt Hawassa (Region Sidama) nachhaltig zu verbessern.

Die Sidama-Region gilt als eines der Gebiete mit extrem hohem Bevölkerungsdruck in Äthiopien. Kinderreichtum, schrumpfende Landflächen, gekoppelt mit geringerer landwirtschaftlicher Produktion durch klimawandelbedingte Trockenheit – all das führt zu großen Problemen im Land. Ernährungsunsicherheit und prekäre Lebensumstände sind für viele Menschen an der Tagesordnung. Im ländlichen Äthiopien sind Frauen die am stärksten gefährdeten Gruppen in der Gemeinde und im Haushalt. Gleichsam sind es die Frauen, die als Haushaltsvorstände für ihre Familie zu sorgen haben.

Begünstigte unseres Projekts waren daher 75 von Frauen geführte Haushalte. Sie waren alle wirtschaftlich in große Not geraten und zählen zu den ärmsten und wirtschaftlich schwächsten Haushalten im Distrikt. Die Frauen als Haushaltsvorstände erhielten zwei Tage lang Schulungen in grundlegenden betriebswirtschaftlichen Fertigkeiten für einkommensschaffende Aktivitäten. Denn wenn es darum geht, Einkommen zu generieren, ist gerade im ländlichen Raum mangelnde Kompetenz eines der Hauptprobleme. Während der Schulung wurden Diagramme und andere illustrative Poster mit Bildern verwendet, um den Begünstigten das Verständnis zu erleichtern. Die meisten von ihnen verfügen über keinerlei Ausbildung.

Bei der Sanierung der Lebensgrundlagen armer und schutzbedürftiger Haushalte ist es grundsätzlich ratsam, Aktivitäten zu fördern, die in kurzer Zeit hohe Erträge bringen können. Der Vermögensaufbau durch Geflügel und kleine Wiederkäuer ist eine solche Maßnahme. Daher wurden Geflügel, Ziegen und Schafe angekauft und von den Dorfchefs der einzelnen Bezirke an die begünstigten Frauen abgegeben. Tierhaltungsexperten boten ihnen technische Unterstützung bei der Haltung der Kleintiere.

Auch wurde Saatgut an die entsprechende Zielgruppe verteilt – insgesamt 18 Kilogramm Gemüsesamen, etwa für den Anbau von Kohl, Salat und Mangold. Darüber hinaus galt es jedoch auch, die Begünstigten darüber zu informieren, wie sie das Land vorbereiten und wie sie Pflanzungen möglichst effektiv vornehmen. Daher wurden sie beispielsweise zu Themen wie Abstandshaltung, Saatmengen, Ausdünnung und anderen Managementfähigkeiten beim Gemüseanbau geschult. Sie sollen ihre landwirtschaftlichen Fähigkeiten entsprechend verbessern und ein höheres Einkommen aus dem Anbau erzielen können.

 

Die Freude über die Durchführung unseres Projektes war sowohl seitens der Kommunalverwaltung als auch unter den Begünstigten riesig. Sie sind sowohl den Spenderinnen und Spendern als auch den Helferinnen und Helfern der implementierenden Organisation äußerst dankbar, dass sie in den Genuss dieser Maßnahmen kommen durften und nun auch zukünftig davon profitieren werden.

 

Das Projekt wird gefördert von Aktion Deutschland Hilft (ADH).

 

Zugehörige Beiträge

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Unser Ausgaben und Einnahmen werden regelmäßig vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) überprüft. Es bescheinigt uns seit 2009 regelmäßig eine ordnungsgemäße Verwendung der Spendengelder, weshalb wir zum Tragen des entsprechenden Siegels berechtigt sind.

Die Sidama-Region gilt als eines der Gebiete mit besonders hohem Bevölkerungsdruck in Äthiopien. Die durchschnittliche Familiengröße pro Haushalt wird mit 4,99 Personen pro Familie angegeben. Die durchschnittliche Landbesitzgröße beträgt 0,34 Hektar pro Haushalt, was im Vergleich zum regionalen Durchschnitt (0,75 Hektar pro Haushalt) sehr klein ist. Die schrumpfende Landfläche trägt zur Ernährungsunsicherheit und einem prekären Lebensunterhalt bei. Darüber hinaus hängt die katastrophale Situation der Ernährungsunsicherheit und der Gefährdung der Lebensgrundlagen in der Region mit der geringen landwirtschaftlichen Produktion aufgrund des Klimawandels, dem hohen Grad der Entwaldung oder der sinkenden Bodenfruchtbarkeit zusammen.

Die meisten ländlichen Haushalte in der Region Hawassa haben keinen Zugang zu Vermögenswerten zur Sicherung ihres Lebensunterhalts. Das Leben in der Sidama-Gemeinschaft ist eng mit dem Land verbunden. Doch in der heutigen Zeit ist der Alltag eine Herausforderung, da die Eltern nicht über genügend Land verfügen, um es ihren Kindern bei der Heirat zu überlassen. Daher ist mittlerweile Abwanderung in die Stadt auf der Suche nach Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region weit verbreitet.

Hauptsächlich sind es Jugendliche, die abwandern und einer Erwerbstätigkeit nachgehen möchten. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Kindern, die als Bettler aus dem Gebiet von Hawassa in die Stadt wandern und in den Hauptstraßen der Stadt leben. Die Ausweitung der Zahl der Straßenkinder ist eine der großen sozialen Herausforderungen in der Stadt. Eltern schicken ihre Kinder auch zum Betteln oder zur Arbeit, um ein Einkommen für die Familie zu erzielen. Um die Anfälligkeit der Haushalte zu verringern, sollte die Diversifizierung der Lebensgrundlagen im Mittelpunkt stehen. Dies geschieht durch den Aufbau von Haushaltsvermögen, die Schaffung einkommensgenerierender Aktivitäten und die Entwicklung von Fähigkeiten bei gefährdeten Haushalten.

Von Frauen geführte Haushalte und solche, die benachteiligten sozialen Gruppen angehören, sind nochmals anfälliger und haben gestörte Lebensunterhaltsmuster. Im ländlichen Äthiopien sind Frauen die am stärksten gefährdeten Gruppen in der Gemeinde und im Haushalt. Dies liegt daran, dass Frauen in den meisten Kulturen Äthiopiens kein Recht auf Zugang zu produktiven Vermögenswerten wie Land und wirtschaftlichen Ressourcen haben. Im Gegensatz dazu wird die Bewältigung familiärer Probleme wie die Betreuung von Kindern und die Erfüllung der Bedürfnisse der Familie hauptsächlich als die Verantwortung von Frauen angesehen.

Wir möchten dazu beitragen, die Ernährungssicherheit und den Lebensunterhalt einiger der ärmsten, überwiegend von Frauen geführten, Haushalte in der äthiopischen Sidama-Region nachhaltig zu verbessern. Jede Hilfe dabei ist wichtig. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Ihr Ansprechpartnerin

Sabine Sakals

  • +49 8191 4287 832

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O-Töne zweier Spender

(Stephanie J., spendete 100€ für Haiti)
„Die Mitarbeiter von LandsAid e.V. konnte ich in Seminare für die Ausbildung für humanitäre Einsatzkräfte erleben und dadurch einen Einblick in die Projektarbeit gewinnen und das Herzblut, in das die Menschen hineinstecken. LandsAid ist eine Organisation, die wirklich lohnenswert ist und jedweder Unterstützung bedarf. Diese Menschen leisten eine großartige und ehrliche Arbeit, die auch sehr gut transparent gemacht wird! Auch in Newsletter werden die Menschenschicksale und die Arbeit des medizinischen Teams auf eine humane und liebevolle Art erzählt.“

(Iris M., spendete 50€ für Haiti)
Bei Seminaren für Einsatzkräfte habe ich Lands Aid als seriöse und vor allem sehr kompetente Organisation kennen gelernt. In Zusammenarbeit mit Apotheker ohne Grenzen, bei der ich Mitglied bin, wurden sehr erfolgreiche Projekte durchgeführt. Da ich Dr. Hettel beruflich kenne, habe ich volles Vertrauen in das Gelingen dieses Projekts. Hier kommt die Spende 1 : 1 an.

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(Stephanie J., spendete 100€ für Haiti)
„Die Mitarbeiter von LandsAid e.V. konnte ich in Seminare für die Ausbildung für humanitäre Einsatzkräfte erleben und dadurch einen Einblick in die Projektarbeit gewinnen und das Herzblut, in das die Menschen hineinstecken. LandsAid ist eine Organisation, die wirklich lohnenswert ist und jedweder Unterstützung bedarf. Diese Menschen leisten eine großartige und ehrliche Arbeit, die auch sehr gut transparent gemacht wird! Auch in Newsletter werden die Menschenschicksale und die Arbeit des medizinischen Teams auf eine humane und liebevolle Art erzählt.“

(Iris M., spendete 50€ für Haiti)
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2024-02-08T10:12:58+00:00
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